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Hiob und sein Leid












Gedenktag katholisch: 10. Mai
Gedenktag orthodox: 6. Mai
Name bedeutet: der Anfeinder (hebr.)
Dulder
lebte angeblich um 1000 v. Chr. (?) im Lande Uz (im Nordwesten Arabiens ?)


Hiob ist die Hauptfigur der romanhaften Lehrdichtung des nach ihm benannten Buches im Alten Testament, das wohl im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. in Israel entstanden ist. Der Prophet Ezechiel berichtet in seinem Buch (14, 14. 20) von Hiob als historischer Person.

Erzählt wird im Hiobbuch zunächst von dem übergroßen Leid, das der zunächst reiche, fromme und rechtschaffene Hiob erfahren musste: nach und nach kommen die "Hiobsbotschaften" über den Verlust seines gesamten Besitzes, dann sterben alle seine Kinder, schließlich wird er selbst todkrank, vom Aussatz befallen. In drei großen Unterredungen ringt Hiob darum, über seine Klage hinauszukommen und den Sinn dieses Leidens zu verstehen. Die frommen Worte und Erklärungsversuche seiner Freunde helfen ihm nicht; er wendet sich in Klage und Anklage, hilferufend und zornig, bittend und flehend, an Gott selbst, der ihm in eindrucksvollen Reden antwortet. Hiob erkennt seine eigene Sündhaftigkeit und schließlich die überragende Schöpfermacht Gottes, der als Herr der Geschichte und des Lebens unser Menschenleben prägt, auch wenn wir das oft nicht verstehen.

Auf die leidenschaftliche Frage nach dem "Warum?" erhält Hiob keine Antwort, er anerkennt dennoch und gerade deshalb Gott als Herrn: "Ich habe erkannt, dass du alles vermagst. ... Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört; nun aber hat mich dein Auge gesehen" (Hiob 42, 2. 5) - und erhält schließlich alles Verlorene doppelt ersetzt.

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienH/Hiob_Ijob.html

Buchtipp!
Hiobs Botschaft. Vom Geheimnis des Leidens
von Richard Rohr
Interessant finde ich auch, dass seine "Freunde" ihm erklären wollen, warum er leide.... So ist es doch immer wieder mal, wenn es einem Menschen schlecht geht und ihm Schicksalsschläge den Boden unter den Füssen wegreissen, gibt es immer ein paar Leutchen, vor allem (leider) Gläubige, die ihm einreden wollen, dass dies die Strafe für dieses oder jenes sei. Dieser Gedanke von Kausalität ist wirklich sehr tief im Menschen verankert, wenn einen ein Schicksalsschlag trifft, fragt man sich nicht selten, was man verbrochen hat, dass man so gestraft wird. Seltsam eigentlich, wenn man an einen Gott der Liebe glaubt wie z.B. wir Christen.....

LG
Chiron
Forum -> Judentum und Christentum


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