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Was Jesus und Gautama verbindet






http://www.religionslehrer.lu/credo/credo2.htm

Was Jesus und Gautama verbindet

Beide sind anspruchslose Wanderprediger, die ihre Verkündigung in der Umgangssprache und in Kurzgeschichten und Gleichnissen ausdrücken. Sie appellieren an die Vernunft und die Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Als die großen Versuchungen erscheinen ihnen Raffgier, Macht, Verblendung. Durch kein Amt legitimiert und in Opposition zur religiösen Tradition und deren Hütern, hatten beide einen Jüngerkreis um sich versammelt.

Ihre Autorität gründet in der außerordentlichen Erfahrung einer letzten Wirklichkeit. Sie verkünden eine frohe Botschaft (das »Dharma«, das »Evangelium«), die von den Menschen ein Umdenken und Vertrauen fordert. Nicht an einer philosophischen Welterklärung interessiert, gehen sie aber von der Vorläufigkeit und Vergänglichkeit der Welt aus, und sie leben einen Weg der Erlösung vor, zu dem keine besonderen Voraussetzungen gehören.

Ihr Weg ist ein Weg der Mitte zwischen den Extremen der Sinnenlust und der Selbstquälerei, der eine neue Zuwendung zum Mitmenschen ermöglicht (Mitleid, Liebe).


Was Jesus und Gautama unterscheidet

Trieb es Gautama zur Flucht aus seiner adligen Großgrundbesitzerfamilie, so stammte Jesus aus bescheidenen Verhältnissen. Jesus wandte sich nicht primär an die von der Zivilisation übersättigten Zeitgenossen, sondern an die Mühseligen und Armen, weil diese für eine andere Wirklichkeit noch eine Offenheit bewahrt haben. Jesus war auch kein Mönch, er war der Meister in einer alternativen Lebensgemeinschaft von Jüngern und Jüngerinnen ohne Ordenskleid und Ordensregeln. Die Welt war für Jesus die gute, wenngleich vom Menschen immer wieder verdorbene Schöpfung. Nie beruft Jesus sich auf ein eigentliches Erleuchtungserlebnis zum Aussteigen aus einem Kreislauf der Geburten.

Der Buddha Gautama ist ein harmonisch in sich ruhender Erleuchteter und Wegweiser aus mystischem Geist und verkörpert ein universales Mitleid und friedvolles Wohlwollen.

Der Christus Jesus aber ist ein leidenschaftlich ergriffener Gesandter und Wegweiser aus prophetischem Geist, eine universale Liebe und aktive Wohltätigkeit verkörpernd. Der entscheidende Unterschied aber ist:

Die Figur des lächelnden Buddha auf einer Lotusblüte zeugt von Gautama, der, weil er die Welt in ihrer Nichtigkeit durchschaute, gelassen, harmonisch und erfolgreich, angesehen bei den Mächtigen, friedlich im Alter von 80 Jahren schied.

Der ans Kreuz genagelte, leidende Jesus zeugt von einem Verachteten und Verfluchten, einem nach kurzer öffentlicher Tätigkeit im Alter von 30 Jahren in Einsamkeit unter größter Qual Hingerichteten: das Bild des Leidenden schlechthin! Dieses Leiden wurde allerdings schon von den ersten christlichen Gemeinden nicht als schiere Verzweiflung eines Gescheiterten verstanden, sondern als ein Akt höchster Hingabe, letzter Liebe zu Gott und den Menschen.


http://www.google.de/search?q=g%C3%....._de&start=10&sa=N

http://www.noltex.de/verlag/heimatk.....6bc96b512c7101/index.html

http://www.anthroposophie.net/stein.....hten_inspirationsfest.htm
http://www.connection-medien.de/cms.....ial/budhchrist/gruber.htm

Brüder oder Gegner im Geist?


von Hans Gruber

"Im wohl behüteten Selbst findet sich ein Erlöser, der anderswo kaum zu finden ist.
Ihr müsst euch selber bemühen; die Erwachten weisen bloß den Pfad.
Die Sich-Läuternden können ihn beschreiten und so von den Fesseln des Todes frei werden."

Dammapada des Pali-Kanons


Je mehr sich der Buddhismus in seinen verschiedenen Formen im Westen verbreitet, desto stärker rückt das Verhältnis zum Christentum ins Blickfeld. Es werden heute von verschiedener (vor allem von christlicher, aber auch von buddhistischer) Seite stark die Gemeinsamkeiten betont. Es wurde hier gezeigt, dass es grundstrukturelle Unterschiede gibt - und es gibt weitere, wie die "meditative" Praxisbetonung des Buddhismus als intuitiver Wissensweg versus der christlichen Dogmen-Orientierung als devotionaler Glaubensweg, das buddhistische "Erste Gebot" des Nicht-Tötens und -Schädigens; eine Mensch und Tier gleichermaßen umfassende, universelle Ethik, die Wiedergeburtslehre, das Hervorheben der Selbstverantwortung, weil wir uns letztlich bloß selber durch den inneren Weg vom Leiden befreien könnten, das alles beherrschende, subtile Karma-Gesetz. Das starke Betonen der Gemeinsamkeiten birgt eine klare Gefahr - das Verwischen der objektiven Unterschiede. Denn wenn in der öffentlichen Meinung oder im allgemeinen Empfinden des Westens die "Konturen" und die "Identität" des Buddhismus gegenüber der hier angestammten und viel stärker verwurzelten Religion Christentum immer mehr verschwimmen sollten, gäbe es damit auch immer weniger Grund, sich dem bislang kulturfremden Buddhismus zuzuwenden. Denn warum sollte man dies noch tun, wenn beide im Grunde dasselbe lehren würden? Das Ergebnis wäre, dass der Buddhismus von hier wieder verschwände. Der Westen hätte dann die goldene Chance dieser friedfertigen inneren Befreiungslehre verpasst , welche die Geschichtsmacht besäße, eine spirituelle Orientierung in breitem Maßstab, das heißt mentalitätsprägend, in das Abendland zurückzubringen.


http://www.tibet.de/tib/tibu/2001/tibu57/57brueck.html
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
http://sanctusgermanus.com/German%20Version/Q%20A/Q%20A%20DE.htm
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