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Theorien












Hallo,

3:00 Uhr nachts ist sicherlich nicht die Zeit, zu der ich fremdes Gedankentum in Internetforen kopiere.


>> Es entstehen aber auch Probleme in diesen Theorien. Meiner Meinung >> nach das schwerwiegendste: Wie stark müssen sich die Universen
>> unterscheiden, damit das nicht mehr "Ich" sondern eine fremde
>> Person ist, die dort lebt?

Die Frage habe ich, ehrlich gesagt, nicht verstanden. Also es gibt ja zwei Definitionen für das "Ich": Zum Einen die rein biologische Existenz (Körper, Organe etc.) und zum anderen das Bewusstsein (oder auch "Seele", aber dieser Ausdruck stammt aus einer Zeit lange bevor man herausfand, dass die Erde eine Scheibe ist (nein, ich habe mich nicht verschrieben)).

Bewusstsein: Pro Sekunde werden durch Millionen kaum messbarer Stromstöße im Gehirn Veränderung des Bewusstseins herbeigeführt und in dem Massenspeicher unserer Gehirnwindungen abgespeichert - je nachdem auf kurze oder lange Zeit. Was passiert also, wenn dem Speicherzentrum (und ja: da und nirgendwo anders sitzt unsere "Seele", auch nicht im Herzen) die Energie abgeschaltet wird? Also jedenfalls eines NICHT: Diese "Seele" verlässt nicht den Körper und kommt auch nicht irgendwann irgendwohin. Diese Vorstellung ist übrigens nicht aus Angst vor dem Tod entstanden, sondern als ein Teil der Glaubensvorschriften durch Despoten und Tyrannen, um durch religiöse Überlegenheit weltweit Völker zu knechten.

Körper: siehe Beitrag

Soweit so gut.. Also es ist ja nicht so einfach, von einem "Hoffnungsschimmer" zu sprechen. Wir alle haben ja schon etwas Erfahrung mit den Launen der Natur.. mit Logik und Wissenschaft. Daher mag es nicht nur eine Behauptung sein, dass nach dem Tod Schluß ist. Und zwar für alle Ewigkeit - ohne Widerruf. Ich freue mich für jeden, der es schafft, ein Leben lang den eigenen Verstand zu verunglimpfen und davon überzeugt ist, dass es da irgendwo weitergeht. Diese ganze Konstellation - davon bin ich überzeugt - war so ursprünglich nicht geplant. Natürlich waren die Möglichkeiten des Zufalls gegeben, um eine Lebensart allen anderen überlegen sein zu lassen, die Intelligenz annimmt, und ihr Wissen nicht nur weitergeben kann, sondern auch physikalisch speichern kann. Aber dass es irgendwann einmal Lebewesen geben würde, die hinter den natürlichen Kreislauf des Lebens kommen und dann auch noch nicht einverstanden mit dem Tod sind, war von dem Auslöser des Universums wohl eher nicht geplant (da ich diesem Gott, Zufall usw. keine sadistische Veranlagung unterstellen möchte).

Aber wo war ich stehen geblieben? Genau - mit dem Tod ist das Ende besiegelt. Was besagt also diese bemerkenswerte Theorie? In der Zusammenfassung soviel: Und zwar, dass sich die Abfolge (jeweils innerhalb einiger Trilliarden Jahren) von Explosion und Implusion des Universums beliebig oft wiederholt. Sprechen wir vom Unendlichen, wäre die Wahrscheinlichkeit 100%, dass wir unendlich oft leben würden. In genau der heutigen oder einer x-beliebigen anderen Form (s. Beispiel mit dem Papst). Zwei Nachteile gäbe es da allerdings: 1. Wir wüssten nichts davon und müssten bis in alle Ewigkeit erneut Angst vor dem Tod haben und 2. Dimension, Zeit, Ort und Form (Geschlecht, Gesinnung etc.) unserer Existenz wären willkürlich. Schlussfolgerung: Wir müssten diesen Vorgang fast unendlich oft durchleben, bis wir vor unserem Computer sitzen, wie wir es gerade tun. Also extrem ausgedrückt: Einmal als Pharaonin im alten Ägypten, einmal als Gaukler an König Arthurs Hof... einmal an einer ganz anderen Stelle im Universum... vielleicht im Jahre 10.000.. Naja, aber Vorteil: Wir dürften "wieder" leben, wobei es ja mit "wieder" so eine Sache ist, denn pro Dimension gäbe es "uns" ja nur einmal. Wobei auch dies wieder so eine Sache ist: Dieses "uns" lässt sich keinesfalls auf das "uns" heute beziehen. Denn wie oben deutlich gemacht: Das "Ich" gibt es nach dem Tod nicht mehr. Und da sich diese Geschehnisse erst lange nach unserem Tod ereignen, haben wir mit diesen "Ich"s nichts mehr zu tun. Im Endeffekt ist dies also auch eine durchaus tragische Theorie, wenn man sie bis zu Ende denkt.

Ein Großteil dieses Problem ist allerdings auch gesellschaftlich bedingt. Es ist selbstverständlich, zu leben (warum auch nicht). Die Frage, wie alles weitergeht, stellen sich Erwachsene meistens erst dann, wenn sie niemanden mehr haben, um sich anzuvertrauen bzw. wenn sie Gewohnheit und äusserliche Reife dazu zwingen, ihre Gedanken herunterzuschlucken. Von Seelsorgern, Großeltern und evtl. Eltern hört man irgendetwas von Himmel und Hölle oder dass sie auch nicht mehr wüssten. Alle trauern, wenn jemand stirbt.. Ist es jemand bekanntes, lässt man die Öffentlichkeit teilhaben, vielleicht spricht sogar die Bundeskanzlerin. Aber warum, wo doch alle sagen, es geht nach dem Tod (mindestens genauso schön) weiter? Aus Egoismus? Sicherlich nicht.. Aus genau dem Grund, dem ein Wissen zu Grunde liegt, das aber aus vielen Gründen niemals der Menschheit bewusst gemacht werden darf, da Anarchie und undenkbar grauenvolle Zustände die Folge wäre. Soviel, lieber Benno, zum Thema Hoffnungsschimmer.
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