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Wir verurteilen Judas als Verräter Christi.
Könnte es nicht sein, dass wir damit irren?
Könnte es nicht sein, dass Judas kein Verräter war, sondern Christus abgöttisch liebte?
Er verstand nur nicht und war deshalb kleinmütig. Er sah in Christus den neuen König. Einen heiligen König, der sowohl über die irdischen als auch die himmlischen Kräfte herrschte. Judas glaubte, er könne Christi Wirken beschleunigen, indem er Ihn zwang, Seine wahre Macht zu zeigen.
Er hatte Ihn nicht verstanden. Christus war zu groß, zu unfassbar für Judas' Geist.
Er konnte sich deshalb nicht vorstellen, dass Christus sich wehrlos den römischen Mächten übergeben würde.
Matthäus 26:31-32 „Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr alle werdet in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen und zu Fall kommen; denn in der Schrift steht: Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen. Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen.“
Dies bezieht sich auf folgenden Text:
Sacharja 13:7 „Schwert, erheb dich gegen meinen Hirten, gegen den Mann meines Vertrauens - Spruch des Herrn der Heere. Schlag den Hirten, dann werden sich die Schafe zerstreuen. Ich richte meine Hand gegen die Kleinen.“
Jesus sollte Seine Macht zeigen, in dem er die Mächtigen „erschlägt“ und sich dann die Schafe des Aufruhrs gegen Ihn zerstreuen. Die an ihn glaubten nahmen Anstoß daran, dass Jesus scheinbar seine Kräfte verloren hatte (Mt 26:31). Jesus jedoch ergab Sich in Sein Schicksal und benutzte Seine Kräfte nicht, um andere zu schädigen und sich selbst zu retten. Damit brach für Judas eine Welt zusammen: Er verlor den Menschen, den er über alles liebte. Gleichzeitig verlor er die Illusion, ein neues Judäa so geschaffen zu sehen, wie er es sich vorstellte. Deswegen nahm er sich das Leben.
Mir erscheint das so logisch.
Ich möchte gerne andere Meinungen hören! (Mache werden dies bestimmt als blasphemisch erachten.)
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| Zitat: |
| Könnte es nicht sein, dass Judas kein Verräter war, sondern Christus abgöttisch liebte? |
Judas war ein Feigling - aber er war ein Werkzeug GOTTES.
Wenn man das Ganze betrachtet, kommt man wohl nicht umhin, Judas so zu akzeptieren.
Warum also verurteilen? Ja, seine Handlungsweise war falsch. Ein Paradebeispiel für eine schwachen Charakter - aber eben der Plan GOTTES.
Wie wäre die Geschichte sonst weiter gegangen?
Stärke - Macht = Worin zeigt sich denn wahre Stärke?
Im Verzicht - gerade im Verzicht zeigt sich Stärke! Wirklich stark ist derjenige, der seine Schwäche zeigt!
Jesu Nächstenliebe zeigt sich gerade in der Kreuzigung!
Gruß Baldur
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Ohne Judas, würde es keine Heilsgeschichte geben.
Dass er Jesus abgöttisch liebte würde ich bestreiten, da er für seinen Verrat bezahlt wurde.
Beim letzten Abendmahl streitet Judas auch ab, dass er Jesus verraten würde.
Judas begeht nach seiner Tat übrigens Selbstmord.
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@MTG_Baldur
| Zitat: |
| Judas war ein Feigling - aber er war ein Werkzeug GOTTES. |
Warum meinst Du, dass er ein Feigling war?
@Kiki
Danke für diesen Link! Ist sehr aufschlussreich. Fühle mich in meiner Ansicht zum Teil noch bestätigt.
@Pax
| Zitat: |
| Dass er Jesus abgöttisch liebte würde ich bestreiten, da er für seinen Verrat bezahlt wurde. |
Das besagt noch nichts, wer sagt, dass er das Geld nicht anschließend Jesus geben wollte.
| Zitat: |
| Beim letzten Abendmahl streitet Judas auch ab, dass er Jesus verraten würde. |
Wusste ich gar nicht, wo steht das? Verwechselst Du da vielleicht Judas mit Petrus?
Matthäus 26:33-35 „Petrus erwiderte ihm: Und wenn alle an dir Anstoß nehmen - ich niemals!
Jesus entgegnete ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Da sagte Petrus zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müßte - ich werde dich nie verleugnen. Das gleiche sagten auch alle anderen Jünger.“
| Zitat: |
| Judas begeht nach seiner Tat übrigens Selbstmord. |
Warum? Ich glaube, weil sie zu einem ganz anderen Ergebnis führte, als er beabsichtigte.
Gruß Martin
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