Gott - Aus den Bahai-Schriften


Hallo Reinwiel,
Zitat:
es würde mich in diesem Zusammenhang wirklich interessieren, ob Gott in den Bahai-Schriften denn überhaupt einen Namen hat. Gut, man kann Gott namenlos umschreiben, ihn als nicht ausdrückbar hinstellen, ihn über alle Fassungskraft erhaben preisen.

Aber ist eine solche Beschreibung ein Name? Brahma, Krishna, Allah, Elohim, Jehova und nicht zuletzt Jesus Christus bilden deutlich eine an einen Namen verbundene Vorstellung von Gott.

Könnte man sagen, die Bahai-Religion hat keinen Namen für Gott außer das Wort Gott?

Ich bin neugierig. Liebe Grüße - reinwiel


Ich bin zwar nicht Deas, aber ich lasse nicht gern eine Frage unbeantwortet.

Hier hat schon Troja früher einmal zu diesem Thema eine Antwort gegeben:
Zitat:
Größter Name

Bahá (arab. Herrlichkeit) ist der Größte Name Gottes, der bis zu seiner Offenbarung der verborgene, aufbewahrte und von Mystikern und Heiligen früherer Religionen gesuchte Name Gottes. Er ist der Name Baha'u'llahs, bezeichnet auch die Grußformel Allah-u-Abha ( Gott ist der Allherrlichste ), die in der Zeit des Exils in Adrianopel die alte Grußformel Allah-u-Akbar (Gott ist der Große) ablöste. Eine andere Form des Größten Namens ist die Anrufung Ya Baha'u'l-Abha (O Du Herrlichkeit des Allherrlichsten).


Viele Grüße!
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Guten Morgen minou!

Danke für die Auskunft, dass Baha der Name Gottes ist. O ja, Herrlichkeit ist ein Begriff und wenn man Baha andächtig in den Mund nimmt, wende ich mich an die Herrlichkeit. Oder in anderer, erweiterter Form "O Du Herrlichkeit des Allerherrlichsten".

Nach meinem Gefühl sind das alles Anpreisungen, Verherrlichungen eines Gottes, der in seiner Unvorstellbarkeit unendlich weit entrückt ist. In der Regel wohl ein Gott der Kraft, der Allmacht, so wie Gott in seiner Transzendenz empfindbar und auch erfahrbar wird. Alles wunderbar.

Und doch entsteht das Gefühl, Gott stellt in dieser ganzen Vorstellungswelt keine Person dar. Wenn ich bei Gott "nur" seine Herrlichkeit anspreche oder anrufe, wird mir nur diese Herrlichkeit eine Antwort geben. Sie gibt mir unter Umständen die Auskunft, wie herrlich in Wirklichkeit auf der Erde alles verlaufen und gemacht werden sollte; was für Herrlichkeiten mich im Paradies erwarten werden. Aber aus Bestimmung.

Das erste würde dem echten Christsein entsprechen, das aus Demut und Liebe die Welt wunderbar verändern würde, sozusagen herrlich machen würde. Das zweite entspricht in etwa der christlichen Vorstellung von der ewigen Glückseligkeit im Himmel, wobei gesagt werden muss, dass sich viele Christen ein ewiges Halleluja ziemlich langweilig vorstellen.

Macht nichts. Den Frieden, den die Welt noch nicht erlebt hat, die Seligkeit im Jenseits, die noch kein Auge gesehen, kein Ohr gehört hat - für das muss in Wirklichkeit jeder in seiner Religion arbeiten. Das könnte doch verbinden? meint mit lieben Grüßen - reinwiel
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Bedenke dass du die Erde nur besuchst.
www.reinwielt.at
Hallo Reinwiel ,

ich denke, wir haben alle den selben einen Gott; und Er muss wohl der Allerherrlichste sein. Welche anderen Attribute können wir schon wagen, Ihm zuzuordnen? Der Allerherrlichste inkludiert ja schon alle Liebe und alles Gute.

Dass uns im Jenseits langweilig wird, glaube ich nicht, denn ich stelle mir vor, dass wir dort auch wieder Aufgaben zugeteilt bekommen. Wir können nur hier auf Erden die Art und Weise der jenseitigen Welten noch nicht erfassen. Jedenfalls verspricht uns Baha'u'llah, dass es unbeschreiblich herrlich sein wird.

Zitat:
Den Frieden, den die Welt noch nicht erlebt hat, die Seligkeit im Jenseits, die noch kein Auge gesehen, kein Ohr gehört hat - für das muss in Wirklichkeit jeder in seiner Religion arbeiten. Das könnte doch verbinden? meint mit lieben Grüßen - reinwiel


Das, lieber Reinwiel, glaube ich auch! Religionen sollen verbinden und nicht trennen.

Liebe Grüße von Minou
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Schönen guten Morgen Minou!

O ja, wir haben sicher alle denselben Gott. Das was Gott immer so verschieden werden lässt, das ist nur der oft grundlegend andere Zugang der Menschen zu Gott. Hat ein Mensch keinen Zugang zu Gott, dann ist Gott, obwohl für uns zweifellos vorhanden, für so einen Menschen ein Fragezeichen, ein Nichts, eine auszuschließende Größe.

Und dann gibt es ja all die verschiedenen Stufen der Gotteserkenntnis. Der eine sucht die rationelle Erkenntnis, der andere eher die Schwingung, den Liebesausdruck Gottes, der auf dem Weg der wenigen Worte leichter zu erfassen ist. Doch wenn in all das verschiedene Streben Egoismus, Rechthaberei oder Profilierungssucht hineinkommt - ja dann sieht es schlecht aus.

Scheinbar muss sich das Wertvolle zuerst immer geschlagen geben. Die erwünschten und ersehnten herrlichen Zustände bleiben ferne, auch im Jenseits. Aber das ist es: Sich für selige, herrliche Zustände einzusetzen und sie zu erarbeiten, das ist Ziel und Aufgabe im Diesseits wie im Jenseits.

Ich nehme hier im Besonderen Bezug darauf, dass das Jenseits nicht ein Ort allein der Seligkeit/Herrlichkeit ist, die sofort gegeben wird, sondern ein feiner Zustand mit Arbeit, Beschäftigung, Entwicklung, Freude und unter bestimmten Voraussetzungen auch mit Leid. Also da gibt es viel zu tun, viel zu erleben. Auflösung, Totenstille? Nein, nicht in meiner Auffassung. Es kommt ja auch vor, dass es selten und kulturbedingt zu einer Reinkarnation kommen mag. (Gottes Wege sind vielfältig!)

Mit dem nehme ich nun für eine längere Zeit Abschied von den vielen Diskussionen, die hier geführt werden.

Liebe Grüße und den Segen Jesu Christi! - reinwiel
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Hallo Reinwiel,

oh, das tut mir sehr leid, dass Du Dich für längere Zeit verabschiedest!
Deine Beiträge sind wunderbar erbaulich. Ich hoffe, Du kommst nach einiger Zeit wieder in dieses Forum.

Deinen obigen Beitrag kann ich nur unterschreiben. Über die Reinkarnation hat Baha'u'llah uns allerdings gesagt, dass sie nicht vorkommt. Aber das sagen die christlichen Religionen ja auch.

So wünsche ich Dir alles Liebe und Gute! Möge Gott Deine Wege leiten!

Minou
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Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hmm

....
Liebe Katja,

was willst Du damit sagen :

Zitat:
Hmm


Herzliche Grüße!
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
wie kommt man nach bahai religion in den himmel
Hallo Talha,

in der Baha'i-Religion sind Himmel und Hölle Symbole für Gottnähe und Gottferne. Die Seele kann sich aber im Jenseits noch weiterentwickeln.
Abdu'l Baha sagt dazu Folgendes:
Zitat:
Wie die Wirkungen und der Nutzen des Lebens im Mutterleib nicht an jenem dunklen, engen Ort zu suchen sind, wie der Zweck und Nutzen des Wachstums und der Entwicklung in jener vorherigen Welt erst dann offenbar werden, wenn das Kind in unsere weite Welt eintritt, so werden Lohn und Strafe, Himmel und Hölle, Vergeltung und ausgleichende Gerechtigkeit für die im gegenwärtigen Leben begangenen Taten in jener anderen Welt offenbar werden. Und wie das Leben im Mutterleib, für sich genommen, ein unsinniges Leben ohne Bedeutung wäre, so wäre der gesamte Vorgang des Lebens sinnlos und töricht, trügen das Dasein in dieser Welt und die hier vollbrachten Taten nicht in der jenseitigen Welt ihre Frucht.

Abdu’l Baha


Liebe Grüße!
Zitat:
Aus den Bahá’í – Schriften
Gott bezeugt die Einheit Seiner Gottheit und die Einzigartigkeit Seines Wesens. Auf dem Thron der Ewigkeit, von den unzugänglichen Höhen Seiner Stufe verkündet Seine Zunge, dass es keinen Gott gibt außer Ihm. Unabhängig ist Er von allen anderen und seit je Zeuge Seiner Einzigkeit, Offenbarer und Verherrlicher seines Wesens. Wahrlich, Er ist der Allgewaltige, der Allmächtige, der vollendet Schöne.

Er ist höchster Herr über Seine Diener und steht über Seinen Geschöpfen. In Seiner Hand ist der Quell aller Herrschaft und Wahrheit. Durch Seine Zeichen ruft Er die Menschen ins Leben und lässt sie sterben durch Seinen Zorn. Er darf nicht befragt werden über Sein Tun, und Seine Macht ist allem gewachsen. Er ist der Mächtige, der Allunterwerfende. In Seinem Griff hält Er das Reich alles Erschaffenen, und fest ruht in Seiner Rechten das Reich Seiner Offenbarung. Seine Macht umfängt wahrlich die ganze Schöpfung. Sein ist Sieg und Allgewalt. Sein ist alle Macht und Herrschaft. Sein ist Ruhm und Größe. Er ist wahrhaftig der Allherrliche, der Gewaltigste, der Unbedingte.

Bahá’u’lláh, Gebete u. Meditationen 57:1-2
mein Herz schlägt für diese schönen Zeilen und ich denke vielen anderen geht es auch so..Gott wird einem näher gebracht und so klar dargelgt das man nur daran glauben kann....

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