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Aufstände und Übergriffe












Das stimmt so nicht.
Das Problem war, dass die Juden nicht gerade römerfreundlich waren. Wer ist schon gut auf seinen Besetzer zu sprechen?
Tagsüber hätten sie Jesus nicht einfach aus einer Masse von Juden, bei denen er gepredigt hat, ziehen können. Es wäre zu Aufständen und Übergriffen gekommen, denn viele sahen ihn als Messias an oder wollte zumindestens nicht, dass einer ihrer jüdischen Landsmänner festgenommen wird. Nachts wiederrum wäre es möglich gewesen, aber Jesus ist Nachts immer von Ort zu Ort gezogen, er schlief niemals am selben Ort, deswegen brauchten sie einen, der wusste, wohin er ging und dieser Jemand war Judas, der Kontakte zum Hohen Rat hatte.
Den berühmten Judaskuss ist in diesem Zusammenhang auch logisch, erstens war es dunkel und zweitens wussten die Temperlwachen nicht, wie Jesus aussah, zumal seine Jünger auch alle anwesend waren.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Judas Jesus nicht verraten wollte im negativen Sinne, sondern er wollte, dass er sich durch die Anklage endlich öffentlich dazu bekennt, dass er der Messias ist und so die Juden selbst im hohen Rat davon überzeugt. Leider ging das aus seiner Sicht nach hinten los und so hat er sich selbst Vorwürfe gemacht, er hat immerhin alles verraten, was er jemals wirklich geglaubt hatte und deswegen der Selbstmord.
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