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Jeremia












Zum Text der Bibel der Prophet Jeremia

Zitat:
Jeremia
Daß er in die Zukunft schauen und davon zu künden vermag, macht einen Propheten aus. Die Weissager des Alten Testaments sind bemerkenswerte Menschen, kühn im Denken, von starkem Charakter, mutig oft und von außerordentlichem Weitblick. Daß ihre Prognosen die Zukunft meist düster erscheinen lassen, macht sie nicht gerade beliebt.

Jeremia gehört zu den Großen. Er stammt aus einer angesehenen Priesterfamilie, lebt und wirkt die meiste Zeit seines Lebens in Jerusalem. Auch in den letzten Jahrzehnten vor der Zerstörung dieser Stadt im Jahr 587 vor Christus. Eigentlich mag er das Land mehr, man sagt ihm ein waches und liebevolles Auge für die Vorgänge in der Natur nach. Aber die Zeiten sind weder gut noch ruhig, voller tiefgreifender politischer Umwälzungen. Das kleine Königreich Juda ist zwischen den rivalisierenden Großmächten Assyrien, Babylonien und Ägypten gefährdet, weil die Verantwortlichen Gottes Weisungen mißachten und ihr Heil in politischen Machenschaften suchen. Da ist kein Raum für Idylle und Träumereien.

In solchen Zeiten reißt man sich nicht um ein Prophetenleben. Gegen seine Berufung wendet Jeremia ein, daß er nicht reden könne und auch zu jung sei, was Gott nicht gelten läßt. Der untersagt ihm gar, zu heiraten und Kinder zu zeugen - zeichenhafter Hinweis auf die bevorstehenden Katastrophen. Ein freudloses Dasein. Jeremia leidet denn auch unter seinem Job wie ein Hund. Leidet an, mit und unter seinem Volk. Einem Volk, das er liebt, das sich seiner Botschaft aber widersetzt. In der Tat ist das Verhalten der Israeliten unbegreiflich. Gott verdanken sie die Befreiung aus der Sklaverei, Schutz und Speise während der langen Wüstenwanderung, das gute Land. Aber sie schreiben dessen Fruchtbarkeit den Götzen zu.

Seine Sensibilität für die Gefahren von außen und innen - von den Feinden wie durch die Vergeltung für die eigenen Sünden - macht Jeremia unglücklich. Seine Ankündigung von Unheil und Gericht in grausigen Drohbildern macht ihn bei den Zeitgenossen unbeliebt. In seinem Zorn sagt er die Zerstörung Jerusalems nicht nur voraus, er begrüßt sie sogar. Was die Angehörigen seines Volkes auf die Palme bringt. Die werden öfter handgreiflich oder werfen den verhaßten Gottesboten auch schon mal in eine Zisterne, wo er fast im Schlamm versinkt. Jahre verbringt Jeremia in abgelegenen Verstecken.

Verfolgt, einsam, angefeindet empfindet der Bußprediger, der religiöse und politische Mahner, seinen Auftrag oft als unerträgliche Last: "Jeremiade" ist noch heute Ausdruck für Klagelieder aus äußerster Verzweiflung. Nach dem Fall Jerusalems harrt der Prophet trotz des Angebots von Kaiser Nebukadnezar, nach Babylonien mitzuziehen, in der Heimat aus - "unter geborstenen Steinen und gebrochenen Seelen". Er nimmt Kontakt zu des Kaisers Statthalter Gedalja auf und sieht sich nach dessen Ermordung zur Flucht nach Ägypten gezwungen. Dort verliert sich seine Spur in Legenden.

Hans-Albrecht Pflästerer


Wie schon so oft gesagt - die Bibel ist Zeugnis von menschlicher Entwicklung in Verbindung mit GOTT dem Allmächtigen - aufgezeichnt in Gleichnissen, Bildersprache ........ .

Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche bleibt für die Augen verborgen! Wenn man nun kein Herz hat?

Zitat:
Welche Schriften? Die Aktuellen? oder die Ursprünglichen? ALSo die echten oder unechten? warum soll man was unechtes anerkennen? warum machst du dir über Fälschungen so ein KOpf? bist wohl noch kein wahrer Bahai wa? Der Vater meiner Frau ist Vorsitzender einer Bahai Gemeinde daher wundert mich deine "unbahaische" reaktion

Was für eine Argumentation - die doch tief blicken läßt!
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