ich träume sehr oft von meinem Vater...


... der vor 12,5 Jahren in die jenseitige Welt vorausgegangen ist.

Dann ist er da, unterhält sich mit mir, lebt mit mir/uns
den Alltag, wie es immer war. Kein Wort von Krankheit
oder "Tod".

Einer meiner ersten Träume hatte zum Inhalt, dass wir
beide gemeinsam am Tisch saßen. Er sagte fast wörtlich:
"Die haben gemeint, ich solle wieder hierher zurück. Aber
das geht nicht. Ich lasse mich nicht auf den Arm nehmen,
denn es gefällt mir hier, wo ich nun bin, sehr gut, und ich
möchte hier auf keinen Fall wieder weg."

Vielleicht sollte dieses ja eine Botschaft sein, Trost und
er wollte mir auf dem Wege mitteilen, dass es ihm gut
geht?

Eigentlich träume ich sehr viel von denen, die vorausgingen.
Es sind aber ausschließlich schöne Träume. Da ist keine Angst,
keine Unsicherheit, keine Trauer, keine Sorge mehr. Alles ist
umgeben von Frieden, Ruhe und Ausgeglichenheit.

Zudem träume ich von meinen Tieren, von denen ich jedes
einzelne sehr geliebt habe. Wenn ich sie in meinen Träumen sehe,
sind ihre Farben viel intensiver, schöner und leuchtender, als
ich sie hier im Grobstofflichen wahrgenommen habe.
Das ist wunderschön und sehr bewegend. Du bist sicherllich ein Mensch, der Wert hält, was man ihm anvertraut.

Sicherlich ist dein Vater dein Schutzengel, oder einer von deinen Schutzengeln.

Ich hatte kürzlich einen Traum, da kam meine Oma zu mir, sie kam vom Friedhof, und im Gegensatz zu allen anderen "Toten", die einfach nur ruhig einhergingen, war sie quicklebendig. Sie war ein kleines Mädchen auf einer hölzernen Kutsche mit lustigen Pferden, und sie sagte sie bleibe nun bei mir als mein Schutzengel.
Sie sagte mir auch daß eine ganz tiefe Seelenliebe sie angezogen habe, die ich im Internet kennengelernt habe. Dies sei so schön gewesen, daß sie wach geworden sei und nun bei mir bleibe.
Und dann durchlebten wir im Traum jede einzelne Sekunde die wir miteinander durchlebt hatten, nochmal, es war so lebendig und schön, und ich durfte alles mit den Augen meiner Oma sehen, alles, was ich als Kind mit ihr erlebt hatte. Und darüberhinaus war sie ein kleines, fröhliches Mädchen, und doch meine Oma.
Es war einfach unbeschreiblich, unvorstellbar schön...

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Das ist ja unheimlich schön, Ihr Beiden. Ich wünschte ich hätte auch solche Träume, aber meistens bekomme ich nur banale, nichtssagende, unbedeutende Dinge in meinen Träumen zu sehen... hmmm....
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"Du magst denjenigen vergessen, mit dem Du gelacht hast, aber nie denjenigen, mit dem Du geweint hast." (Khalil Gibran)
"Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes." (Homer)
Was du erzählt hast von deiner Großmutter, gefällt mir
sehr gut @Yojo. Vielleicht wollte sie dir damit vor Augen führen,
wie schön es dort ist, wo sie sein darf und dass es dort keine
Krankheit und auch kein Alter gibt. Vielleicht wollte sie dir auch
nicht nur die Erinnerung an die schöne gemeinsame Zeit vor Augen
führen, sondern dir auch eine Art Dankeschön dafür übermitteln,
indem sie dich wissen ließ, dass sie nun bei dir bleiben wird?

Und Andrea wünsche ich von Herzen auch solche Träume. Warum
dies bei dir nicht - oder noch nicht - der Fall ist, weiß ich nicht. Aber
ich "spreche" sehr viel (in Gedanken) mit meinem Vater und den
anderen. Die Verbindung besteht immer noch, nur auf einer anderen
Ebene. Vielleicht versuchst du einmal, mit denen, die du gerne träumen
möchtest, einfach zu reden, zu erzählen, zu fragen?

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Es wäre doch möglich, dass wir manche Träume nur glauben zu träumen,
ich meine, dass wir uns vielleicht in der Phase des Tiefschlafs vom Körper lösen und uns kurz aber einprägsam "dort" aufhalten, Kraft schöpfen, Mitteilungen erhalten dürfen, Fragen beantwortet bekommen? Es heißt doch nicht umsonst: "der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes"?

Ich finde diese Phasen sehr aufbauend und auch sehr tröstend, vor allem dann, wenn man wieder ungebremst dieses tiefe Loch hinuntersaust und keine Hand da zu sein scheint, die einen wieder hinaufzieht...
Danke Suchende,

Hmmmm, Du meinst also ich sollte mich auf diejenigen konzentrieren, von denen ich träumen möchte, das wäre vielleicht eine Möglichkeit.

Ich träume wahrscheinlich so viel Unfug, weil ich einfach zu viel Fern schau, sehr oft ins Kino geh, zu viel Zeitung les - einfach tzu viel von Modernen Medien beeinflusst bin, die viel Inhalt haben, aber gleichzeitig auch unbedeutend sind. Vielleicht muss ich einfach abdrehen und mich auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren, dann werden meine Träume tiefsinniger wie bei euch zwei!

Zitat:
"der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes"?




SEHR schöner Gedanke, ich höre das zum ersten Mal, von wo ist das? Das werd ich in meine Signatur geben.

Andrea
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"Du magst denjenigen vergessen, mit dem Du gelacht hast, aber nie denjenigen, mit dem Du geweint hast." (Khalil Gibran)
"Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes." (Homer)
Ich hab auch nicht solche Träume - leider

Boris
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"Es liegt eben in der menschlichen Natur,
vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France
"Man will der sein der man ist." Otira
Liebe Andrea,

Zitat:
Hmmmm, Du meinst also ich sollte mich auf diejenigen konzentrieren, von denen ich träumen möchte, das wäre vielleicht eine Möglichkeit.


Ja. Oder einfach an sie denken. Unterhalte dich doch in Gedanken mit ihnen. Erzähle ihnen, was dich freut, was du dir wünschst. Stelle Fragen. Sage ihnen, wenn Trauer dich überkommt oder du in einer Situation nicht weiter weißt. Ich denke persönlich, dass es wichtig ist, sich intensiv zu öffnen, nicht zu rufen "bitte komm und erzähle mir...", das, glaube ich, wird nicht funktionieren. Aber es ist m.E. einfach die Tatsache, sich im Diesseits für die Abläufe im Jenseits zu öffnen, an sich das Gute heranlassen zu wollen, die uns die, die wir vermissen, spüren lässt.

Zitat:
Ich träume wahrscheinlich so viel Unfug, weil ich einfach zu viel Fern schau, sehr oft ins Kino geh, zu viel Zeitung les - einfach tzu viel von Modernen Medien beeinflusst bin, die viel Inhalt haben, aber gleichzeitig auch unbedeutend sind. Vielleicht muss ich einfach abdrehen und mich auf die wichtigen Dinge des Lebens konzentrieren, dann werden meine Träume tiefsinniger wie bei euch zwei!


Ich denke nicht, dass es daran liegt, dass du zu viel Fernsiehst oder ins Kino gehst. Auch Zeitung lesen ist nicht falsch. Ich sehe auch viel fern, allerdings auch sehr viel Informatives. Vielleicht kannst du einfach nicht richtig abschalten? Versuch doch mal, in die Natur zu gehen. Abends, wenn es dunkel und ganz ruhig ist. Die Ruhe kannst du hören, spüren. Oder freue dich an den Dingen, die uns Gott gegeben hat, an der Natur, an den Tieren. Das schafft bei mir einen sehr starken inneren Ausgleich. Leider gehen viele Menschen (damit meine ich nun nicht dich oder die anderen user hier, ist nur ein zusätzlicher Gedankengang) tagtäglich an diesen Dingen vorbei, ohne sie wahrzunehmen und schätzen sie somit nicht. Erst, wenn diese Dinge irgendwann nicht mehr da sind, merken sie, dass etwas fehlt. Wenn Böses in dieser Welt geschieht, wie z.B. das Geiseldrama aktuell in Russland, dann fragen viele "wo ist denn Gott gewesen"? Aber es ist der freie Wille des Menschen, nicht Gott, der Böses tut. Nur umgekehrt frage ich mich, warum diejenigen nicht einfach einmal zum Wunder des Lebens, zu den Schönheiten der Natur sagen "danke, lieber Gott, dass du uns das gibst, und danke, dass ich einer derjenigen sein darf, die sich daran erfreuen können".

Weißt du, es gelingt mir (nicht immer, aber sehr oft), im größten Durcheinander und Krach um mich herum, einfach abzuschalten. Und ich kann, obwohl ich hellwach bin, ganz tief mich "wegträumen"...

Zitat:
"der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes"?


Die Herkunft ist mir nicht bekannt. Ich weiß nur noch, dass ich als kleines Kind sehr wissbegierig war und wohl meine Mutter irgendwann einmal fragte, was geschieht, wenn wir schlafen. Diesen Ausspruch habe ich von ihr. Sie hat mir sehr vieles bildlich oder in Vergleichen erklärt, dann konnte ich mir immer etwas unter dem vorstellen, was ich wissen wollte.

Zitat:
SEHR schöner Gedanke, ich höre das zum ersten Mal, von wo ist das? Das werd ich in meine Signatur geben.



Nun, ich denke, dass die, die in der anderen Welt ihre Wohnung bezogen haben, sich nach einer gewissen Zeit, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, sich mit uns in Verbindung zu setzen versuchen. Glaube, dass sie sich auf dem Wege, auf dem sie sicher sein können, dass wir darauf reagieren, bei uns "melden". Ich glaube es nicht nur, ich weiß es.
Boris hat folgendes geschrieben:
Ich hab auch nicht solche Träume - leider

Boris


wenn ich könnte, würde ich dir einen Traum schenken...
suchende hat folgendes geschrieben:
Boris hat folgendes geschrieben:
Ich hab auch nicht solche Träume - leider

Boris


wenn ich könnte, würde ich dir einen Traum schenken...


Geh Suchende, kannst mir nicht auch so einen Traum schenken/schicken? Du hast es zu gut, wenn Du solche Träume hast.

Also meine Träume könnte man so zusammenfassen:

1) 30% davon kann ich mir nicht erklären, da spinnt die Seele wohl
2) 40% der Träume kann ich mir schon erklären, aber sie sind nicht tiefsinnig. Zb wenn ich durstig bin, dann wach ich plötzlich in der Nacht auf mit einem trockenen Mund nach einem Traum, wo ich in der Wüste gewandert war. Oder ich bin im Traum umgeben von grossem Lärm und wache auf und höre die Baustellenarbeiten.
3) 20% der Träume sind sehr intensiv (positiv intensiv) und ich grüble noch mindestens zwei Tage darüber, zb träum ich von jemanden, den ich gern hab und muss dann zwei Tage an diesen Traum und diese Person denken.
4) und 10% der Träume sind ECHT ARGE Alpträume, zb dass ich an einer unheilbaren Krankheit leide, oder dass jemand aus meiner Familie stirbt - das ist das Schlimmste von allen.
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"Alle Religionen lehren, daß wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und daß wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen." -- Abdul-Baha
@friend,

natürlich würde ich auch dir einen schönen Traum schenken

Na, es ist nun aber nicht so, dass alle Träume so aussehen.

Auch ich kann mir manches nicht erklären. Oder träume manchmal
wirres Durcheinander, vor allem, wenn ich nicht ausgeglichen bin.

Den positiven Teil deiner Träume, nach denen du über eine Person, die dir naheligt, nachdenkst: vielleicht soll dir damit etwas gesagt werden? Vielleicht denkt ja die betreffende Person dann auch gerade an dich oder sie bräuchte dich, um mit dir zu reden?

Nun, und Alpträume hatte ich auch schon. Eben auch in der Form wie du, dass man jemanden verliert. Aber ich glaube, das beruht auf tiefen Verlustängsten, die einen natürlicherweise einholen, die man tagsüber verdrängt, und nachts in seiner eigenen (physischen) Ruhe "aufweckt"...


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aber ich hatte bswp. vor ein paar Jahren ein zugelaufenes Katerchen aufgenommen. Zwischen ihm und mir entstand eine sehr tiefe Zuneigung. Das war nicht einfach, zumal er von seinem Vorbesitzer gequält und einfach rausgeworfen wurde und Zeit brauchte, um Vertrauen zu fassen. "Lucky" - so nannte ich ihn, weil ich der Ansicht war, dass er Glück hatte, ein Zuhause gefunden zu haben - wurde aber überfahren. Ich habe so sehr darunter gelitten. Aber dennoch träumte ich wenige Tage später von ihm - er kam, wie gewohnt durch's Küchenfenster, setzte sich auf die Fensterbank und machte "Köpfchen geben", ein Beweis seiner Zuneigung. Und dabei hatte er, wie ich im vorigen thread beschrieb, zwar noch seine ursprünglichen Farbe, aber sehr viel intensiver, kräftiger, leuchtender. Nach diesem Traum war ich irgendwie beruhigt, weil ich wusste, es geht ihm gut und er ist dort, wo er sich aufhält, glücklich.

Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es sich dabei einfach "nur" um Phantasiegebilde handelt...