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Anscheinend wird hier versucht eine Verbindung zwischen Islam und Analphabetismus herzustellen. Dies trifft nicht zu!
Dass Herrscher vor allem im späten Mittelalter versuchten ihre Macht zu erhalten, indem sie die Buchdrucktechnik nicht einführten ( was ich auch glaube) hat nichts mit dem Islam selbst zu tun.
Wie wir alle wissen hat der Islam eine Blütezeit bis ca. in die Jahre 1300. In dieser Zeit entstanden in Europa auch Begrifflichkeiten wie beispielsweise das Wort "Orientierung", welches nichts anderes besagt, von wem man sich damals in Europa wissenschaftlich lenken ließ. Das medizinische Lehrbuch des Ibni-Sina (Avicenna) war bis ins neunzehnte Jahrhundert das medizinische Standartlehrbuch in europäischen Universitäten. Die Renaissance kam aus Italien, weil Italien den islamischen Ländern am nächsten war.
Leonardo da Vinci und Galileo Galilei hatten ihr Wissen aus islamischen Lehrbüchern, welches sie natürlich weiterentwickelten. Und und und..die Liste ist Lang!
Der Islam selbst ist nicht wissenschaftsfeindlich, im Gegenteil; Wissenschaften werden gefördert und das Lernen, also sich Wissen aneignen ist eine religiöse Pflicht. Sinngemäß lauten einige Hadithe ( Aussprüche des Propheten): " Das Lernen ist Männern und Frauen von der Wiege bis zu Grab eine Pflicht" oder "Wessen 2 Tage aneinander gleichen ( gemeint ist bezüglich Wissen) ist am Verlieren" Das heißt der Mensch sollte jeden Tag dazu lernen. An mindesten 300 Stellen wird der Mensch im Koran aufgefordert seine Vernunft einzuschalten und nicht anderen blind zu folgen. Die Stellung der Gelehrten, Weisen und Wissenschaftlern sind die höchsten in der islamischen Gesellschaft.
Das Schwächeln der Muslime heute hat politische Gründe, worauf ich im Moment auch nicht näher eingehen möchte, weil es den Rahmen meines Aufsatzes sprengen würde. Vielleicht nur so viel im Moment und später mehr: Heute sehen wir, dass Westliche, also "Aufgeklärte" -Staaten ihre Stärke ausnutzen, um schwache muslimische Staaten zu unterwerfen oder haben sie schon unterworfen bzw. haben sie in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht, in der die Muslime selbst nicht ganz unschuldig sind. Aber es kann ja wohl kaum im Sinne der Aufklärung sein Menschen zu bekriegen und zu töten ( so geschehen In der Kolonialzeit, so geschehen und geschieht noch immer Palästina, Irak und anderswo ) nur weil sie politisch und militärisch schwächer sind.
Eine differenzierte Problembetrachtung muss her. Die Art und Weise, wie meine Mitschreiber hier argumentieren ist im höchsten Maß polemisch, leider.!
Ich möchte hier nur eine Frage stellen:
Was wäre passiert, wenn Adolf Hitler den Krieg gewonnen hätte, und dass war noch nicht einmal so unwahrscheinlich! Was für ein Stellenwert hätte die Aufklärung?
( bitte nicht falsch verstehen; ich lehne die Aufklärung nicht ab, welches für mich das innere Verlangen nach Wissen stillen und Selbstständigkeit bedeutet. Aufklärung ist für Muslime nichts neues sondern ein Teil des Islam schon immer ) !
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Hallo Mansur,
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| Anscheinend wird hier versucht eine Verbindung zwischen Islam und Analphabetismus herzustellen. Dies trifft nicht zu! |
Jede demographische Statistik beweist diese Verbindung. Sie ist eine Tatsache.
Die Begruendung liegt schon intuitiv bei den meisten Muslimen dadrin, dass Mohammed angeblich weder lesen noch schreiben konnte.
Da jeder glaeubige Sunnit meint Mohammed sei als perfekter Moslem Vorbild, impliziert das, das Analphabetismus ein durchaus akzeptabeler Zustand fuer einen glaeubigen Moslem ist.
Als Resultat sieht man im Haus einer durchnittlichen muslimischen Familie unverhaeltnismaessig wenig Buecher neben dem Quran, dessen Inhalt sogar oft nur in arabischer Schrift vorliegt und schon deshalb inhaltlich von den Muslimen ueberhaupt nicht verstanden wird.
Darin begruendet liegt auch die Tatsache, das die meisten Muslime ihre eigene Religion nur auszugsweise kennen. Naemlich nur in soweit, als sie ihnen in der Koranschule und in der Moscheee verbal vermittelt wird.
Dies alles sind Tatsachen, die keiner Diskussion beduerfen.
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| Dass Herrscher vor allem im späten Mittelalter versuchten ihre Macht zu erhalten, indem sie die Buchdrucktechnik nicht einführten... ( was ich auch glaube) |
Was Saudi Arabien ebenfalls lange verhinderte.
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| ...hat nichts mit dem Islam selbst zu tun. |
Sondern?
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| Der Islam selbst ist nicht wissenschaftsfeindlich, im Gegenteil; Wissenschaften werden gefördert und das Lernen, also sich Wissen aneignen ist eine religiöse Pflicht. |
Seit Abu Hamid al-Ghazali (450-505 AH/1058-1111 AD) wird glaeubigen Muslimen jedes selbststaendige, kritische Denken und Forschen untersagt. http://www.ghazali.org/site-de/index.html
Stattdessen werden Muslimen selbst die kleinesten taeglichen intimsten Verrichtungen vorgeschrieben (Toilettengang, Koerperpflege u.v.a.m.), was eine extreme Gaengelung ist und zu einer schnellen Abhaengigkeit durch Fremdbestimmung fuehrt.
Und wer fremdbestimmt ist kann nicht forschen.
Kritisches Denken (die wichtigste Voraussetzung zum erfolgreichen Forschen) ist eine Eigenschaft, die im Curriculum (Lehrplan) muslimischer Schulen nicht vermittelt wird. Vielmehr wird kritikloses Auswendiglernen der Lehrinhalte gefordert. Genau darueber beklagen sich muslimische Studenten, die an westlichen Universitaeten studieren. (Quelle: Jakarta Post)
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| Die Stellung der Gelehrten, Weisen und Wissenschaftlern sind die höchsten in der islamischen Gesellschaft. |
Die Definition, was ein Gelehrter, Weiser oder Wissenschaftler ist, unterscheidet sich drastisch von der der westlichen Zivilisation.
Im Islam reicht die Tatsache, das jemand arabisch lesen und schreiben kann (Also den Koran und die Sunna versteht) aus, um ihn als Gelehrten zu anzuerkennen. (Vergl. Mittelalterliche Definition)
http://www.swr.de/islam/lexikon/-/i.....551400/1chxn6b/index.html
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| Heute sehen wir, dass Westliche, also "Aufgeklärte" -Staaten ihre Stärke ausnutzen, um schwache muslimische Staaten zu unterwerfen oder haben sie schon unterworfen bzw. haben sie in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht,... |
Vollkommen richtig. In Laendern wie Malaysia oder Indonesien hatten die Kolonialherren leichtes Spiel.
Das aber hat nur sehr bedingt etwas mit der Aufklaerung zu tun.
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| Aber es kann ja wohl kaum im Sinne der Aufklärung sein Menschen zu bekriegen und zu töten |
Richtig. Die Dimension der Aufklaerung ist eine vollkommen andere.
Es geht um Vernunft im Kantschen Sinne, um Erkenntnistheorie und der damit verbundenen Entmystifizierung.
Es geht um Werte wie Freiheit der Rationalitaet, der Pluralitaet oder der Individualiaet.
Das Resultat sind auch die Menschenrechte, so wie sie in der westlichen Welt Gueltigkeit haben, aber von allen muslimischen Staaten abgelehnt werden. (Den eher peinlichen Versuch der "Kairoer Menschenrechte" kann man dabei getrost ausser Acht lassen.)
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| Eine differenzierte Problembetrachtung muss her. |
Gerne, jederzeit!
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Ich möchte hier nur eine Frage stellen:
Was wäre passiert, wenn Adolf Hitler den Krieg gewonnen hätte, und dass war noch nicht einmal so unwahrscheinlich! Was für ein Stellenwert hätte die Aufklärung? |
Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden sich oft von einander. (Siehe LeBon: Masse reagiert emotional, nie rational)
Aber deine Frage ist m.E. eh zu hypothetisch, als das sie irgendeine Relevanz haette.
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| Aufklärung ist für Muslime nichts neues sondern ein Teil des Islam schon immer ) ! |
Das ist falsch, falls du den Begriff Aufklaerung so benutzt, wie er in der westlichen Welt definiert ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl%C3%A4rung
Liess bitte einmal
Kritik der reinen Vernunft
http://de.wikisource.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft
Dieser Text hat den Grundstein fuer Individualismus, Pluralitaet und in Folge fuer Frieden und Freiheit, so wie er in der westlichen Welt definiert wird, gelegt. Der Autor Imanuel Kant ist einer der Vaeter der Aufklaerung.
LG
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