|
|
|
Hallo Baldur,
| Zitat: |
Das Positive an Deinen Beiträgen ist, sie dienen meiner Weiterentwicklung
- also Danke dafür! |
Gerne geschehen. Ich denke, das geht vielen so, auch wenn sie sich eher die Zunge abbeissen wuerden, als das zuzugeben.
| Zitat: |
| Du bist doch ständig mit GOTT beschäftigt. |
Keineswegs. Nur dann, wenn ich darueber in Foren oder im Usenet schreibe.
Und da habe ich an meiner Position nicht den alle geringsten Zweifel.
| Zitat: |
| Ein spirituelles Gesetz sagt: "...je mehr man sich gegen etwas wehrt - desto hartnäckiger verfolgt es uns...". Wehrst Du Dich nicht? |
Nein, ueberhaupt nicht. Religion ist im Alltag einfach ueberhaupt kein Thema fuer mich.
Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, aber das Wort Gott faellt bei uns oft tagelang nicht.
Religion ist unwichtig,...sie ist egal und von niedriger Prioritaet.
Selbst hier in Foren schreibe ich lieber ueber Erkenntnis als ueber Gott.
| Zitat: |
| Habe ich nicht ein kleines bißchen Recht, mit dem was ich schrieb? |
Nein, Baldur, tatsaechlich ueberhaupt nicht.
| Zitat: |
| Zitat: |
| Mein kleiner Sohn weiss nicht was Gott bedeutet und er ist trotzdem gluecklich. |
Das ist schön und gut so. |
Finde ich auch. Also wozu dann der ganze Zirkus?
| Zitat: |
| Zitat: |
| Gott spielt im Alltag keine Rolle und wir sind genauso gluecklich wie eine atheistische oder polytheistische Familie. |
Bist Du Dir da so sicher? |
Vollkommen sicher!
| Zitat: |
Ja - kann ich. Du redest vom Islam, Du redest vom Christentum (nicht so häufig).
Es soll aber tatsächlich echte Gläubige in beiden Religionen geben, die
ihren Glauben mit Vernunft praktizieren. |
Nein, das ist per se ausgeschlossen.
Da Religion nicht vernuenftig (im Kantschen Sinne) ist, koennen echte Gläubige in beiden Religionen unmoeglich mit Vernunft praktizieren.
| Zitat: |
| Wenn wir alle über einen Kamm scheren (habe ich zumindest bei Dir desöfteren das Gefühl), verletzen wir die Gefühle dieser Menschen. |
Jaja, die Empathie. Wird mir immer wieder vorgeworfen. Ich kann sie mir nicht leisten.
| Zitat: |
| Solange wie sich eine Religion benutzen läßt - solange man sie nutzen kann für egoistische Zwecke, sie sich also intrumentalisieren läßt (was ja durch Menschen geschieht) - muß man sie bekämpfen. |
Mein Reden.
| Zitat: |
| Die Fehler fangen dort an, wo sie der Allgemeinheit schaden. Wenn Herrschende nur ihren eigenen Vorteil darausziehen... |
Ja, die gute alte Frage "Qui bonum?"
Viel zu selten gestellt.
| Zitat: |
| Da ich Christ bin, nicht nur auf dem Papier - halte ich Jesus für Fehlerlos - vielleicht hatte er diese oder jene Schwäche - wer weiß. |
Kein Mensch ist fehlerlos. Auch Jesus war das garantiert nicht. Trotzdem ist er mir sympatisch.
Auch wenn er viel zu haeufig missverstanden wurde. (z.B. Gott als Vater - Thread Personifikation Gottes)
| Zitat: |
| Aber geschadet hat er nur dem herrschendem System - denn er hat an den damaligen Grundfesten gerüttelt. |
Nicht einmal. Das herrschendem System war das roemische Reich.
Jesus hatte aber eher was gegen den Aberglauben der Juden einzuwenden.
| Zitat: |
Das war gut, richtig und wichtig so!
Denn er hat arm gelebt und den Armen geholfen. Nie Egobezogen! |
Naja, sagen wir mal, es wurde zumindest nicht dokumetiert.
| Zitat: |
| Ich glaube von den Anderen kann man das in unterschiedlicher Prägung nur bedingt sagen - wenn überhaupt! |
Eher "wenn überhaupt".
| Zitat: |
| Zitat: |
Ja und? Deswegen ist Glaube doch noch lange nicht Gewissheit, oder?
Viele Glaeubige tun aber so. |
Für echte Gläubige ist es Gewissheit. |
Das aber ist Aberglaube.
LG
Martin
|
|
|
|
|
Hallo Heiko,
Danke fuer den link.
Ich war lange auf der Suche nach dieser Quelle.
Hab direkt mal seinen Ausfuehrungen zur Vernunft (etwas gekuerzt) gepostet.
LG
Martin
|
|
|
|
| Zitat: |
| Zitat: |
Zitat:
Das Positive an Deinen Beiträgen ist, sie dienen meiner Weiterentwicklung
- also Danke dafür! |
Gerne geschehen. Ich denke, das geht vielen so, auch wenn sie sich eher die Zunge abbeissen wuerden, als das zuzugeben. |
Nun komm wieder runter - ich bin schon erwachsen, deshalb habe ich auch kein Problem damit Dir das zu Sagen. Ehre wem Ehre gebürt!
| Zitat: |
| Zitat: |
Ja - kann ich. Du redest vom Islam, Du redest vom Christentum (nicht so häufig).
Es soll aber tatsächlich echte Gläubige in beiden Religionen geben, die
ihren Glauben mit Vernunft praktizieren. |
Nein, das ist per se ausgeschlossen. |
Damit bezeichnest Du mich als unvernünftig! Nehm ich Dir mal jetzt nicht übel! Bin ich nämlich nicht!
Ich unterscheide, macht es Sinn und welchen Konsequenzen ergeben sich - wenn ich meine Meinung sage. Die meisten Menschen können mit Wahrheiten und philosophischen Gesprächen so schlecht umgehen.
| Zitat: |
| Jaja, die Empathie. Wird mir immer wieder vorgeworfen. Ich kann sie mir nicht leisten. |
Das ist keine Frage des Sichleisten können - sondern eine Frage der Gene.
Entweder man hat's oder eben nicht - aber intelligente Menschen sind
lernfähig bis zu einem bestimmten Punkt. Gefühle kann man natürlich nicht lernen. Aber man kann seine Sensibilität schulen, wenn man denn will.
| Zitat: |
| Zitat: |
Zitat:
| Zitat: |
Ja und? Deswegen ist Glaube doch noch lange nicht Gewissheit, oder?
Viele Glaeubige tun aber so. |
Für echte Gläubige ist es Gewissheit. |
Das aber ist Aberglaube. |
Falsch - Aberglaube ist das Gegenteil von Glauben.
| Zitat: |
| Das Wort leitet sich ab vom althochdeutschen ubarfengida, „was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ [1]. Aber- bezeichnet ursprünglich nicht „gegen“, sondern „darüber hinaus“, „auf der anderen Seite liegend“. Diese etymologische Wurzel erhielt sich in aberwitzig (mit Witz: „verstandesgemäß“: „über den Verstand hinausgehend“, im ursprünglichen Sinne also „transzendent“). Aberglaube bezeichnete also „den Glauben an das Übersinnliche“ und wurde erst im Kontext der Aufklärung zum „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“, „Irrglauben“. |
Wikipedia
@Heiko
| Zitat: |
| Da fällts einem wie Schuppen von den Augen. |
Bitte unterlege diese Aussagen mit konkreten Angaben. Oder - warum fallen Dir Schuppen von den Augen?
Danke für die Link's .
mfg Baldur
|
|
|
|
Hallo Baldur
| Zitat: |
| Damit bezeichnest Du mich als unvernünftig! Nehm ich Dir mal jetzt nicht übel! |
Vernunft im Sinne Kants. Er gebraucht den Begriff nach einer recht strengen Definition, die im Wesentlichen die Passung einer Aussage auf die (beweisbare) Realitaet meint.
| Zitat: |
| Die meisten Menschen können mit Wahrheiten und philosophischen Gesprächen so schlecht umgehen. |
Richtig.
Ich habe gerade mal wieder LeBon gelesen. Sehr ernuechternt:
| Zitat: |
Die logischen Köpfe, die an die ziemlich knappen Schluß-ketten der Vernunft gewöhnt sind, können sich nicht enthalten, ihre Zuflucht zu dieser Überzeugungsweise zu nehmen, wenn sie sich an die Massen wenden, und sind immer wieder über das Fehlschlagen ihrer Beweise überrascht.
"Die gewöhnlichen mathematischen Schlüsse, die sich auf den Syllogismus, d. h. auf Identitätsketten gründen, sind notwendig", schreibt ein Logiker ... "Ihre Notwendigkeit würde selbst die Zustimmung einer anorganischen Masse erzwingen, wenn sie den Identitätsketten folgen könnte."
Gewiß; aber die Menge ist ebensowenig imstande ihnen zu folgen oder sie auch nur zu verstehen wie die anorganische Masse. Man mache z. B. den Versuch, primitive Wesen, Wilde oder Kinder, durch ein logisches Urteil zu überzeugen, und man wird einsehen, wie wenig Wirkung diese Beweisführung hat. |
Mit vernuenftiger Argumentation kommt man nicht weit...leider.
| Zitat: |
| Zitat: |
| Falsch - Aberglaube ist das Gegenteil von Glauben. |
Das Wort leitet sich ab vom althochdeutschen ubarfengida, „was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ [1]. Aber- bezeichnet ursprünglich nicht „gegen“, sondern „darüber hinaus“, „auf der anderen Seite liegend“. Diese etymologische Wurzel erhielt sich in aberwitzig (mit Witz: „verstandesgemäß“: „über den Verstand hinausgehend“, im ursprünglichen Sinne also „transzendent“). Aberglaube bezeichnete also „den Glauben an das Übersinnliche“ und wurde erst im Kontext der Aufklärung zum „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“, „Irrglauben“.
Wikipedia |
Gut, ich fuege hinzu, das ich das Wort Aberglaube im Kontext der Aufklärung als „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“ gebrauche.
So, nun zu deiner Aussage.
Definition Gewissheit:
| Zitat: |
Gewissheit liegt vor, wenn jemand einen Sachverhalt für gegeben erachtet bzw. ein Urteil für wahr hält oder der Überzeugung ist, dass vorliegende Beweise, Argumente und ähnliches ausreichen, um die Wahrheit eines Urteils zu begründen.
de.wikipedia.org/wiki/Gewissheit |
Dazu die Definition Wahrheit:
| Zitat: |
Der Begriff Wahrheit bezeichnet im allgemeinen die Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit.
de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit |
Und Wirklichkeit:
| Zitat: |
Realität (Wirklichkeit) bezeichnet das, was unabhängig vom Subjektiven, also von Wahrnehmung, Gefühlen und Wünschen objektiv der Fall ist und existiert. Im engeren Sinne ist Realität der philosophischen und wissenschaftlichen Betrachtung und Erforschung zugänglich; Dinge der Realität sind also messbar, und können als Basis für Theorienbildung dienen.
de.wikipedia.org/wiki/Wirklichkeit |
So, jetzt haben wir unser Handwerkszeug.
Zu pruefende Aussage:
Für echte Gläubige ist es(der Glaube an Gott, Jenseits etc.) Gewissheit.
Gewissheit liegt aber dann und nur dann vor, wenn jemand ein Urteil für wahr hält oder der Überzeugung ist, dass vorliegende Beweise, Argumente und ähnliches ausreichen, um die Übereinstimmung eines Urteils mit der Wirklichkeit/Realitaet zu begründen.
Glaubensinhalte sind jedoch abhängig vom Subjektiven, also von Wahrnehmung, Gefühlen und Wünschen.
Auch sind Glaubensinhalte weder messbar, noch können sie als Basis für Theorienbildung dienen.
Weder Gott noch das Jenseits sind erkenntnistheoretisch beweisbar.
Deshalb koennen sie niemals Gewissheit sein.
QED
LG
Martin
|
|
|