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| shadow hat folgendes geschrieben: |
die frage ist doch, warum sehnen wir uns zeitweoise nach dem tot? um zu flüchten?
oder weil wir uns wünschen, das unsere aufgabe zu ende ist? |
Vielleicht, wie du schreibst, um zu flüchten, oder weil man möchte, dass die Aufgabe zu Ende ist.
Vielleicht aber auch, weil man gar keine Aufgabe hat,
somit seine eigene Existenz(berechtigung) in Frage stellt,
vielleicht weil man an ein Weiterleben nach dem Tod
fest glaubt und hierdurch eine Todessehnsucht entsteht, eine
Sehnsucht danach, liebe Menschen, die verstorben sind, endlich
wieder zu sehen, weil man es einfach nicht mehr erwarten kann,
in dem Falle vergleiche ich meine immer wiederkehrende Todessehnsucht mit dem Gefühl anderer Menschen, die an Heimweh oder Fernweh "leiden",
sich selbst nicht länger ertragen müssen,
die Vermutung (manchmal oder immer öfter auch Erkenntnis), dass man für sein eigenes sogenanntes Umfeld sowieso nicht wichtig ist, und die einzige "Sicherheit" darin sieht, dass es eh niemandem auffiele, wenn man weg wäre, so, wie keiner Notiz nimmt, dass und ob und wie man da ist (außer natürlich, wenn man selbst immer für andere da sein soll),
die eigene Existenz ungeschehen machen, ausradieren,
oder die Tatsache, dass man zeitweise nichts als innere absolute Leere empfindet, dieses aber, obwohl die Gefühle irgendwie geflüchtet zu sein scheinen, dann doch nicht erträgt, also ein Widerspruch an sich, welchen man irritiert wahrnimmt und nicht einordnen kann.
Es gibt viele Gründe.
Jeder Mensch hat seine persönlichen Gründe zu leben
oder nicht leben zu wollen.
Für viele unverständlich, dass diese Sehnsucht nicht wegzutherapieren
ist wie eine Grippe, nach dem Schema drei Tage Antibiotikum und die Symptome sind weg.
Einmal hineingeraten, kommt man, glaube ich, nie wieder
absolut heraus. Vielleicht ist's aber auch gar nicht so schlecht.
Vielleicht haben auch die Menschen die größere Todessehnsucht,
die sich hier im Irdischen mehr Gedanken über alles machen, sich
aller Oberflächlichkeit und Wertlosem, Vergänglichen entziehen, sich nicht in irgendwelche vorgegebene Schemata drängen lassen wollen.
Die Frage, warum man sich zeitweise nach dem Tod sehnt, sollte Vorrang haben gegenüber potentiellen Suizidanten, Vorrang vor den Vorwürfen, die hinterher kommen.
Besser vorher fragen, als nachher falsch vorwerfen. Damit erreicht "man" gar nichts...
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Tagchen
Ich persönlich reihe mich ebenfalls nahtlos in die Reihe derer ein, die sich ab und zu wirklich nach dem Tod sehnen... Ich habe zeitweise einem enormen Druck meiner Umwelt standzuhalten, und manchmal wünsche ich mir einfach, all diese Probleme und Sorgen hinter mir zu lassen, all diese kleinlich und oberflächlich wirkenden Themen zu vergessen und stattdessen doch lieber zu erforschen, was es nach dem "Tod" so alles zu erleben gibt... Aber ich bin mir ziemlich sicher zu wissen, warum ich noch lebe - ich habe noch nicht annähernd genug Menschen Liebe geschenkt
Damit wünsch ich euch allen was - vor allem denen, denen es schwerfällt, weiterzuleben
Grüße
Eine ungewöhnlich fröhliche Lillian Lo
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| ich wollte mal fragen: kennt jemand ne seite wo man sich testen kann ob man suizidgefährdet ist oder nicht?
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Ellen Lutringer hat folgendes geshrieben:
"Du bist ein Geschenk an die Menschheit,an deine Familie , an deine Freunde"
Ein tolles Geschenk! Man will es nicht, und kann's auch nicht zurückgeben! Wie soll ich mich wie ein Geschenk fühlen, wenn mich alle vom Gegenteil überzeugen wollen?! Dass ich ein Geschenk bin, hab ich noch nie gehört, aber das Gegenteil schon oft!
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Liebe Sib,
es ist sehr schwer, sich selbst anzunehmen, wenn man sich von Anderen
nicht angenommen sieht (gleichgültig ob zu Recht oder zu Unrecht) - aber
glaub' mir, es ist die sicherste und auch die einfachste Möglichkeit, auch von
Anderen Wertschätzung zu erfahren. Das ist kein religiöser Glaubenssatz -
das ist eine ganz einfache Lebenserfahrung, die Dir auch wahrscheinlich jeder
Psychologe bestätigen kann.
Ich wünsch' Dir, dass die 'Durststrecke' nicht allzu lang ist
...und ein wenig können ja wir hier auch beitragen...
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