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Einfache Konsequenz












Hallo ihr Lieben

Für mich hat das ne ganz einfache Konsequenz eine Religion die mit der erkennbaren Wissenschaft widerlegbar ist, hat somit den Anspruch aif Wahrheit verloren oder? d.h Hirngespinste wie Donnergott oder Sonnengott oder sonst was die gibt es nicht!

Zitat:
Wahrend der längsten Zeit der Menschheitsgeschichte bestanden die Antworten auf derartige Fragen nahezu ausschließlich aus Hervorbringungen der menschlichen Phantasie und Einbildungskraft. Wie ungeheuer fruchtbar die menschliche Phantasie ist, zeigt die Schätzung eines Anthropologen, derzufolge die Menschheit bis heute etwa 100.000 Religionen hervorgebracht habe.1 Dieser Prozeß ist keineswegs beendet. Auch in unserer Zeit entstehen laufend neue Religionen und Weltanschauungen. Dazu gehören obskure Phantasieprodukte wie die UFO-logie oder die Scientology des Lafayette Ronald Hubbard ebenso wie die soundsovielte Mutation einer sog. Hochreligion, sei sie asiatischen oder nahöstlichen Ursprungs, im letzteren Fall also eine Abart des Christentums oder des Islam. Trotz dieser immensen Fruchtbarkeit menschlicher Einbildungskraft, trotz des Wirkens ganzer Heerscharen von mehr oder weniger charismatischen Religionsstiftern, Priestern, Propheten, Theologen, Ayatollahs, Gurus, Mönchen, Zauberpriestern, Sektengründern - durch die Entwicklung der Wissenschaft können weltanschaulich-religiöse Weltbilder nicht mehr, wie in Zeiten früherer Unwissenheit, mittels religiöser Phantasie geschaffen werden. Fragen wie die nach der Enstehung des Weltalls, der Materie und des Lebens erfordern bei unseren heutigen Kenntnissen Antworten, die einen bestimmten wissenschaftlichen Standard nicht mehr unterschreiten dürfen.

Es läßt sich kein präziser Zeitpunkt angeben, ab dem wissenschaftliche Untersuchungen an die Stelle naiver Projektionen menschlicher Phantasien traten. Die Entwicklung der Naturwissenschaften ist ein kontinuierlicher Prozeß, der in unserem Jahrhundert allerdings mit fast exponentiellem Wachstum voranschreitet. Ein wesentlicher Markstein in dieser Entwicklung war aber sicher der Zusammenbruch des Ptolemäischen Weltbildes durch die Arbeiten von Kopernikus(1534), Kepler(1609) und Galilei. Nicht der Umstand, daß nun plötzlich die Sonne und nicht mehr die Erde als Mittelpunkt des Weltalls angesehen wurde, war die entscheidende Neuerung, sondern daß Antworten nicht mehr durch Interpretation tradierter "heiliger Schriften" von einem sich hierzu allein berufen fühlenden Klerus gegeben wurden. Diese Wende führte dazu, daß Beobachtung, Experiment und mathematische Analyse an die Stelle "geoffenbarter Glaubenswahrheiten" traten. Der stets mit Machtinstinkt ausgestattete Klerus der katholischen Kirche jener Zeit schätzte diese Gefahr durchaus richtig ein. Für ihn war es nur konsequent, durch Anwendung seiner "Heilsmittel" Mord (so an Giordano Bruno am 17.2.1600) und Folter (mit der Galilei bedroht wurde) dieser Entwicklung zu begegnen. Es mußte für jeden phantasiebegabten Kleriker offenkundig sein, daß mit der neuen Art des wissenschaftlichen Untersuchung die bisherige Vormachtstellung der Theologie enden würde.




LG
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