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Hallo _Leer_,
Du bist sehr klug und weißt sehr viel.
Darf ich Dich fragen, ob Du das, was Du weißt auch zu leben versuchst?
Inanna
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Mammi, Mammi *g*
vielleicht bin ich bibelfest. Eigentlich war ich das schon immer. Und es hat mir immer eine gewisse Genugtuung bereitet, mit ZJ zu diskutieren. Genugtuung deshalb, weil sie immer gegangen sind, ohne mich überzeugen zu können. Weil ich ihre Argumente immer zerlegen konnte. Und das war vor über 20 Jahren.
In der Zwischenzeit bin ich bibelfester geworden. - Kann man so sagen.
Gott hat mich als Werkzeug auserwählt, indem er mir eine "Erleuchtung" schenkte. Das scheint jetzt sehr stark aufgetragen. Ist es auch. Ich fühle mich als Narr Gottes. Meine Aufgabe ist es, mich für Gott zum Narren machen zu lassen. Und ich habe diese Aufgabe angenommen.
Gestern noch habe ich mir die Frage gestellt, was ich denn ändern würde, wenn ich nachträglich die Möglichkeit hätte, Dinge in meinem Leben ungeschehen zu machen. Nichts! Es hat mich selbst erstaunt. Aber alles was ich getan habe, was mir getan wurde, war ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg dahin, wo ich jetzt bin. Und eigentlich ist meine derzeitige Situation nicht beneidenswert. Nein, sogar eher bedauernswert. Natürlich stelle ich mir auch immer die Frage, ob ich mir das nicht so zurechtbiege, um meine eigenen Verletzungen ertragen zu können. Diese Frage muß ich mir doch stellen. Und ich muß sagen, daß ich keine sichere Antwort habe. Ich kann diese Möglichkeit nicht ausschließen. So gerne ich es auch täte, immer bleibt ein "Restrisiko", daß ich mir das alles doch nur einrede. Wenn ich es mir einrede, dann habe ich mich einfach nur zum Narren gemacht. Dann werde ich hoffentlich eines Tages darüber lachen können. Wenn ich es mir aber nicht einrede, dann ist es meine Pflicht, das hinauszuschreien, was ich denke. Und das ist für viele Christen eine unerträgliche Gotteslästerung. Theologen haben mir gesagt, ich sei krank und meine "Erkenntnisse" seien wichtig für meine eigene Genesung, hätten aber keine Bedeutung für die Welt. Und wären aus diesem Grunde nicht für die Welt bestimmt. Andere Theologen sagten mir, daß ich die Wahrheit sage. Und das waren alles geweihte Menschen. So unterschiedlich ist das Urteil der Männer und Frauen in priesterlichen Ämtern über mich. Und von einem Lehrenden konnte ich hören, daß ich auf dem Irrweg sei, der niemals zu einer wahren Erkenntnis führen könne, weil ich von falschen Annahmen ausginge. Und ich konnte von einem anderen Lehrenden hören, daß ich eine alte Erkenntnis völlig anders begründen würde, als jemals dagewesen. Und daß ich wissenschaftlich gesehen auf jeden Fall in der Wahrheit sei.
Was tun?
Hier bin ich in der Situation, daß ich mich auf mein Gefühl verlassen muß, weil mir mein Verstand nicht weiterhelfen kann. Mein Gefühl drängt in mir, Dinge zu tun, die mein Verstand als Torheit ablehnen muß.
Ja, ich bin Monotheist. Und german denkt auch, daß er Monotheist sei.
Die monotheistischen Religionen liegne doch deshalb im Clinch, weil sie denken, sie müßten sich durch ihre Dogmen einzigartig machen. Und diese Einzigartigkeiten werden dann mit Klauen und Zähnen verteidigt. Obwohl sie bei genauer Betrachtung oft ähnliches beinhalten. Dogmen trennen die Religionen, sie trennen die Menschen, die auf der Suche nach Gott sind. Ich lehne Dogmen ab. Sie beinhalten oft Wahrheit, aber durch die gesellschaftlichen und kulturellen Änderungen im Denken und Fühlen der Menschen ist diese Wahrheit uns oft nicht zugänglich. Dann dreht es sich nur noch ums Prinzip. Und spätestens dann sind Dogmen schädlich für den Glauben.
Es dürfte aus mediatorischer Sicht interessant für dich sein, wie wir hier im Forum miteinander umgehen. Und es ist für mich interessant, wie mein Verhalten aus einem mediatorischen Blickwinkel gesehen werden kann. Das ist eine Bereicherung, allerdings reduziere ich dich nicht darauf. Ich sage von mir immer, daß ich "therapieresistent" bin. Das heißt aber nicht, daß ich nicht fähig bin, die Wertungen anderer wahrzunehmen. Sie allerdings als meine Wirklichkeit anzunehmen, das ist dann in meiner Verantwortung.
LG Galater
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| Zitat: |
Du bist sehr klug und weißt sehr viel.
Darf ich Dich fragen, ob Du das, was Du weißt auch zu leben versuchst? |
Ach... Danke. Ich bin das was man als Buddhist bezeichnen würde, danach lebe ich weitgehend.
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Ich finde, so ein Forum fördert die "Streitkultur. Man lernt andere Menschen mit anderen Wertvorstellungen kennen, und auch wenn es einem ganz fremd vorkommt, irgendwann lässt man sich - dadurch dass man sich immer wiederbegegnet - doch mal auf eine Diskussion ein und findet Gemeinsamkeiten, wo man es nicht für möglich gehalten hätte.
@Inanna
Das die Monotheistischen Religionen uns so intolerant vorkommen - ist es nicht einfach ein Zerrbild, weil die meisten Menschen in unserem Kulturkreis einer solchen Religion anhängen?
Und - einen Gott zu haben, der Anspruch auf alleinige Regentschaft erhebt macht die ganze Sache auch nicht gerade leichter.
So, jetzt mal zu den ZJ. Ich habe in Deutschland mehr das Gefühl gehabt, es mit einer Sekte zu tun zu haben die die Gläubigen ausnutzt.
Hier in diesem Teil von Afrika, in dem ich jetzt lebe, gibt es relativ viele Menschen, die Glaubensrichtungen angehören, die wir in Europa eher zu irgendwelchen "Sekten" zählen.
In Europa sind die ZJ relativ "frei" von irgendwelchen Mitläufern, die nur dem Namen nach ZJ sind. Die Mitglieder sind tiefgläubig und dazu berufen, sich aktiv für ihren Glauben einzusetzen und zu missionieren. Ich denke, das, Gefühl, ein Teil einer kleinen rechtschaffenden Gemeinde zu sein, macht die ZJ so anziehend.
Hier ist es andes. Es gibt hier unter den ZJ genausoviele, die sich zwar dazu zählen, aber ansonsten ein eher weltliches Leben ohne größeren Kontakt zu ihrer Gemeinde leben.
Tja - und das mit den 144000: "Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; die folgen dem Lamm nach wohin es geht."
Kann es sein, daß wieder nur mal von Männern die Rede ist? Die sich noch nicht sie Finger - oder sonstige Körperteile an Frauen "schmutzig" gemacht haben?
Da die Chance somit gering ist, zu den Auserwählen zu gehören kann der Rest doch jetzt so richtig die Sau rauslassen...
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@Astrella
Eine interessante neue Variante oder Sichtweise!
Mit Verlaub gesagt, unter afrikanischer Sonne hast auf jeden Fall bessere Einfalle als unter den Nebelschwaden Hamburgs! - Einfach mal so
Gruß aus dem mit blauem Himmel (bald sternenklar)versehenen Südwesten Deutschlands!
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