Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Glaubensfreiheit












Lieber Martin,

ich weiß, dass Du zu den offenen Menschen gehörst, zu denen, die nicht werten, zu denen, die nicht urteilen, zu denen, die strahlen - Liebe ausstrahlen. Deshalb hat es mich ja auch gewundert, als Du losgeprescht bist gegen die Zeugen.

Es ist egal, woran jemand glaubt: das sehe ich auch so. Hauptsache, er glaubt und schon ist er besser dran, als der, der nicht glaubt. Ich verteidige die Zeugen, so wie ich jede Religion verteidige, die angegriffen wird. Glaubensfreiheit ist ein so hohes Gut. Im Mittelalter wäre ich mit meiner Vorstellung, dass ich einen direkten Draht zu Gott habe, auf dem Scheiterhaufen gelandet.

Gegen Glaubensfesseln und Dogmen bin ich auch, und wie. Aber ich weiß halt auch, dass es viele Menschen gibt, die die Sicherheit der Dogmen und Vorschriften brauchen, weil sie zu unsicher sind, selbst in sich hinein zu fühlen und die Wahrheit, ihre Wahrheit heraufzuholen.

Ob wir eingreifen sollen in Schicksale? Da müßten wir erst mal klären, was Du und ich damit meinen. Ich werde auch ein Kind, das auf die Straße vor ein Auto läuft, zurückreißen. Auf anderen Ebenen ist es nicht so leicht zu beantworten.

Natürlich ist Gott oder die Göttin weder Richter noch Richterin. Gott liebt mich, so wie ich bin, mit allen Fehlern und Schwächen. Das ist doch das Wunderbare!

Lieber Martin, auch Du bist ein glücklicher Mensch mit Deiner offenen Art des Gottesdienstes (ich sage bewusst nicht "Glauben"), stimmts?

Herzliche Grüße
von der Inanna
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


Ähnliche Themen
möchte niemanden in seine Glaubensfreiheit nötigen