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Hallo Baldur
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| Damit bezeichnest Du mich als unvernünftig! Nehm ich Dir mal jetzt nicht übel! |
Vernunft im Sinne Kants. Er gebraucht den Begriff nach einer recht strengen Definition, die im Wesentlichen die Passung einer Aussage auf die (beweisbare) Realitaet meint.
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| Die meisten Menschen können mit Wahrheiten und philosophischen Gesprächen so schlecht umgehen. |
Richtig.
Ich habe gerade mal wieder LeBon gelesen. Sehr ernuechternt:
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Die logischen Köpfe, die an die ziemlich knappen Schluß-ketten der Vernunft gewöhnt sind, können sich nicht enthalten, ihre Zuflucht zu dieser Überzeugungsweise zu nehmen, wenn sie sich an die Massen wenden, und sind immer wieder über das Fehlschlagen ihrer Beweise überrascht.
"Die gewöhnlichen mathematischen Schlüsse, die sich auf den Syllogismus, d. h. auf Identitätsketten gründen, sind notwendig", schreibt ein Logiker ... "Ihre Notwendigkeit würde selbst die Zustimmung einer anorganischen Masse erzwingen, wenn sie den Identitätsketten folgen könnte."
Gewiß; aber die Menge ist ebensowenig imstande ihnen zu folgen oder sie auch nur zu verstehen wie die anorganische Masse. Man mache z. B. den Versuch, primitive Wesen, Wilde oder Kinder, durch ein logisches Urteil zu überzeugen, und man wird einsehen, wie wenig Wirkung diese Beweisführung hat. |
Mit vernuenftiger Argumentation kommt man nicht weit...leider.
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| Falsch - Aberglaube ist das Gegenteil von Glauben. |
Das Wort leitet sich ab vom althochdeutschen ubarfengida, „was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ [1]. Aber- bezeichnet ursprünglich nicht „gegen“, sondern „darüber hinaus“, „auf der anderen Seite liegend“. Diese etymologische Wurzel erhielt sich in aberwitzig (mit Witz: „verstandesgemäß“: „über den Verstand hinausgehend“, im ursprünglichen Sinne also „transzendent“). Aberglaube bezeichnete also „den Glauben an das Übersinnliche“ und wurde erst im Kontext der Aufklärung zum „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“, „Irrglauben“.
Wikipedia |
Gut, ich fuege hinzu, das ich das Wort Aberglaube im Kontext der Aufklärung als „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“ gebrauche.
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Gewissheit liegt vor, wenn jemand einen Sachverhalt für gegeben erachtet bzw. ein Urteil für wahr hält oder der Überzeugung ist, dass vorliegende Beweise, Argumente und ähnliches ausreichen, um die Wahrheit eines Urteils zu begründen.
de.wikipedia.org/wiki/Gewissheit |
Dazu die definition Wahrheit:
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Der Begriff Wahrheit bezeichnet im allgemeinen die Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit.
de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit |
Und Wirklichkeit:
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Realität (Wirklichkeit) bezeichnet das, was unabhängig vom Subjektiven, also von Wahrnehmung, Gefühlen und Wünschen objektiv der Fall ist und existiert. Im engeren Sinne ist Realität der philosophischen und wissenschaftlichen Betrachtung und Erforschung zugänglich; Dinge der Realität sind also messbar, und können als Basis für Theorienbildung dienen.
de.wikipedia.org/wiki/Wirklichkeit |
So, jetzt haben wir unser Handwerkszeug.
Zu pruefende Aussage:
Für echte Gläubige ist es(der Glaube an Gott, Jenseits etc.) Gewissheit.
Gewissheit liegt aber dann und nur dann vor, wenn jemand ein Urteil für wahr hält oder der Überzeugung ist, dass vorliegende Beweise, Argumente und ähnliches ausreichen, um die Übereinstimmung eines Urteils mit der Wirklichkeit/Realitaet zu begründen.
Glaubensinhalte sind jedoch abhängig vom Subjektiven, also von Wahrnehmung, Gefühlen und Wünschen.
Auch sind Glaubensinhalte weder messbar, noch können sie als Basis für Theorienbildung dienen.
Deshalb kann Glaube niemals Gewissheit sein.
QED
LG
Martin
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