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Richter nennt Zeugen Jehovas "Gesellschaft mit zwei Ges












Berlin - Der jahrelange Rechtsstreit der Zeugen Jehovas gegen das Land Berlin mit dem Ziel, die Religionsgemeinschaft zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu machen, ist neu aufgerollt worden. Am Donnerstag begann die Verhandlung vor dem Berliner Oberverwaltungsgericht, ein Urteil war noch nicht absehbar. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts könnten die Zeugen Jehovas von ihren rund 210 000 Mitgliedern in Deutschland Kirchensteuer erheben, Vertreter in Rundfunkräte schicken, als Träger der Jugendhilfe anerkannt werden und weitere Privilegien erlangen - obwohl sie selbst Mitglieder ausschließen, die sich aktiv an staatlichen Wahlen beteiligen.

Der Vorsitzende Richter Ulrich Monjé zitierte zum Prozessauftakt mehrere Begründungen des Berliner Senats für die Ablehnung des Antrags, den die Zeugen Jehovas schon 1990 gestellt hatten. Danach verletze die Religionsgemeinschaft die Grundrechte ihrer Mitglieder. Berichte von Aussteigern und Anti-Sekten-Initiativen bezeugten, dass Zeugen Jehovas ihre Kinder bei "Fehlverhalten" exzessiv verprügelten und ihnen den Besuch höherer Schulen und das Studium verwehrten. Ferner gefährdeten sie das Leben von Kindern, weil sie Bluttransfusionen grundsätzlich ablehnten und staatliche Schutzmaßnahmen erschwerten. Die Religionsgemeinschaft bestreitet die Vorwürfe.
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Monjé kritisierte, das Land Berlin habe seine Vorwürfe nicht durch objektive Aussagen belegt. Die Zeugen Jehovas hingegen erschienen dem Richter als "Gesellschaft mit zwei Gesichtern", die nach außen hin "theokratische Kriegslist" anwende. In der Vergangenheit hätten die Mitglieder strenge Erziehungsmethoden vor Gericht mit der Bibel gerechtfertigt, in deren Sprache "Zucht und Rute" gebräuchlich sei. Nachdem Gewalt in der Erziehung in Deutschland im Jahr 2000 gesetzlich geächtet wurde, hätten die Zeugen Jehovas sich wesentlich liberaler präsentiert.

Das Land Berlin hatte den 1990 gestellten Antrag der Zeugen Jehovas abgelehnt, ihnen die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu verleihen. Daraufhin folgte ein jahrelanger Gerichtsstreit durch alle Instanzen. Als Erstes gab das Verwaltungsgericht Berlin 1993 den Zeugen Jehovas Recht. Das Bundesverwaltungsgericht entschied dagegen 1997, die Religionsgemeinschaft dürfe anderen Kirchen in Deutschland nicht gleichgestellt werden, weil sie politische Wahlen ablehne. Die Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe hatten dieses Urteil im Dezember 2000 aufgehoben und an das Oberverwaltungsgericht Berlin zurückverwiesen.

Die Berliner Richter müssen jetzt klären, ob Mitglieder durch die Religionsgemeinschaft in ihren Grundrechten verletzt werden. Möglicherweise müssten dazu neue Zeugen befragt werden. Das werde sich innerhalb von zwei Wochen entscheiden. Mit einem grundsätzlichen Urteil sei "bis Ende des Jahres" zu rechnen.
AP

Artikel erschienen am 26.03.2004

Quelle: http://www.welt.de/data/2004/03/26/256347.html
Religionen sind an für sich selten Demokratien, oft sind sie Hierarchien. Selbst wenn im katholischen Glauben bereits die Mehrzahl gegen das Zölibat ist und für die Frauenpriesterschaft ist, so ist das System selbst zu starr, sich nach der Mehrheit zu richten.

Andere Glaubenssysteme sind Diktatorisch. Hier wird dem Einzelnen nur noch wenig Spielraum gelassen, sich zu entfalten und noch weniger Spielraum, Kritik zu üben. So verhallen in diesem Falle keine Stimmen der Andersdenkenden, sondern sie schweigen von vorne herein.

Außerhalb dieses Glaubenssystems kann eine Kritik jedoch nicht vermeiden werden. Deshalb werden Kontakte nach außen auf die Zweckmäßigkeit reduziert. Zweckmäßigkeit ist zum einen die Notwendigkeit, zum anderen das „neue Mitglieder angeln“. Hat es nicht funktioniert, so ist der Kontakt wieder abzubrechen, denn es könnten je Denkanstöße kommen, die nicht gewünscht sind.

In dieser Isolation lebt es sich dann so geborgen wie der Hamster in seinem Käfig. Eine Weltoffenheit bleibt aus und ist auch nicht erwünscht. Es wird gewartet auf eine Theokratur und die Auslöschung aller Andersgläubigen. Wozu sich mit Seelen abgeben, die sowieso bald ausgelöscht werden. Wieso auf die zugehen, die Gott verabscheut?

Irgendwann wird dann Gott auf die Erde kommen und die Auserwählten rufen: „ihr werdet schon sehen ... seht ihr, das habt ihr nun davon!“.

Meine Frage ist nur, kann man in solch einen Gottesbild wirklich glücklich werden?
Ein Gottesbild das mehr von Furcht als von Liebe geprägt ist!
Kann diese Isolation und die daraus entstehende Hinterwäldlerei wirklich erfüllend sein?
Vermutlich nicht, aber auf Erden soll ja gelitten werden, das ist eben das Kreuz, das zu tragen ist!

Kann man nichts machen!



Oder vielleicht doch?

Gruß Martin
Hi Pax,

kennst Du die Zeitschrift - Heim und Welt - hier inserieren sehr viele ZeugenJehovas auf Partnersuche - aber das Blättchen - Yellow-Press - mit Klatsch und Tratsch ist auch besonders voll von Anzeigen von Prostituierten mit besonderen - Liebesdiensten.

Also doch die Zwei Gesichter Jahwes. Es gibt ja auch die Tempel-Prostitution in anderen Relis und im AT sind die Israelis mit Hilfe einer Dirne in Jericho eingerückt. Also keine Rückzieher machen - ist nicht verboten im Auftrag des Herrn!

Ansonsten sind die Zeugen Jehovas - harmlos und lehnen jede Art von anderem Liebeslohn ab!

Habe gehört hier gibt es eine - Secret Connection - mit dem Verlag des Herrn.

gruss biogral-micha
Zitat:
Ansonsten sind die Zeugen Jehovas - harmlos und lehnen jede Art von anderem Liebeslohn ab!


Harmlos - ich halte niemanden für harmlos - der seinen Kindern sämtliche Feste der Freude vorenthält (Weihnachten / Geburtstag / Feiern im Kindergarten........) - der notwendige Bluttransfusionen etc. verhindert.

Das ist menschenverachtend und nicht harmlos.

Übrigens hinkt Dein Vergleich mit dem Alten Testament. Wir leben nämlich nicht mehr wie vor 3000 Jahren. Ich glaube auch nicht, dass die Zeugen Jehovas zu Prostituierten gehen - da leben sie zu sehr in ihrer eigenen Angst. - Denke ich zumindest, kann ja sein, dass ich mich irre.
Hi MTG_Baldur,

mit Religion halte ich es mittlerweilen so - Jeder kocht hier seine eigene Glaubens-Suppe.

Die Religionsvielfalt und Spaltungen sind sehr groß - es gibt Staatlich organisierte Religionen (Kath. - Evangl. mit Steuer-Beutel), viele Sekten und auch irgendwelche Religions-Simpel - die uns mit Ihren eigenen Theorien in den Ohren liegen - und uns bekehren und zum Ewigen Heil führen wollen.

Micha ist Bekehrt - ich glaube - Nur Noch - was ich sehe und was ich mit meinem eigenen Gewissen verantworten kann!

biogral-micha&Girls
Forum -> Judentum und Christentum


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