Wieder mal Abschiebung... aufgeschoben...


Dazu erst einmal ein Artikel/Mail zum Hintergrund:

Zitat:
Wir würden uns freuen, wenn auch Sie einmal bei uns reinschauen.
http://www.goslarsche-zeitung.de

Absender: Markus

Zahra Kameli kämpft nach wie vor gegen Abschiebung

BAD HARZBURG. Der Fall des iranischen Ehepaares Behsad Safari und Zahra Kameli, das vor Jahresfrist gegen seine zwangsweise Trennung kämpfte, weil Ehefrau Zahra vom Landkreis abgeschoben werden sollte, ist noch nicht zu den Akten gelegt. Safari war im Mai mit seiner Tochter in den Iran ausgereist, seine Frau blieb untergetaucht. Der „Arbeitskreis Asyl Göttingen“ bemüht sich jetzt um den Verbleib Zahra Kamelis in Deutschland. Sie habe sich von ihrem Mann getrennt, und Angst, im Iran als Ehebrecherin gesteinigt zu werden.

Quelle: E-Mail, den Zeitungsartikel vom 3.2.'05 gibt's hier im Netz.

Und jetzt die gute Nachricht von heute:
Vorhin kam in den Nachrichten, dass nach Demonstrationen am Frankfurter Flughafen die Auslieferung gestoppt wurde, als sich der Pilot weigerte, die Frau in seinem Flugzeug gegen ihren Willen mitzunehmen. Zahra wurde daraufhin in der Uniklinik Frankfurt untersucht, und als nicht transportfähig eingestuft, woraufhin sie auch aus der Abschiebehaft entlassen wurde.

Ist nur die Frage, wie lange?!?
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Liebevolle Grüße,
Markus
Lieber Markus,

Falls Du zu Frau Kameli oder zu ihrem Anwalt Kontakt hast, folgende Tipps:

1. Kirchenasyl beantragen. Das geht in jeder Kirchengemeinde, die sich prinzipiell dazu bereit erklärt. Informationen gibt für den Bereich Goslar z.B. von der Evangelischen Studenten-Gemeinde in Göttigen, ferner vom Dominikanerkloster in Göttingen sowie vom Dominikanerkloster in Köln.

2. Klage wegen Verstosses gegen die EU-Menschenrechtskonvention zu Lasten der Bundesrepublik Deutschland beim Eurapäischen Gerichtshof in Strassburg einreichen und einen Abschiebestopp mit vorläufiger Duldung im Eilverfahren beantragen - dauert, aber im vorliegenden Fall könnte es klappen. Es gibt bereits zahlreiche, ähnlich gelagerte Fälle, die von der EU gegen die BRD positiv entschieden wurden.

3. (und absolute "Notbremse") Flucht in die Botschaften der Länder Frankreich, Schweden oder/und Schweiz und dort unter Hinweis auf das schwebende Verfahren in Strassburg Asyl beantragen. Gerade Frankreich und Schweden sind da wesentlich grosszügiger als Deutschland.

Liebe Grüsse
-Thomas-
Abschiebung ist total sch... besonders dann, wenn die Flüchtlinge längerer Zeit in Deutschland "lebten".
Code:
Abschiebung ist total sch... besonders dann, wenn die Flüchtlinge längerer Zeit in Deutschland "lebten".


Hier erst mal volle Zustimmung!!!!!!!!!!!!!

Und dann macht es mich immer wieder wütend wenn ich höre wie Gerichte hier entscheiden. Menschen deren Leib und Leben gefährdet ist, die harmlos sind, niemanden etwas zu leide tun, sollen abgeschoben werden und das meist noch in einer Nacht und Nebel Aktion.
Gängster hingegen dürfen hier bleiben.

Ich habe einige Freunde im Iran, die haben nichts gegen Christen, dies wäre ja auch sicherlich nicht das Problem dort. Aber gerade die strengen Mullahs könnten die Todesstrafe wegen des konvertierens zu einem anderen Glauben verhängen.
Ich finde dies zwar nicht in Ordnung, jeder sollte seinen Glauben frei wählen können. Aber das nützt ja nichts wenn ich das sage.
Ich hoffe sie kann hier bleiben.

By the way -- "Mehmmet" ist wieder im Gerede. Solchen Typen sollte man das Aufenthaltsrecht entziehen, und nicht harmlosen Bürgern.
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Allâhu nûru s-samâwâti wa-l ard
Gott ist das Licht von Himmel und Erde

Aysha
Aysha hat folgendes geschrieben:

By the way -- "Mehmmet" ist wieder im Gerede. Solchen Typen sollte man das Aufenthaltsrecht entziehen, und nicht harmlosen Bürgern.


Also das Thema so zu banalisieren ist doch nun auch nicht richtig. Mehmet hat schon vor seinem 14. Geburtstag mehr als 60 Delikte begangen.
U. a.: Diebstahl, schwere Koerperverletzung, schwerer Raub etc.

Zwischen ihm und dem paar aus dem Iran liegen doch Welten.

Ausserdem: Mehmets Eltern sind schon seit Jahrzehnten in Deutschland ansaessig gewesen. Er ist in Deutschland geboren und hat deutschen Kindergarten und Schule besucht. ich denke, dass unsere Gesellschaft in die aussenseiterposition gedraengt hat, in der er sich jetzt befindet. Neimand anderes hat dafuer Verantwortung zu tragen.

L.Krieg
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Pray for my lost soul who is walking a lonesome road to perdition.
also auch ich bin der meinung, das tsolche frauen nicht in ihr eigenes land abgeschoben werden sollte. da können wir sie doch gleich er schießen. aber lassen wir eine solche frau in deutschland, müssen wir das selbe recht anderen frauen und anderen männern und nderen kulturen eben so tun. und dann icht unds nicht geholfen .also was tun? nach luxenburg oder anderen deutschprachigen gebiten weit weg von den glaubensbrüden?
Guten Morgen L.Krieg! Ich denke, das jeder für das, was er tut oder auch das, was er bewußt unterlässt, selber die Verantwortung trägen muss. Wenn sich ein Mensch für Gewalt entscheidet - wie Mehmet, dann hat er auch dafür gerade zu stehen. Wo und in welchem Land ist mir persönlich völlig egal. Seine Opfer - und die sind zahlreich - haben sichschließlich auch mit den Folgen seines Handelns auseinanderzusetzen - falls sie noch leben und denken können. Die Aufmerksamkeit für den Täter scheint doch manchmal extrem Vorrang vor den Opfern zu haben. Traurig, traurig... Die Kindergärten und Schulen, die dieser Junge besucht hat, haben doch wohl auch viele, viele unauffälligen und menschlichen Kinder hervorgebracht - kann es also nur an diesen Einrichtungen liegen?!? Nicht der Täter sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Opfer und die Konsequenzen für den Täter !
Ganz so einfach ist das nicht, liebe Marion,

natürlich entscheidet sich ein Mensch mit 18-20, wie er seinen Lebensweg geht. Aber wenn einer schon mitr 13 anfängt, krumme Wege einzuschlagen, dann ist das nicht nur sein persönlicher Fehler, sondern auch der Fehler der Eltern, der Lehrer, der Nachbarn, kurzum der gesammten Umgebung. Denn: Wenn es das Umfeld des Jungen nicht durch Erziehung fertig gebracht hat, dem Jungen grade Wege beizubringen - dann ist`s kein Wunder, wenn aus dem Burschen auch im späteren Alter kaum noch was wird.

Tja, was lief schief bei Mehmed? 1. Vermute ich mal, dass der Junge zwischen zwei Kulturen hin- und hergerissen war. Bei den Eltern vorwiegend türkische Kultur, in der Schule gemischte Kulturen, auf dem Schulhof die "kultur des Rechts des Stärksten". Integration? Fehlanzeige:
Der Schule fehlen die Gelder für die Pädagogen, den Eltern fehlt die Bereitschaft, sich mit ihren traditionellen Werten in der neuen Gesellschaft einzubringen, die Wege, mit denen ein Bundesland der Selbstisolation und Selbstghettoisierung von ausländischen Mitbürgern entgegen wirken könnte, werden mangels Finanzen und wegen Selbstherrlichkeit der Landesregierungen nicht eingeschlagen.

Wenn dann ein blutjunger Mensch letztlich mit 13 Jahren anfängt, daran zu zerbrechen, dann ist`s kein Wunder, wenn aus dem nix mehr wird. Schuld an Mehmed haben nicht nur er und seine Eltern - Schuld am Schicksal sind Alle!
Tja, dann sind es wohl wie immer viele, viele Faktoren... keiner war es so richtig....jeder vielleicht ein bischen...aber wo bitte, lieber Thomas soll man dann anfangen. Warum, weshalb und wieso ist sicherlich eine gute und logische Fragestellung, aber auch in den Ghetto`s geht nicht jedes Mädel der Prostitution nach und nicht jeder Junge klaut.. ..Ich komme ursprünglich aus Köln/Umgebung und bin mit vielen Ausländern ab der ersten Generation zusammen "groß geworden" und ich denke, das wir heute einen gänzlich anderen Antritt haben. Es ist mehr als 40 Jahre her, seit die ersten "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das sowohl das von Dir Genannte stimmt, aber auch ein gewisser" Poker" im Alltag in der Grauzone verläuft, und für den hat jeder selber gerade zu stehen, egal wie alt er ist. Die Opfer wurden auch nicht nach ihrer Lebenssituation gefragt, welchen Hintergrund, welche Zukunftsabsichten... sie ggf haben/hätten. Wenn "aus dem dann nix mehr wird" wie Du es so treffend nennst - tja, was machen wir denn dann? Ist es dann nicht so wie beim Kartenspiel "Schwarzer Peter" - keiner will ihn haben....Das kann ja dann auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein, denn der junge Mann hat ja noch mindestens - statistisch - 60 Jahre zu leben. Sicher alles nicht einfach, aber ich denke auch, dass wir nicht alles einfach immer entschuldigen sollten. Nichts für ungut )