Der Anfang der Menschenseele


Schön Eddyman, stimme Dir da voll zu!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Eddyman hat folgendes geschrieben:
Man kann natürlich durchaus von einem "Hervortreten" der Seele aus dem Göttlichen sprechen, aber streng genommen gibt es diese Unterscheidung nicht. Das individuell-Göttliche, also Heiliger Geist, Atman, Seele, Selbst, Buddha-Natur usw. ist eins mit Gott, Brahman, usw. ("Ich und der Vater sind eins", Joh 10,30)


Sehe ich auch so, Eddyman; es ist in Wirklichkeit keine Unterscheidung. Ich denke, das Eine tritt praktisch in verschiedenen individuellen Erscheinungsformen auf, wobei es aber in Wahrheit immer das Eine, eine Einheit bleibt. Diese verschiedenen Erscheinungsformen werden dann von uns Menschen als Schöpfung bezeichnet, sind aber in Wahrheit nicht getrennt voneinander.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
uwe müller hat folgendes geschrieben:
ich würde dein absolutes als ensoph bezeichen,das uns nicht vorstellbare nichts, aus dem alles hervorgeht.

In Wikipedia heißt es zu den Eigenschaften des Ensoph, es sei

1) die absoluteste Vollkommenheit
2) eine absolute Einheit und sich stets gleichbleibende Unveränderlichkeit
3) gar nichts ist außer ihm, d.h. alles, das All, ist in ihm.

Gerade der letzte Punkt gefällt mir sehr, und er macht Sinn (Monismus!). Um obigen Gedanken kurz weiterzuführen: Wenn letztlich nur das eine Absolute existiert, dann muss ja konsequenterweise alles was wir hier sehen, irgendwie in diesem Einen enthalten sein. Dann kommt natürlich die Frage: Ja wie, diese Kanne und dieser Stuhl sollen Gott sein? Die Antwort wäre dann: Ja, nur ohne deren relative Attribute, also die Kanne ohne den Namen "Kanne" und die Farbe und die Form einer Kanne...
Ich könnte mir vorstellen, dass die "Leerheit" im Buddhismus genau das meint. Auch das "Reich Gottes", von dem Jesus spricht und mit dem Er solche Probleme hatte, es den Menschen auseinanderzusetzen (da Es ist und nicht ist), scheint mir reiner Monismus zu sein (Senfkorn-Baum; Sauerteig-Brot; bereits unter Euch - aber nicht von dieser Welt; usw.)
(Die Bahai-Schriften kenne ich leider nicht, kann dahin nicht quergehen)

Wenn ich das noch sagen darf, eine metaphorisch sehr gute Darstellung hierfür liefert meiner Ansicht nach der erste Matrix-Film. Neo ("One") wird mal wieder von den Agenten verfolgt, nur diesmal kommt er an den Punkt wo er stehenbleibt (tief durchatmet ) und sich selber sagt, dass das alles nicht wirklich ist. Dann vollzieht er den Bruch mit dieser Matrix (ind. Maya), und erkennt hinter allem, seinem Körper, den Wänden, ja sogar den Agents (also dem Bösen) die Zahlen, also dieses eine Bewusstsein. Für eine Außenstehenden würde es wahrscheinlich wie ein ekstatischer Zustand aussehen...

Vom Anfang der Menschenseele jetzt also ein paar Gedanken zum Monismus
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hi eddyman
die frage ist ja,wenn das absolute oder ensoph das ein und alles ist,wo ist dann die Schöpfung,sie kann ja dann nicht im ensopf sein aber auch nicht außerhalb.
hierzu gibt ja in der schöpfungslehre das zimzum,so das Gott sich zurückgezogen hat und einen Freiraum schafft für die Schöpfung,dies welt bleibt dann ja auch Maja,nämlich illusion
uwe müller hat folgendes geschrieben:
hi eddyman
die frage ist ja,wenn das absolute oder ensoph das ein und alles ist,wo ist dann die Schöpfung,sie kann ja dann nicht im ensopf sein aber auch nicht außerhalb.

Hallo Uwe,

das stimmt schon, 'Schöpfung' ist zeitlich oder örtlich betrachtet schwer zu erklären, da sich ja Absolutes und Relatives nicht treffen können. Ein Gott, der diese Welt "aus sich selbst heraus" erschafft ist ja schwierig...
Man könnte es so betrachten: die Gesamtsumme der Energie in dieser Welt ist ja immer gleich, die Energieformen wandeln sich nur. Im Urknall war sie vielleicht extrem verdichtet, und jetzt eher entspannt. Daher müsste man sagen, dass diese Welt immer schon bestanden hat, dass es diese Gesamtsumme an Energie immer schon gegeben hat. Wir fragen dennoch nach einer Ursache, weil nunmal in dieser Welt das Kausalitätsgesetz von Ursache und Wirkung gilt. Das muss aber nicht automatisch bedeuten, dass dieses Gesetz auch auf diese Welt angewendet werden kann. Es ist mit dem Verstand nicht nachzuvollziehen, aber ich denke man müsste sagen, dass diese Welt immer schon bestanden hat, sozusagen ein Entstehen und Vergehen in Ewigkeit.
Innerhalb dieser Welt wiederum wirkt eine unbewusste Kraft, wir haben da keinen Namen für, wir nennen es schlichtweg 'Natur' (ind. pakriti). Woher diese Kraft aber wieder kommt... schwer zu sagen, und ist philosophisch vielleicht auch gar nicht so interessant, das ist nunmal der Istzustand hier.
Vielleicht hat auch der Schöpfer diese Welt geschaffen... die Welt ist da.

Weiter hast du geschrieben, sie wäre 'Maya' oder 'Illusion'. Ich glaube mich aber zu erinnern, dass 'Illusion' nicht die treffendste Übersetzung dafür ist, bin mir aber gerade nicht ganz klar darüber.
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Es kann mitunter schwierig sein, einerseits über Gott zu sprechen als den Einen, der Alles enthält, und andererseits über geschöpfliche Aspekte, die zugleich Teile Gottes sind. Ich meine, man kann das in etwa so sehen, wie wenn ich sage Fuß und Zehe, wobei auch klar ist, dass das Erste das Zweite mitenthält. So in etwa meine ich das, wie man Gott und Ich begrifflich unterteilen kann.
das sehe ich genauso,allerdings unterscheide ich die götter,den einen für uns unbegreiflichem aus dem alles hervorgeht,oder auch enthalten ist,ist für den menschen ja eher uninterressant,interressanter und erreichbare sind ja die götter innerhalb der schöpfung,wie zb der Höchste als gott des alten testaments.