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Nichttrinitarier












http://de.wikipedia.org/wiki/Nichttrinitarier

An der Trinitätslehre scheiden sich die Geister.


Nichttrinitarier sind Christen, die das Dogma von der Dreieinigkeit Gottes, das auf dem Konzil von Nicäa (325) verabschiedet wurde, als Irrlehre zurückweisen.

Nichttrinitarische Nachfolger von Jesus lassen sich in unterschiedliche Gruppen aufteilen:

* Für die meisten christlichen Nichttrinitarier ist der Hauptgrund für ihre Ablehnung, dass sie das Dogma als bewusst unklar formulierten Dreigötterglauben ansehen, der dem biblischen Monotheismus widerspricht. Nichttrinitarier stören sich an der Behauptung des Dogmas, dass Jesus Christus und der Heilige Geist genauso groß wie Gott der Vater sein sollen. Statt dessen sehen sie die Unterordnung Christi unter seinem Vater als biblisch bezeugt an. Die Personalisierung und Vergottung des Heiligen Geistes wird ebenfalls als unbiblische Lehre abgelehnt. Sie weisen darauf hin, dass es weder eine klare Formulierung der Lehre in der Bibel gibt, noch das benutzte Vokabular (Trinität, Person, Wesensgleichheit, griech. "homousios") in der Bibel verwendet wird. Daraus schließen sie, dass das Dogma ein unbiblisches, überflüssiges Konstrukt ist.


* Andere glauben, dass Gott Vater, Jesus und der Heilige Geist einfach drei Erscheinungsweisen eines einzigen Gottes sind und nicht unterscheidbare Personen. Diese Lehre wird manchmal auch als modalistischer Monarchianismus bezeichnet, manchmal auch als Patripassionismus. In der Kirchengeschichte war Sabellius ein wichtiger Vertreter dieser Lehre. Heutige Vertreter sind die Oneness Pentecostals.

* Verschiedene Konfessionen innerhalb des Mormonentums akzeptieren die Göttlichkeit von Jesus aber glauben, dass die drei Personen der Trinität auch im Wesen unterschiedlich sind, was von christlichen Kritikern als Tritheismus angesehen wird.

* Manche Konfessionen innerhalb der Weltweiten Kirche Gottes von Herbert W. Armstrong akzeptieren die Göttlichkeit von Gott Vater und dem Sohn Jesus, lehren aber nicht, dass der Heilige Geist eine Person ist. Diese Sichtweise wird auch als Binitarismus bezeichnet.

* Manche glauben, dass Jesus nicht Gott ist, sondern dass er ein Gesandter von Gott oder ein perfektes menschliches Wesen war. Eine solche Sichtweise wird vertreten von den Ebioniten und allgemein dem Adoptianismus. Auch die dem Begriff „Arianer“ hinzugerechneten Anhomöer wie Aetios sind hier einzuordnen. Diese Lehre wird manchmal auch als dynamischer Monarchianismus bezeichnet.
Heiliger Geist

* Bibelgläubige Nichttrinitarier erklären, der Heilige Geist sei in der Bibel nicht genauso unabhängig vom Vater' wie der Sohn und dürfe nicht als eigenständige „Person“ betrachtet werden. Der Heilige Geist werde auch nie Gott genannt.
* “Geist“ werde in der Bibel zwar des Öfteren personifiziert:
o Gottes Geist, also der Heilige Geist: Röm 8,9.14
o Christi Geist: 1 Petr 1,11
o Marias Geist: Lk 1,47
* Personifizierung beweise aber nicht Persönlichkeit. Auch die Weisheit müsste so nach Spr 1,20-33; 8,7-15, Mt 11,19 und Lk 7,35 eine Person sein. Ebenso wie die Sünde (Röm 5,14.17.21; 6,12), der Tod oder die Liebe (nach 1 Kor 13). In ihren Augen entsteht eine Verwirrung, weil nicht gesehen werde, dass hier Sprachfiguren vorlägen. Gott wirke mit Hilfe seines Geistes (also des Heiligen Geistes) in den Herzen der Gläubigen, damit sie durch Gott verändert werden könnten (z.B. Eph 3,16ff). Dem Heiligen Geist, also dem Geist Gottes, den gleichen Stellenwert wie dem Vater oder dem Sohn zu geben, kann ihrer Meinung nach mit der Bibel nicht unterstützt werden.
* Die Bibel sage auch, dass der Geist Gottes, der Heilige Geist, in der selben Verbindung zu Gott stehe wie der Geist eines Menschen in Verbindung zum Menschen stehe: Denn wer unter den Menschen weiß, was im Menschen ist, außer dem Geist des Menschen, der in ihm ist? Also hat auch niemand die Tiefen Gottes erkannt außer dem Geist Gottes. (1 Kor 2,11). Wenn jemand den Heiligen Geist, die Kraft Gottes betrübe, werde Gott, der Vater betrübt und niemand anderer.

Alle Bibelstellen entstammen dem Konkordanten Neuen Testament.

In den theologischen Auseinandersetzungen um die Trinität im 4. und 5. Jahrhundert werden diese Bibelstellen auch von Trinitariern aufgenommen und in trinitarischer Auslegung nicht als Widerspruch zur Trinitätslehre gesehen, manchmal sogar als Bekräftigung. Umfassende Darstellungen von trinitarischer Bibelauslegung finden sich insbesondere bei Gregor von Nazianz in den fünf Theologischen Reden und bei Augustinus in seiner Abhandlung "De Trinitate".


Unklarheiten darüber, was der Heilige Geist eigentlich ist, bestehen in allen Religionen, weil in den Dialogen zum Ausdruck kommt, wie man den Heiligen Geist verstehen möchte. Also sucht man. Wie verstehe ich, was Heiliger Geist ist ?

Ist es vielleicht so:

"Die Wirkung des Einen Geistes tritt als einerseits unmittelbar: als geistige Kraft, andererseits indirekt: als Lebenskraft in Erscheinung.

-Beide Kräfte wirken in der Seele von Anbeginn ihrer Gesamtentwicklung, allerdings bis hianuf auf die menschliche Stufe und auch da anfänglich noch unbewußt. Erst der Mensch kann, sobald er über die unteren Entwicklungsstufen hinausgelangt ist, sie sich bewußt machen und sie bewußt einsetzen, dabei seine Vitalkraft mit Hilfe seiner Geisteskraft unter Kontrolle halten und lenken.

Es ist die geistige Kraft, die sich als Antrieb zur Individualisierung und zur Verwirklichung der potentiellen Anlagen auswirkt, im Lebwesen und Menschen die Triebe weckt und wachhält. Sie ist es, die ihre Fähigkeit zum Wollen heranbildet und die Geistigkeit in der menschlichen Seele entfalten läßt.

Geistigkeit bedeutet, an Gottes Gestaltungskraft teilzuhaben, diese zur vermitteln und zu realisieren. Sie ermöglicht die Erkenntnis und die Fähigkeit zur Gestaltung.

Es ist die Ordnende Intelligenz, welche die Seele zur Gestaltung befähigt. Im Menschen äußert sie sich als rationale, auf den höheren Entwicklungsstufen als transzendentale Intelligenz."

Oder vielleicht so:

"Der Heilige Geist ist die universelle Lichtenergie des Universums, zugleich mit höchster Vernunft begabt, die vom Auge Gottes oder UNIVERSALO ausströmt, den Weltenraum oder die Finsternis durchleuchtet und belebt. Der Heilige Geist ist demnach das Tor zum Eintritt in das Leben, denn ohne Licht gibt es kein Leben. Er wandelt aus dem unbegrenzten Raum auf logarithmischen Kurven der Evolution die Materie in Lichtenergie um und führt diese wieder zurück in das Auge Gottes in einem "Kreislauf", der nie absolut begonnen hat und nie absolut enden wird."

"Dadurch ergibt sich nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Notwendigkeit, daß erstens alles Leben und alle Energien vom Auge Gottes ausströmen und zweitens, daß jedes Leben und alle Energien nach vollendeter Involution und Evolution all ihr Hab und Gut, ihre Kräfte und Errungenschaften an den Ausgangspunkt des Allseienden wieder zurückgegeben müssen, wodurch das einzige und absolute "Perpetuum mobile" des Universums nämlich UNIVERSALO ewig in Gang gehalten werden kann."

Entnommen aus: "der auferstandene Gott" und "anatomie der seele"

http://www.glauben-und-wissen.de/M18.htm

Der eine gute Gott allein konnte das Zustandekommen von Schöpfung und Erlösung nicht erklären: mindestens der Logos/Sohn/Christus und der Geist (der Erkenntnis) waren zur Lösung dieser Frage unverzichtbar und aus christologischen Motiven waren es nur diese beiden.

In der jüdisch-alexandrinischen Religionsphilosophie (Philon von Alexandria (25 v. – 50 n. Chr.) ist Logos das Schöpferwort, durch das Gott die Welt erschaffen hat (1.Mose 1), als Schöpfungsmittler (»Weisheit Gottes«) das sie ordnende und gestaltende göttliche Prinzip; und später in der christlichen theologischen Adaption (auf Johannes 1,14 zurückgehend) das präexistente »Wort« Gottes, das in Jesus Christus »Fleisch« (Mensch) geworden ist, um den Menschen das Heil zu vermitteln.


Ist der Begriff "Heiliger Geist" dehnbar ? Kann ihn jeder so auslegen, wie es im Zusammenhang seines Glaubens für ihn erfahrbar ist ?

Nicht also der Mensch ist ein Geschöpf Gottes, sondern Gott ist ein Geschöpf aus der Vorstellungswelt des Menschen und so musste er notwendigerweise (auch wieder in der Gedankenwelt seiner Zeit) über die Hypostase inkarnieren = Mensch werden.

"Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens; vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden." (Hebr 4, 12-13).


http://www.integralworld.net/index.html?de/visser-ss-04_de.html
http://www.glauben-und-wissen.de/M18.htm

Interessant dazu auch folgendes.

So schreibt man biblische Geschichte(n)! So macht man religiöse Eiferer zu Märtyrern. Verstanden hat man es überall da, wo er sich in den alten Übersetzungen im Eingangsgruß der Briefe als "Knecht" Gottes oder als "Knecht" Jesu Christi bezeichnet, denn hier heißt es in der neuen Übersetzung "Diener" Gottes oder "Diener" Jesu Christi oder "Diener" des Evangeliums und nichts anderes ist mit dem "Gebundensein an" oder "Gefangensein durch" das Evangelium gemeint. "Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir." (Gal. 2, 20.) Dies kann er nur aus der griechischen, heidnischen Vorstellung vom Geiste Gottes heraus meinen. Christus ist für ihn ein Pneuma. Er sagt selbst: »Der Herr ist der Geist« (2. Kor. 3,17), und so lebt er selbst gar nicht mehr, Christus lebt in ihm, spricht aus ihm, ist er selbst geworden. Der Gott der griechischen Propheten seiner Zeit ist ein Geist, ein Pneuma von feuriger Natur, das nicht über den Menschen kommt, sondern in ihn eingeht. In der Ekstase verlässt die menschliche Seele den Körper, um dem göttlichen Pneuma Platz zu machen, das nun an die Stelle der Seele tritt, den Menschen ganz erfüllt, ihn von innen her umwandelt und zum Gotte macht. In Paulus redet Christus. Paulus wurde vom Logos, von der Guten Nachricht, von Jesus Christus gefangen genommen.


Zur Zeit des Paulus existierten noch keine von Evangelisten geschriebenen und kanonisierten Evangelien.


Während Paulus sonst vom „Evangelium Gottes" oder einfach vom „Evangelium" spricht, lesen wir in Röm.1,9 „Gott, dem ich in meinem Geist diene am Evangelium von seinem Sohn"; das kann ein erläuternder Genitiv sein und bedeuten: das Evangelium, das sein Sohn ist. Das Evangelium heißt eine Kraft Gottes (Röm. 1,16; 1 Kor 1,18; aber auch Christus heißt Kraft und Weisheit Gottes und wird gepredigt (1 Kor 1,23-24). Christus ist eine Hypostase (Substantialisierung göttlicher Attribute), und Origenes beruft sich auf diesen Text, wenn er sagt, dass der eingeborene Sohn Gottes die Dynamis und Weisheit (Sophia) Gottes genannt wird, und er gebraucht in diesem Zusammenhang den Begriff hypostase.
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