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Armer Mensch












Fakt ist: wenn ein armer Mensch stielt, weil er hungert und er bekommt dann noch beide Hände abgehackt, dann löst sich damit nicht ein Problem, sondern es wird ein neues geschaffen. Denn dann kann der Mensch überhaupt keine Arbeit mehr tätigen, sondern ist auf das Mitleid der anderen Menschen angewiesen.

Wer keine Fürsorge für Menschen trifft, der zeigt, wie wenig wichtig ihm die Menschen sind. Ganz zu schweigen von den anderen Lebewesen, die auf Gottes schöner Erde leben.

Solange manche Staaten noch wie im Mittelalter handeln, noch wie in finsteren Zeiten, wo Steinigung eines Menschen durch die Gemeinschaft eines ganzen Ortes ganz normal zu sein scheint, solange ist Bewegung nach vorn notwendig. Anarchie und Chaos und die Alleinherrschaft von irgendwelchen Führern, das muß verändert werden.

Globalisierung wird dazu führen, daß sich immer mehr Menschengruppen mischen, daß Erfahrungen ausgetauscht werden und daß diese Menschen dann erfahren, daß es noch etwas anderes gibt, als eine Gemeinschaft, die zwingt und zwingen kann.

Ich habe immer die Hoffnung, daß sich etwas fort bewegt. Es gibt keinen Rückwärtsgang in der Entwicklung der Menschheit.

Außerdem werden sich auch in Zukunft innerhalb von Religionen neue Richtungen entwickeln.

Wenn Gott groß ist und alles durchdrungen wird von seinem Geist, der auch in uns lebt, dann wird sich alles entwickeln, dann wird es nie zu einer Macht einer einzigen Religion kommen, die einen statischen Charakter hat.

Und sollte es einmal zu so einer Macht kommen, so wird sie auch nur kurzweilig sein. Denn alles hat sich bisher entwickelt und wird es weiter tun.

Da, wo die Gemeinschaft die Menschen fest hält, wird sie eines Tages loslassen müssen, denn der Mensch muß seine Individualität entwickeln und sich selbst weiter entwickeln.

Deshalb , weil jedes Leben in einer Person oder in einem Körper nur kurzweilig ist - höchste Altersgrenze nur bis 90 - Ausnahmen mal abgesehen, wird es schon deshalb immer Veränderungen geben, weil mit jeder neuen Person neue Prioritäten entstehen werden.

So sterben z.B. ganze Stämme in Afrika, die man noch nicht einmal erforscht hat, weil sie mit der Entwicklung nicht Schritt halten und den neuen Anforderungen nicht gewachsen sind.

Alles Alte und Überholte wird gehen müssen, irgendwann und so rollt ohne Hinderungen das Neue an, das wieder alt wird und wieder überholt werden muß.

Das ist nun mal der Lauf der Dinge.

Schließlich heißt es: wir entwickeln uns. Immer weiter.

Gott weiß schon, was kommen wird. Nur wir dürfen noch rätseln.
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