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Selbstmord Gedanken












Liebe Unein

Du hast recht in der Möglichkeit zu zweifeln liegt enorm viel Freiheit. Im kritischen Hinterfragen liegt auch sehr viel Heil. Hätten sich die Menschen mehr daran gehalten, so hätte eine Unmenge Schaden von der Menschheit abgewendet werden können. Ich bin nur anderer Meinung bei dem Punkt wo du schreibst.......

Ich zweifle in diesem Punkt lieber, bevor ich etwas wahrscheinlich unwahres glaube!

Ich halte es eher für sehr wahrscheinlich wahr, wenn es sich durch alle Jahrhunderte und Religionen zieht, dass der Mensch zu sehr viel Besserem berufen ist, als das grausamste Tier zu sein und es auch noch selber in der Hand hat. Und wenn uns das auch noch weiterbringt, so fände ich es nur für richtig uns danach zu richten, anstatt solange zu warten, bis uns alles aufgezwungen wird, oder wir vor die Hunde gehen und nur durch Schaden klug werden. Aber wenn ich die Bahai-Lehren nicht kennengelernt hätte, so hätte ich diese Gewissheit auch nicht.

Alles Liebe
Hast du dein Argument mal Hinterfragt - hast du mal überlegt was du da eigentlich geschrieben hast??

Könnte es nicht sein, das du Zusammenhänge herstellst, die so nicht vorhanden sind.

robinson hat folgendes geschrieben:
... wenn es sich durch alle Jahrhunderte und Religionen zieht, dass der Mensch zu sehr viel Besserem berufen ist, als das grausamste Tier zu sein und es auch noch selber in der Hand hat.


Erstens - wenn es sich etwas durch die Jahrhunderte zieht und von vielen Menschen geglaubt wird (in mehreren Religionen geglaubt wird) muss es noch lange nicht richtiger sein. Ein Beispiel: Man hat über Jahrhundete geglaubt, das die Erde Mittelpunkt des Kosmos ist. Das haben fast alle Menschen geglaubt. War es dadurch richtiger? Was ich damit sagen will - die Quantität einer Vorstellung sagt nichts über die Qualität der Vorstellung aus.

Das der Mensch zu etwas berufen sein mag, darüber kann man sich streiten. Ich bin der Meinung wir können in dieser Beziehung viel von den Tieren lernen. Da bringen sich nicht so viele innerhalb ihrer Art um!! Vielleicht muss der Mensch sich deshalb ja mal ein bisschen Anstrengen - sonst wird das nix mit dem besseren. Allein schon einem Tier vorzuwerfen grausam zu sein ist ein Trugschluss. Es folgt einfach seiner Natur, es kann nicht anders. Das tun wir übrigens auch (Unserer Natur folgen)!!

Der erste Satz hört sich für mich zudem sehr nach einer Sonderstellung des Menschen an. Dazu sollte man sich mal fragen wie diese denn aussieht. Wir denken, haben ein Selbstbewusstsein. Der Mensch war selbst mal ein Tier - das kann man nachweisen. Für jeden nachvollziehbar. Mich täte da mal interessieren, wann der Mensch da seine Sonderolle erhalten hat. Ist irgendwann mal bei den Urmenschen die dann schon halbwegs denken konnten einer vorbei gekommen und hat gesagt, nun da ihr so seid, bekommt jetzt jeder mal ne Seele und ihr seid was besseres!! Wenn man weiter zurückgeht hatte der Vorfahre des Urmenschen noch nicht mal ein Ich-Erlebnis (Viele bezeichnen dieses Erlebnis auch als Wirkung derSeele). Das kann jeder nachvollziehen. Jeder kann sich die Matrialien und die Untersuchungen ansehen. Jeder!!

Charles Darwin, aus der Einleitung zu "Die Abstammung des Menschen" hat folgendes geschrieben:
Entschiedenheit wurzelt häufiger in Unwissenheit als in Wissen. Es sind immer nur diejenigen, die wenig wissen, und nicht diejenigen, die viel wissen, welche nachdrücklich behaupten, das dieses oder jenes Problem von der Wissenschaft niemals gelöst werden werden könne. Charles Darwin (1871)



robinson hat folgendes geschrieben:
Und wenn uns das auch noch weiterbringt, so fände ich es nur für richtig uns danach zu richten, anstatt solange zu warten, bis uns alles aufgezwungen wird, oder wir vor die Hunde gehen und nur durch Schaden klug werden.


Du weisst schon, dass du hier etwas ohne Beweis vorraussetzt?
Ein allgemeines Beispiel:
"Wir müssen die Todesstrafe einführen, um vor Gewaltverbrechen abzuschrecken."

Gibt es da wirklich einen Zusammenhang? Werden die Verbrechen wirklich weniger?

Dann machst du noch einen Fehler - nämlich das du sagst, das Religion uns auf jedenfall weiterbringt. Das errinnert mich an eine Aussage von Sir Francis Bacon (Die empirische Auswahl oder die Beschränkung auf die günstigen Umstände) :"man zählt die Treffer und vergisst die Fehlschüsse"
Beispiel: Ein Staat rühmt sich seiner Präsidenten, vergisst dabei aber seine Serienmörder.

Wer zwingt uns dann etwas auf, wenn wir nicht einer bestimmten Religon anhängen. Warum werden wir sonst nur durch Schaden klug? Weiso sollen wir vor die Hunde gehn? Kannst du das mal genauer erklären!

Zitat:
Aber wenn ich die Bahai-Lehren nicht kennengelernt hätte, so hätte ich diese Gewissheit auch nicht.

Gewissheit über was??

Ok - soweit so gut - aber es ist ist nun mal so das man Religion eigentlich nicht erklären kann. Man muss hier oft zwei widersprüchliche Thesen begründen. Und das führt zu ganz merkwürdigen Argumenten. Mein am liebsten gehörtes Argument ist da "Und ausserdem sind die Wege Gottes unergründlich!"
Ich frage dann immer gegen, wie man dann über ihn etwas wissen kann?
Selbst wenn man Offenbarer einführt, führt das dann immer noch zu nem Widerspruch!

Und so geht das immer weiter. Hört lieber auf Religon für andere zu begründen. Es geht eigentlich nicht! Glaubt einfach daran! Wie sich das jeder selbst begründet ist dann seine Sache! Religion ist nicht nachvollziehbar - Man kann sie nur annehmen oder nicht! Ganz nach dem Sprichwort:"Vogel friss oder stirb!"

Ihr fragt euch bestimmt schon -Was glaub ich?
Ich glaube an einen Gott. Ich kann das leider nicht begründen Ich tue es einfach. Ich liebe meine Eltern. Ich liebe meine Geschwister. Ich bin froh gute Freunde zu haben. Und versuche jeden Tag besser zu werden als ich bin! Was mir zwar nicht immer gelingt. Brauche ich dazu zwingend eine Religion? Werde ich automatisch ohne vorgaben einer Religon zum bösen Menschen? Diese Frage sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen!!

Meine Vermutung ist auch, wenn es einen Schöfper gibt, dann ist diese Schöpfung umso wunderbarer, faszinierender, beeindruckender und mir Ehrfurcht abringender, als je eine Religon diese auch nur Ansatzweise bei mir Erzeugen kann. Was ich damit sagen will, unsere Religonen beschreiben irgendwas! Die Natur und das was uns umgibt hält aber wesentlich mehr Wunder, ja sie ist viel umfassender, bereit für uns als die momentanen Religion erfassen können. Wenn man mal die Perspektive wechselt sehen die Religionen richtig klein aus! Sie sehen sehr Menschlich aus!

Da wir gerade im Einstein Fieber sind hab ich hier auch was, was dazu passt.

Zitat:
All unsere Wissenschaft ist, gemessen an der Wirklichkeit,
primitiv und kindlich - und doch ist sie unser kostbarstes Gut. Albert Einstein (1879-1955)


So damit möchte ich mich eigentlich schon damit aus diesem Forum vorerst verabschieden. Es war nett mit euch zu diskutieren. Hat Spass gemacht! Muss mich jetzt aber erst mal auf Prüfungen(Studium) vorbereiten.

Vielleicht konnte ich ja die eine oder andere Anregung liefern. Hoffe ich hab nicht zuviel Wirbel verursacht.

Gruss
Unien
Liebe Unein

Mich würde dann aber interessieren, woher du an Gott glaubst, wenn nicht doch durch das "Kielwasser" eines Jesus, Muhammad, Buddha oder so? Glaubst du wirklich dein Glaube ist nur aus dir selbst geboren, so wie du meinst, selber auch eine Religion (die über sehr lange Zeit bis zu ihrer Hochblüte anwächst) gründen könntest?

Alles Liebe
Lieber Robinson,

natürlich ist jeder Mensch im Wirkungsbereich irgendeiner Religion aufgewachsen
und davon beeinflusst (selbst im 'atheistischen' Kommunismus), gerade heute
im Zeitalter des 'globalen Dorfes' entscheidet er sich aber immer häufiger gegen sie
oder für eine andere. Den Glauben an Gott (oder auch an keinen Gott) nimmt er
dort auf, und entscheidet sich dann - hoffentlich - selbständig dafür oder dagegen.
Ich hoffe du bist mir jetzt nicht böse wenn ich die ausführliche Antwort auf das Wochenede verschiebe. Ich muss mich noch auf eine Prüfung am Freitag vorbereiten.

Dann sollst du deine Antwort bekommen.

Wünscht mir Glück für Freitag

Gruss
Unien
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