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Hallo Martin,
| Zitat: |
| Ich bin der Ueberzeugung das der intelektuelle Schritt hin zu einem unpersoenlichen Gott in aller Regel nicht vollzogen werden kann. |
Es geht hier doch um weit mehr als um einen "psychologischen Hinkelstein" den wir nicht überwinden können, wenn es um die Personifikation Gottes geht.
Die Veden erklären; wenn du Gott in Seinem unpersönlichen Aspekt erkennen willst, musst du selbst deine Persönlichkeit aufgeben.
Bei diesem Prozess hilft dir niemand und er dauert tausende von Leben.
Schlussendlich hast du jedoch nur einen Teil deines Selbst (deinen und Gottes unpersönlichen Aspekt) erkannt, aber nicht dein ganzes transzendentales Wesen.
Im weiteren heisst es; das wenn du dich dem Höchsten Aspekt Gottes nähern willst, die Höchsten Persönlichkeit Gottes erkennen willst, du zuerst deine ursprüngliche Stellung als Teilchen des Ganzen erkennen musst. Das Wesen des Teilchens ist es, dem Ursprung des Ganzen zu dienen.
Dieser Vorgang wird Bhakti-yoga genannt. Bei diesem Vorgang steht dir Gott persönlich "zur Seite", da es sich erstens um einen persönlichen Austausch handelt und zweitens um die vollständige Erkenntnis des Selbst (unser ursprüngliches Wesen) als Diener Gottes geht.
Wohingegen die unpersönliche "Verschmelzung" einen Versuch darstellt, das man Gott selbst werden möchte (was nicht möglich ist da man ewig ein individuelles Teilchen bleibt) ---> wieso sollte uns Gott dabei helfen mit Ihm Selbst in "Konkurrenz" zu treten?
Shri Krishna erklärt uns in der Bhagavad-Gita folgendes dazu:
"Ich weile im Herzen eines jeden, und von Mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Wahrlich, Ich bin der Verfasser des Vedanta, und Ich bin der Kenner der Veden." (BG 15.15)
Erinnerung, Wissen und Vergessen, das ist alles was uns ausmacht ...
Wenn ich diesen Vers zitiere geht es mir nicht darum "meinen" Gott als den wahren zu präsentieren.
Wie ich schon geschrieben habe ist die Definition von Gott:
"der Ursprung allen Ursprungs und die Ursache aller Ursachen"
Als solches ist Gott mit allem was existiert (sichtbar oder unsichtbar) verbunden.
Der vergängliche materielle Körper den wir zur Zeit bewohnen ist grundsätzlich untauglich etwas transzendentales mit den Sinnen oder dem Verstand wahrzunehmen.
Jedoch können wir sehr wohl Gott mit der transzendentalen Seele, unserem wahren Selbst wahrnehmen - dies ist jedoch mit einem grossen ABER verbunden.
Um es mit den Worten eines Heiligen auszudrücken:
"Versuche nicht Gott zu sehen, versuche vielmehr so zu handeln das Gott dich sehen will."
Die Veden erklären; "Gott offenbart sich lediglich Seinem Geweihten".Niemand kann Gott zwingen Sich sichtbar zu machen. (dies würde dem Begriff GOTT widersprechen)
Andererseits bezeichnen die Veden sich selbst, als die "Wissenschaft über Gott".
Beispielsweise wird in der Bhagavad-gita von zwei grundsätzlichen Energien gesprochen apara-prakriti (Materie) und para-prakriti (Antimaterie). Antimaterie, para-prakriti, wird als transzendental erklärt.
Am 26. 10. 1959 wurde zwei Atomwissenschaftlern (Dr. E. Segre u. Dr. O. Chaberlain) der Nobelpreis für die Entdeckung des Antiprotons verliehen. Dies bedeutet das wir sehr wohl Transzendenz beweisen können, jedoch wird sie nicht als solches erkannt. Sondern man glaubt es mit einer anderen Form von Materie zu tun zu haben.
Beispielsweise gibt es in den Veden die Bezeichnung anu, Atom. Und materielle Zeit, kala, wird als "die Bewegung des anu innerhalb des Raums" beschrieben.
Die Veden selbst bezeichnen sich als Shabda-brahman. Shabda bedeutet Klangschwingung und brahman ist transzendental. Man könnte es auch als "transzendentale In-Form-ation" bezeichnen.
Das Guiness-Buch der Rekorde nennt als größte Zeiteinheit das Kalpa der altindischen Zeitrechnung: 4 320 000 000 Jahre! Aber das ist bei weitem nicht die grösste Zeiteinheit ...
Im 5. Canto des Shrimad-Bhagavatam wird eine ganzheitliche Kosmologie (die weit über die Welt der Materie geht) präsentiert, die seit kurzem sogar weitsichtige Wissenschaftler aufhorchen lassen.
hierzu folgender interessanter Link:
http://vedenakademie.de/artikel/vasati/vasati-global-scaling.htm
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