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Pole eines Magneten












Einen „Teufel“ erschaffen wir uns selbst.

Gott ist die Allmacht. Neben der Allmacht gibt es keine zweite Macht.

Eine „Hölle“ erschaffen wir uns selbst.

Gott ist Allgegenwart, es gibt kein „fern von“ der Allgegenwart. Wir haben einen freien Willen und somit die Möglichkeit uns Gott-freie Räume im Denken und Handeln zu erschaffen. Gott lässt uns den Freien Willen und Tritt nicht in Räume ein, wo steht: „Gott muss leider draußen bleiben!“ (Gott-freie Räume gibt es auch da, wo Menschen mittels Furcht von Glaubensgemeinschaften gewonnen werden.)

Manche sehen Gott und Teufel als zwei gegenüberliegende Pole eines Magneten. In dieser Analogie ist Gott Magnetismus.

Gott ist jenseits von Gut und Böse.

Gut und Böse sind Begriffe, die der Mensch schuf. Sie werden ständig umdefiniert. Für mich als Vegetarier ist das Töten von Tieren böse, ein Fleischesser hat damit keine Probleme.

Gut ist für uns das, was dem Lebensziel, das wir uns gesetzt haben, tauglich ist.
Böse ist für uns das, was dem Lebensziel, das wir uns gesetzt haben, nicht tauglich ist.

Meine Ex-Freundin war in einer (Hard core-)Christengemeinde. Ihre Tante betonte: „Wir müssen den Teufel bekämpfen!“ Ich entgegnete: „Lieben!“. Sie ging richtig hoch: „NEIN! Den Teufel kann man nicht lieben!“ Ich entgegnete: „>Jesus sagt, du sollst deine Feinde lieben!< und im übrigen gilt: Licht kann in die Dunkelheit scheinen, aber Dunkelheit niemals ins Licht. Du versuchst die Dunkelheit mit der Dunkelheit zu bekämpfen.“ Allen fiel die Kinnlade herunter, aber es kam kein Widerspruch.

Ich glaube, viele Menschen brauchen einen Teufel als einen Sündenbock, den sie für ihre Sünden verantwortlich machen können. Nach dem Motto: „Der war schuld!“

Im übrigen ist es ein Widersprüchlich, dass sich der Teufel, der anfangs gut gewesen sein soll für die Option „Böse“ entschied. Dann aber der Erschaffer des „Bösen“ sein soll. Das „Böse“ muss ja schon vor dieser Entscheidung da gewesen sein.
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