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Wie ich bereits schrieb, darf bei der Evolution nicht vergessen werden, dass Viren eine Schlüsselrolle zukam: der Austausch von Genen zwischen verschiedenen Lebewesen.
Viren kopieren meist noch ein Stück des Erbgutes der Zelle, die sie befallen haben in ihr Erbgut hinein. Da nicht jeder Befall einer Zelle von Viren die Zerstörung der Zelle bedeutet, besteht immer eine Chance, dass ein Teil des Erbgutes des Virus in eine Zelle eingebaut wird und die Zelle noch lebensfähig ist. Nehmen wir an, ein Virus übernimmt die Information „Flügel“ und überbringt sie einem flügellosen Insekt, wenn das Virus die Keimzelle erwischt, dann haben die Nachkommen des Insekts Flügel. Das ist zwar sehr unwahrscheinlich, im Laufe der Jahrmillionen aber unumgänglich.
Wenn jemand vor „Intelligent Design“ ausgeht, dann muss er auch sagen, dass Gott schlechte Arbeit getan hat, denn 99,99% aller Spezies, die je auf dieser Erde gelebt haben sind bereits ausgestorben. Anders ausdrückt: ein Zehntausendstel aller Arten sind in der Jetztzeit noch Existent. Pro Art, die heute auf der Erde lebt, mussten Zehntausend Arten aussterben, da sie nicht genügend an die Umwelt und deren Wandel angepasst waren. Für eine Erschaffung in Vollkommenheit ein schlechtes Ergebnis.
Die Evolution widerlegt Gott nicht.
Menschen, die die Evolution zu widerlegen versuchen, tun das um sich wenigstes diesen einen Gottesbeweis zu bewahren.
Aber Gott braucht keinen Beweis.
Gott kann erfahren werden, nicht aber bewiesen werden.
Die Erfahrung von Gott kann jeder Mensch ausschließlich alleine machen.
Gruß Martin
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@kereng
| Zitat: |
Die Verschlechterung der Lichtausbeute kann so schlimm nicht sein, denn unser Auge bekommt noch genug Licht zum Sehen, obwohl die Netzhaut tief in einer Höhle hinter einer winzigen Öffnung liegt. |
Neukamm war anscheinend klug genug darauf nicht so zu antworten wie du es getan hast.
Dieses Wesen soll doch nach der Selektion gerade deswegen überlebt haben, weil es besser sehen konnte. Es liegt doch auf der Hand das ein besseres Sehvermögen einen ungleich größeren Vorteil bringt, als ein schlechtes 'geschütztes' Sehvemögen.
Es müsste tausende Generationen halb blinder Lebewesen gegeben haben
, bis sie irgenwann zu einem voteilhaften Stadion gekommen wären.
Bevor es soweit wäre, hätte aber schon längst die unbermherzige Selektion gegriffen und dies im Ansatz beendet.
Insgesamt war es eine äußerst schwache Antwort von Neukamm.
Auf einige Sachen konnte er nicht antworten. Zuviel musste er einräumen.
Und die Antworten waren deutlich zurückhaltender, und bei weitem nicht so sicher wie bei Meis.
Und was immer wieder auffällt:
Es wird immer von einer Urlebebensform ausgegangen. Man hüllt sich in dezentes Schweigen: Wie soll das erste Leben entstanden sein!
Soviele Sackgassen!
Meis bringt es wieder auf den Punkt:
| Zitat: |
Man könnte meinen, nun seien Neodarwinisten am Ende. Dies ist jedoch nicht der Fall! Sie haben ihre Aussagen vielmehr bis in alle Ewigkeit gegen jeden Angriff immunisiert: Zukünftige Entdeckungen sollen beweisen, dass Evolution doch funktioniert. Die vielen Wissenslücken würden sich noch schließen und die vielen Gegenbeweise würden damit ungültig gemacht werden. Auf dieser erhofften zukünftigen Grundlage wird weiter geforscht. Diese Art der Argumentation kann natürlich auch als Kapitulation vor der erdrückenden Beweislast gewertet werden und als Eingeständnis der Unfähigkeit, die geforderten Beweise für die Richtigkeit der Evolutionstheorie zu liefern. Der einzige "Beweis" für eine Evolution ist und bleibt deren angebliche Notwendigkeit, wenn man einen intelligenten Designer als Erklärung von vornherein ausschließt. |
Gruß an alle
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| manas hat folgendes geschrieben: |
Dieses Wesen soll doch nach der Selektion gerade deswegen überlebt haben, weil es besser sehen konnte. Es liegt doch auf der Hand das ein besseres Sehvermögen einen ungleich größeren Vorteil bringt, als ein schlechtes 'geschütztes' Sehvemögen.
Es müsste tausende Generationen halb blinder Lebewesen gegeben haben
, bis sie irgenwann zu einem voteilhaften Stadion gekommen wären.
Bevor es soweit wäre, hätte aber schon längst die unbermherzige Selektion gegriffen und dies im Ansatz beendet. |
Deiner Meinung nach hätten die Tiere mit den "halbfertigen" Augen sofort wieder aussterben müssen. Schön, dass du bereits in Ansätzen der Evolutionstheorie entsprechend denkst. Aber solche Tiere leben noch heute.
Tatsächlich ist die Schutzfunktion nicht der einzige Vorteil, wenn man die Sehzellen in einer Mulde unterbringt. Im Gegensatz zur außenliegenden Sehzelle kann die Sehmulde nämlich schon Richtungen unterscheiden.
Sieh dir die Augen der Napfschnecke (Nr 5) und des primitiven Tintenfischs Nautilus (Nr 6) an:
Link mit langem Text (am besten gleich nach unten blättern und das Bild anklicken) oder Kurzform oder Klicki-bunti.
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Auch wenns langsam ärgerlich wird, die Theorie kann man nicht retten!
Ein weiteres mal lassen wir Meis zu Wort kommen:
| Zitat: |
M. Neukamm: Es war nun eine Doppelfunktion, die den glücklichen Umstand fügte, daß sich so nebenbei ein Organ bildete, das erstmals neben dem "Richtungs- und Bewegungssehen" ein scharfes Abbild der Umwelt lieferte: [Unterstreichungen von mir]
Zum scharfen Sehen gehört mehr als eine möglichst kleine Öffnung (Blende). Der Hauptfaktor liegt in einer hohen Anzahl von einzelnen Photorezeptoren und angeschlossenen Sehnerven. Diese müssten sich also zeitgleich mit einer kleinen Blendöffnung entwickelt haben, damit diese überhaupt einen Sinn gemacht hätte. Dann muss sich ein entsprechend komplexes Sehzentrum im zentralen Nervensystem gebildet haben, dass in der Lage ist, die einzelnen Lichtsinnesreize zu einem gesamten Bild zusammenzufügen, dass von dem Lebewesen auch interpretiert werden kann. Ganz unberücksichtigt bleibt dabei, dass das Bild bei einem Linsenauge natürlich auf dem Kopf steht und erst in einem (sich auch gleichzeitig entwickelten) den Anforderungen angepassten Sehzentrum gedreht werden musste (eine komplexe Funktionalität in einem programmierbaren Nervensystem). Das ist ein Beispiel für das Problem der Synorganisation und der nichtreduzierbaren Komplexität! All das muss gleichzeitig entstanden sein, damit das neue System funktioniert. Es würden sich niemals mehrere Lichtrezeptoren bilden, wenn diese nicht an ein Sehzentrum angeschlossen wären, bzw. dieses Sehzentrum noch gar nicht existieren würde. Auch würde sich nie ein Sehzentrum mit komplexen Funktionen bilden, wenn es nur einen Lichtrezeptor gibt. |
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| Das ist ein Beispiel für das Problem der Synorganisation und der nichtreduzierbaren Komplexität! All das muss gleichzeitig entstanden sein, damit das neue System funktioniert. |
Nein, da muss es nicht. In Hoimar von Dithfurt „Im Anfang war der Wasserstoff“ ist die Entwicklung des Auges sehr genau nachzuvollziehen. In früheren Lebensformen hat das Sehen noch eine sehr untergeordnete Rolle gespielt. Es ging mehr um die Unterscheidung von Hell und Dunkel. Die Zwirbeldrüse steuert unseren Tagesrhythmus. Sie war das Organ, an das die Informationen hauptsächlich gingen. Erst nach und nach entwickelte die Evolution immer neue Raffinessen, das Optische besser zu verwerten und somit einen Vorsprung vor Jäger bzw. Beute zu bekommen. Da bekanntlich Viren Erbgut verschiedener Spezies austauschen können, entstand somit ein Wettrüsten der Evolution zwischen Jägern und Gejagten.
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