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Um nochmals auf den scheinbaren Widerspruch der Dualität in Bezug zur Persönlichkeit Gottes zurück zu kommen.
Hass/Liebe
Finsternis/Licht
Tod/Geburt
Leid/Freude etc.
Wenn man diese Gegensätze versucht mit materiellem Bewusstsein "ich bin der Körper" betrachtet, scheinen sie einen Widespruch in Bezug zum "guten Gott" zu sein.
In der Bhagavad-Gita erklärt Shri Krishna seinem Geweihten Arjuna:
"Dem materiellen Körper des unzerstörbaren, unmessbaren und ewigen Lebewesens ist es mit Sicherheit bestimmt zu sterben. Deshalb kämpfe o Nachkomme Bharatas ." BG 2.18 (Arjuna steht stellvertretend für uns als "spirituelle Krieger")
Ob wir bei der Geburt oder erst nach 100 Jahren den Körper aufgeben müssen, der Tod ist uns sicher - totsicher.
Humanität auf der Grundlage des zeitweiligen Körpers ist vergänglich und letztlich Illusion.
Humanität in Verbindung mit der unsterblichen Seele, atma, ist hingegen ewig und somit Wahrheit.
Die Veden erklären diese Gegensätze der Dualität aus höherer Warte und geben uns folgendes Beispiel:
Die Sonne erzeugt die Wolken. Die Wolken bewirken, das wir die Sonne nicht sehen können.
Gott ist mit der Sonne vergleichbar und die Wolken sind vergleichbar mit der Illusionierenden Energie Gottes - Mahamaya. Mahamaya, ist das Täuschende, Trennende (diabolisch).
Ursprünglich gibt es nur eine innere Freudenenergie Gottes, Yogamaya. Und Mahamaya ist eine Teilerweiterung Yogamayas die auf der materiellen Ebene die bedingten Lebewesen alle verwirrt.
Mahamaya bewirkt, das wir uns mit dem Körper identifizieren und diese falsche Identifikation wird ahankara, falsches Ego, genannt.
In Tat und Wahrheit jedoch kann die Wolke die Sonne gar nicht verdecken, die Sonne ist immer die leuchtend helle Sonne. Es ist lediglich unser Standort/Bewusstsein, das es ermöglicht, das sich die Wolke vor die Sonne schieben kann und diese von unserer Warte aus verdeckt.
Gott selbst kann also nicht in Illusion fallen. Gott ist und bleibt Gott. Zu denken man könne Gott werden wenn man die Wolke vertreibt ist ebenfalls Illusion. Die Veden erklären, das dies die letzte aber auch die grösste Illusion sei - der Versuch des "Eins-werden" mit dem unpersönlichen Aspekt Gottes.
Aber nun wieder zur Dualität.
Diese beiden Gegensätze Hass/Liebe, Tod/Geburt, Leid/Freude werden von der selben bedeckenden Energie Gottes erzeugt - Mahamaya.
Denn nicht nur das materielle Leid sondern auch die materielle Freude sind zeitweilig und somit Illusion. Gerade die scheinbaren Freuden halten das transzendentale Lebewesen in der Gefangenschaft des Kreislaufes von Tod und Geburt (die Anziehung zum anderen Geschlecht ist abenfalls ein Ausdruck Mahamayas). Ihre Aufage ist es, uns in diesem Kreislauf, samsaras, zu behalten.
Die Illusion begegnet uns also sowohl im liebenswürdigen Kindergesicht als auch im tobenden Schlachtfeld. Und bewirkt unser ICH und MEIN.
MEINE Kinder, MEIN Haus, MEIN Land, MEIN Körper etc.
Die Frage ist wieso existiert Freud/Leid, wieso diese verhüllende Mahamaya?
Das Shrimad-Bhagavatam erklärt; weil es gebraucht wird.
Alles was ist, existeirt aus dem Grund weil ein Bedarf dafür besteht. In der Natur können wir das sehr leicht beobachten.
Das Shrimad-Bhagavatam erklärt, das die materielle, zeitweilige Schöpfung existeirt weil sie für die bedingten Seelen die von der Höchsten Persönlichkeit Gottes getrennt geniessen wollen, gebraucht wird.
Die befreiten Seelen stehen unter der Herrschaft von Yogamaya und geniessen transzendentale Glückseligkeit.
Durch den Einfluss Mahamayas, der "Wolken" die sich vor unser ursprünglich reines Bewusstsein schieben, gehen wir Tätigkeiten der Sinnesbefriedigung nach (ich bin der Körper und "ich" kann nur glücklich/zufrieden sein, wenn ich meine Sinne be-friedige).
Es gibt für einen Menschen zwei Wege; entweder er ist godasa (Go=Sinne, Dasa=Diener) oder er ist gosvami (Svami=Meister).
Wahre Religion/Spiritualität beginnt, wenn sich der Mensch zum Gosvami hin ent-wickelt.
In der transzendentalen Welt gibt es ebenfall Vielfalt, dort wird jedoch alles in den Dienst der Höchsten Persönlichkeit Gottes gestellt. Tun wir das in der materiellen Welt, wandelt sich Mahamaya in Yogamaya. Dieser Prozess wird Bhakti-yoga genannt.
Ein Gutes Beispiel hierfür ist "Mutter Ganga" in Indien. Die Menschen gehen zu diesem heiligen Fluss entnehmen aus ihm etwas Wasser und opfern dem Fluss dieses Wasser mit einer leicht kreisenden Handbewegung um es dann wieder zurück in den Fluss zu giessen.
Aus der Sicht eines Materialisten ist das unlogisch. Aber genau das ist ewige Realität.
Alles gehört der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Wir können Seinen Besitz in Seinen Dienst stellen. Durch diese einfache Hingabe verbinden wir uns wieder mit Ihm und beginnen wieder eine Beziehung mit Ihm aufzunehmen. Anstatt alles mit einem PRIVAT-Schild zu versehen.
(Privat bedeutet übergiens in seiner ursprünglichen Bedeutung "gestohlen")
Im Gegenwärtigen Zeitalter ist das Opfer das die Höchste Persönlichkeit Gottes von uns Wünscht, Ihn durch seine Tranzendentalen Namen zu Lobpreisen - Harinamsankirtan. Das Singen Seiner Heiligen Namen die man in den Veden unter dem Begriff Mantra kennt.
Ein Beispiel in Bezug zur Dualität unserer Sichtweise ist der Sadhu, der Heilige, der in Kalkutta in der Ganga badet. Die Gnaga ist in Kalkutta unglaublich schmutzig, soviel Unrat der auf dem Fluss schwimmt, aber das ist eine Eigenschaft des Wassers. Ein wirklicher Sadhu lässt sich nicht stören von wiedrigen äusseren Umständen. Er wischt den Unrat links und rechts etwas zur Seite und badet voller Dankbarkeit in Mutter Gangas Wasser und erhält die Segnung (Auflösung des angesammelten Karmas).
Er braucht nicht in den Norden des Landes bis nach Prayag (Allahabad) hinauf zu reisen, Mutter Gnaga gewährt in Kalkutta die gleiche Segnung.
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