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Junge Wissenschaft












mpoetschik


"Die Tatsache, das es sich um eine recht junge Wissenschft handelt, laesst keine Schluesse auf ihre Serioesitaet zu. "

Hat auch keiner gemacht.


"Hier werden dogmatisch ein lebendiger "(dynamischer) Gott postliert."

Ja, wo?

"Was ihr gutes Recht ist. Der passende Begriff ist die Apologetik.
Sie ist so alt wie die Religionen selbst. "

Es ist das Recht der Wissenschaft etwas zu widerlegen oder zu begründen wenn sie den bereich der Religion betritt? Nein, es ist das Recht des Menschen, der versucht damit seine persönliche Philosophie zu untermauern und da ist der Begriff Apologetik absolut passend.

"Das ist Richtig. Individuelle Erfahrung hat jedoch keinen erkenntnistheoretischen Wert, da sie einer solchen Beweisfuehrung entbehrt. "

Also sollte man Definitionen von Religion ganz unterlassen, ja.

"Eine solche Reflektion ist m.E. nicht explizit notwendig, da erkenntnistheoretische, nachpruefbare naturwissenschaftliche Aussagen eher die Philosophie in Zugzwang zu einer erneuten Reflexion bringen, nicht umgekehrt.
Denn nicht die Wirklichkeit muss sich der Philosphie anpassen, sondern die Philosophie der Natur.
Das ist auch der Fall. So stehen die Aussagen Persingers auch in keinster Weise im Widerspruch zur evolutionaeren Erkenntnistheorie (vergl, Vollmer), sondern runden eher das philosophische Bild ab. "

Es gibt unzählige Philosophen, die stringent argumentieren, was Wirklichkeit ist. Das Problem ist, dass sie sich gegenseitig widersprechen. Die Naturwissenschaft untersucht grossteilig Materie, deswegen wird ein Materialismus oft vermessenerweise axiomatisch als absolute Wirklichkeit angenommen. Die evolutionäre Erkenntnistheorie wird von vielen Materialisten zur untermauerung ihrer Naiv-Realistischen annahmen(die Welt ist so, wie wir sie intersubjektiv sensorisch wahrnehmen) verwedet, doch bei der evolutionären Erkenntnistheorie wird schon vorausgesetz, was abgeleitet werden soll und sie ist damit zirkulär d.h nicht bewiesen.

Was Wirklichkeit ist(im ontologischen Sinne), ist umstritten. Eine neurotheologische Schlussfolgerung ist folglich auch umstritten, daher ist ein Vorwurf philosophisch unzureichender Reflexion der ontologischen und erkenntnistheoretischen Annahmen Andersdenkender nicht verwunderlich.


"Der Laplassche Daemon. Auch wenn er zur Zeit eher unpopulaer ist, so denke ich, das er in einer Variante immer noch Gueltigkeit hat. Auch wenn z.B. chaotische Systeme Determinismus verhindern, so ist doch m.E. nicht grundsaetzlich ausgeschlossen, das irgendwann selbst solche Systeme zumindest theoretisch beherschbar sein werden. (z.B. Wettervorhersage) "

Dazu zitiere ich mal dich selbst:

>>Ich empfinde sie mehr als ein weinerliches Festhalten an obsoleten Ueberzeugungen, als eine konkrete inhaltliche Kritik. <<

Was übrigens wieder die Subjektivität dieser ganzen Wissenschaftlichkeit hervorhebt.


"Ich denke 1000 Probanten sind bereits ein annehmbare Zahl, fuer eine empirische Untersuchung.
Ich sehe keinerlei Problem, hier bestimmte Ergebnisse zu konstatieren zu koennen.
Ich gehe auch davon aus, das inzwischen vergleichbare ergenisse andererorts seine Aussagen bestaetigen. "

Klar. Das Problem liegt auch bei Qualia. Die Menschen erleben dabei individuelle Religiöse Erfahrungen( wobei die Definition von Religon nach deiner Feststellung sowieso keinen erkenntnistheoretischen Wert hat) wie will man da objektive Wissenschaft in Bezug auf den theologischen Aspekt der Neurotheologie, der ja immerhin diese Forschungsrichtung entscheidend charakterisiert, betreiben? Wenn jemand sagt, es handele sich bei diesen Experimenten um ein Erleben einer höheren Wirklichkeit, oder um die Erfahrung Gottes(ontologisch), wirst du ihm das genausowenig widerlegen können, wie demjenigen der behauptet, es handele sich dabei um ein Erleben einer Halluzination.

Deswegen Pseudowissenschaft.


"Die Definition von Qualia habe ich gelesen, doch teile ich sie, als Anhaenger der evolutionaeren Erkenntnistheorie, nicht. "

Was hat die evolutionäre Erkenntnistheorie mit Qualia zutun?
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