Neurotheologie


Hallo Termini,

Zitat:
Wer widerlegt, wer begründet? der Theist begründet, der Atheist widerlegt.

Wesentlich ist hier der erkenntnistheoretische Wert und insofern die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit einer Aussage.
Dieses ist der schwache Punkt der Theisten, den Atheisten natuerlich zur Widerlegung nutzen.

Zitat:
Hier gehts um empirische Wissenschaft in verbingung mit Allgemeingültigkeit. "Erkenntnisse" der Theologie sind grundsätzlich nicht allgemeingültig(sonst wäre keiner Atheist).
Schließt du aus, das es atheistische Theologen gibt? Ich nicht.

Zitat:
Das hat auch keiner gesagt, dass er sich seine philosophie im stillen Kämmerlein entwickelt. Der Punkt ist, dass das untermauern einer subjektiven Philosophie keine objektive Wissenschaft ist.

Nein, aber die selbstkritische Refelektion mittels objektive Wissenschaft gibt der subjektiven Philosophie die Chance, sich objektiven Erkenntnissen anzupassen.

Zitat:
Empirische Wissenschaft hat nichts mit Mythen zutun. Es ist erstens ein Unterschied Mythen für wahr zu halten, oder Mythen als wahr zu erfahren, zweitens sind die meissten metaphysischen Spekulation, und um die geht es hier, weder beweisbar noch widerlegbar, weil apriori(z.b Spaghettimonser/ Gott).

Vollkommen richtig!

Zitat:
Apologetik ist von vorn herein eine glaubensache und steht in Relation mit der subjektiven Untermauerung einer Philosophie. Der Materialismus ist so eine persönliche Philosophie.
Sicherlich. Ich wehre mich deshalb auch gegen diese philosophische unart des Schubladendenkens. Eas einzig relevante Kriterium kann nur durch Deduktion oder Induktion gewonnene Erkenntnis sein, die auf "vernuenftigen" Ausgangskriterien aufbaut.
Hier werden m.E. die meisten Fehler, gerade auch von Philosophen, begangen.
Ein wesentlicher Grund dürfte derbMangel an interdisziplinärer Kommunikation sein.

Zitat:
Dass die evolutionäre Erkenntnistheorie einen hypothetischen Realismus vertritt und nicht gesichert ist, ist allgemein bekannt.

Das ist auch per se Ausgeschlossen,aber es gibt sehr gute Gruende fuer eine solche Annahme, so das auch diese Annahme als vernünftig gelten kann.
Tatsaechlich ist der hypothetischen Realismus die z.Z. gängigste Platform in den Naturwissenschaften, zumal sie einen schach agnostischen Standpunkt impliziert.

Zitat:
Sie setzt eine objektive Aussenwelt(in welcher form auch immer) als gegeben voraus und begründet sich über diese.
Einen Subjektivisten, der eben jede Form von objektiver Erkenntnismöglichkeit negiert, wird das nicht überzeugen. Somit ist das gesagt, was gesagt werden muss: sie ist nicht allgemeingültig.

Natürlich kann man sich auf einen solchen nihilistischen Standpunkt stellen, nur wuerde ein solcher Nihilist als pathologisch bezeichnet werden und faktisch überhaupt nicht lebensfähig.

LG
Martin
Und wer hat dann alles erschaffen ? Alles reiner Zufall ohne Ursache ? Dafür brauche ich keine Neuronen im Kopf. Die Frage stellt doch der gesunde Verstand. Alles in der Natur hat eine Ursache...

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