Der Anfang der Menschenseele


hi Peter
ich muß das vielleicht besser definieren.
also, Ensoph als das nichts oder alles, als Ursprung
,wenn du das meinst gibt es nur einen Gott,der für uns nicht vorstellbar ist,von dem wir uns kein bild machen können
wenn ich von Gott oder Göttern rede meine ich natürlich Gott als manifesten Gott innerhalb der schöpfung
eddyman hat folgendes geschrieben:
Deas hat folgendes geschrieben:
[i]"Wisse, daß die menschliche Seele erschaffen wurde, obwohl sie seit undenkbar langen Zeiten auf der Erde lebt. Da sie ein göttliches Zeichen ist, ist sie, einmal ins Leben gerufen, unvergänglich.
Das klingt sehr schön, ist aber philosophisch nicht korrekt. Etwas das absolut ist, unvergänglich, ewig, unsterblich, etc. kann auch nicht geschaffen worden sein.
Etwas das Ist kann nicht ins Sein eintreten, was unsterblich ist kann nicht geboren worden sein, usw.
eddy


Das sind wohl Fragen der Definition. Die von dir beschriebenen Eigenschaften kommen aus Bahai-Sicht nur Gott zu. Das Zitat selbst erkärt ja selbst genauer "ist sie, einmal ins Leben gerufen, unvergänglich".
Bin ganz der Meinung von "eddyman". Die Seele war immer schon, hat keinen Anfang und kein Ende, so sehe auch ich es.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Das sind wohl Fragen der Definition. Die von dir beschriebenen Eigenschaften kommen aus Bahai-Sicht nur Gott zu. Das Zitat selbst erkärt ja selbst genauer "ist sie, einmal ins Leben gerufen, unvergänglich".

Nein, das ist eine Frage der Logik. Bei Christus ist es ja auch so: Er ist seinen Jüngern wieder erschienen und hat damit Seine Unsterblichkeit demonstriert. Das bedeutet jedoch streng genommen, dass Er eigentlich gar nicht gestorben ist, denn was gestorben ist kann nicht wieder auferstehen (der Körper).
Wenn das, was Er ist, nicht gestorben ist, dann kann Es auch nicht geboren worden sein. Und das sagt Er auch: Er ist der Anfang und das Ende, oder 'bevor Abraham wurde bin Ich' (Joh 8,58 ).
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eddyman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Das sind wohl Fragen der Definition. Die von dir beschriebenen Eigenschaften kommen aus Bahai-Sicht nur Gott zu. Das Zitat selbst erkärt ja selbst genauer "ist sie, einmal ins Leben gerufen, unvergänglich".

Nein, das ist eine Frage der Logik. Bei Christus ist es ja auch so: Er ist seinen Jüngern wieder erschienen und hat damit Seine Unsterblichkeit demonstriert. Das bedeutet jedoch streng genommen, dass Er eigentlich gar nicht gestorben ist, denn was gestorben ist kann nicht wieder auferstehen (der Körper).
Wenn das, was Er ist, nicht gestorben ist, dann kann Es auch nicht geboren worden sein. Und das sagt Er auch: Er ist der Anfang und das Ende, oder 'bevor Abraham wurde bin Ich' (Joh 8,58 ).


Mit Verlaub das ist falsch. Begriffe können verschiedene Dinge umfassen. Nimmt man z.B. den Begriff 'unsterblich' kann er meinen, dass etwas immer lebt oder es kann meinen, dass etwas für immer leben wird, aber einem bestimmten Zeitpunkt. Ebenso wie sowohl eine Linie als auch ein Strahl unendlich sind, aber das Eine einen Anfang hat und das Andere nicht.
eddyman, ich vetrete auch eher Deine Vorstellung.

Ich nehme das Bild Ozean, Wolke, Wassertropfen, Rinnsal, Bach, Fluß, Ozean.

So ging die Seele aus dem Göttlichen hervor.
Aber in Wirklichkeit hat sie stets daraus bestanden.
Das Wasser (in dieser Analogie) war vor der Wolke da, und ich auch nach dem Wiedereinmünden noch da.

Ist auch so in etwa die Sicht der Vedanta.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Ist auch so in etwa die Sicht der Vedanta.

Ohja, Vedanta, da kommen sich Vernunft und Religion in der Tat näher! Meine ganze Seite basiert darauf, die solideste Philosophie die es gibt!
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
So ging die Seele aus dem Göttlichen hervor.
Aber in Wirklichkeit hat sie stets daraus bestanden.


Sollte es hier nicht genauer heißen - die individuelle Seele?
Als Anlage sehe ich die Seelen auch im Göttlichen, so wie die Frucht schon in einem Baumstamm vorhanden, aber nicht sichtbar ist.
Könnte man nicht das Hervortreten dieser Individualitäten (Menschenseelen) als Schöpfung bezeichnen?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
So ging die Seele aus dem Göttlichen hervor.
Aber in Wirklichkeit hat sie stets daraus bestanden.

Könnte man nicht das Hervortreten dieser Individualitäten (Menschenseelen) als Schöpfung bezeichnen?

Ein Gedanke der meiner Ansicht nach sehr erhellend ist, jedoch ein wenig Bedenkzeit erfordert, ist dieser: Das Absolute ist Eines.

Es ist sozusagen die Natur des Absoluten, dass es eines ist - es kann keine zwei Absolute geben. Vielheit gibt es nur in dieser relativen Welt.
Das ist der Grund, warum alle monotheistischen Religionen von Einem Gott sprechen. Deswegen ist Atman gleich Brahman, und die christliche Trinität im Grunde nicht drei sondern eine.
Man kann natürlich durchaus von einem "Hervortreten" der Seele aus dem Göttlichen sprechen, aber streng genommen gibt es diese Unterscheidung nicht. Das individuell-Göttliche, also Heiliger Geist, Atman, Seele, Selbst, Buddha-Natur usw. ist eins mit Gott, Brahman, usw. ("Ich und der Vater sind eins", Joh 10,30)

Ich überleg gerade, was für einen praktischen Wert diese Feststellung hat... nunja, ist wohl religiöse Oberliga. Aber Klarheit kann es bringen.
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perfekte Darstellung,ich würde dein absolutes als ensoph bezeichen,das uns nicht vorstellbare nichts, aus dem alles hervorgeht.
nur das individuell göttliche,die Seelen,götter usw.entstanden ja erst im laufe sturzbewegung der schöpfung