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Hallo Gabriele,
ich bin immer drauf!
Das ist kein Witz, ich habe ADS, pfffff.
Aber, ich leide nicht darunter, ich bin nur verschieden vom Durchschnitt.
Ich möchte es mal so beschreiben:
Mein Gehirn ist von der Botenstoffverteilung her so organisiert, als ob ich immer ganz leicht bekifft wäre. Deshalb brauchte ich an einem J0int auch nur zu riechen, und war vollends drauf.
Wenn ich Methylphenidathydrat (Ritalin) nehme, dann wirkt das diesem Effekt entgegen, und ich bin "normal". Obwohl ich normal "unnormal" bin.
Was möchte ich überhaupt sagen? Daß es den "normalen" Zustand überhaupt nicht gibt.
Rausch"gift" verändert unseren Bewußtseinszustand, indem es in die Signalverarbeitung unseres Gehirns eingreift. Es gibt aber auch natürliche Stoffe, die dasselbe bewirken.
Ich denke, es ist nicht zulässig, alle "Rausch"mittel über einen Kamm zu scheren. Das ist unseriös.
Selbst Zucker wirkt auf unser Gehirn, ebenso Schokolade usw.
Wo zieht man die Grenze?
Schokolade verbieten?
Jogging verbieten?
Erfolg verbieten?
Übrigens, nicht alle Rauschmittel machen agressiv. Das ist so wie mit Musik. Es gibt solche und solche. By the way.
LG Bernhard
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Lieber Bernhard, ich stelle mir die Fragen nur, weil ich in Verbindung mit der zerstörenden Kraft des Rauschgift schon über viele solcher Fälle von Gewalt erfahren habe. Ob nun Rauschgift so gut ist - oder so bewußtseinsfördernd, ich denke da an Curt Kobain oder der neueste Fall von Amy Winehouse und viele andere - irgendwann laugt es sie aus - und sie sehen keinen Sinn mehr im Leben.
Mich macht Alk schon beschwippst und ich torkele bei zuviel bzw. mein Körper mag das Zuviel nicht - er wehrt sich mit allen Mitteln - an den Folgen leide ich dann tagelang - zumindest in jungen Jahren - wenn man älter wird, überdenkt man, was man dabei gewinnt und verliert.
Es haben sich auch genügend Leute mit den Wirkungen von LSD befaßt, soll sogar einen LSD "Papst" geben.
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Auf alle Fälle begleiten uns diese Themen zu allen Zeiten - selbst alte Inkas wußten um die Wirkungen von Drogen - nur ihre waren wohl mehr natürlicher Art - direkt aus der Natur entnommen.
Wie gesagt, ich wollte da mal ein bißchen nachforschen.
Gruß Gabriele
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Also diese Naturdrogen der Inkas, ich nehme an, daß es sich um Meskalinpilze handelt, die sind alles andere als harmlos.
Drogen haben generell eine zerstörerische Wirkung, allein die Dosis macht´s.
Gras ist per se harmlos, und garantiert nicht gewaltfördernd. Aber man kann die Dosis eben erhöhen, und es mißbrauchen. Da gehört immer eine gewisse Portion von Selbstkontrolle dazu. Selbst wenn Gras nicht körperlich abhängig macht, man kann sich an diesen Zustand echt gewöhnen, es macht ja vieles erträglicher. Und wenn man es raucht, um etwas besser ertagen zu können, dann mißbraucht man es, und schadet sich selbst.
Alkohol dagegen ist extrem agressionsfördernd. Ich habe den Unterschied selbst erlebt. Und zwar in Berlin auf der Love-parade.
1996 war ich da gewesen. Alle waren gut drauf, alle hatten irgendetwas eingeworfen, hauptsächlich eben Gras. Und es war absolut friedlich, trotz der Menschenmassen. In den Medien wurde dieser Umstand auch mehrfach erwähnt. 1997 jedoch ist die Stimmung gekippt. In diesem Jahr hat erstmals der Alkoholkonsum überproportional zugenommen, da Hinz und Kunz hinging, um Party zu machen. Dann waren auf einmal besoffene Prolos in der Menge. Und schon sind Flaschen geflogen und gab es Schlägereien. Wie gesagt, ich habe selbst diesen Unterschied extrem wahrgenommen.
Wenn du einem Bekifften sagst, daß er dich mal sonstwo kann, dann antwortet der dir höchstens: "Ist mir doch egal". Ein Besoffener wird dir eventuell anders antworten. Das ist einfach Fakt.
Das was du als Agression in Verbindung mit Drogenmißbrauch bezeichnest ist eher ein vollständiger Verlust der Kontrolle. Das kann dann sehr böse ausgehen.
Bernhard
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Ach, Bernhard , auch an Gläschen Wermutwein am Abend kann man sich sehr schnell gewöhnen, aber wenn es nicht ausarten soll, dann muß man für ein paar Tage wieder aussetzen.
Alk ist wirklich das Aggressionsmittel schlechthin und der Staat verdient daran - die Alkohol-Kranken müßten auch von der Alkohol-Industrie ihre Therapie bezahlt bekommen - das wäre gerecht - - Was Drogen angeht, die wird speziell in Krankenhäusern bei Schmerzbehandlung eingesetzt - hier findet man wieder diesen Pendel - gut/böse , positiv/negativ - diesen Ausschlag des Pendels in Harmonie zu bringen - wer kann das schon.
Gruß
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| Zitat: |
Selbst Zucker wirkt auf unser Gehirn, ebenso Schokolade usw.
Wo zieht man die Grenze?
Schokolade verbieten?
Jogging verbieten?
Erfolg verbieten? |
Man hat ja nicht umsonst die Askese erfunden, in zahlreichen Abstufungen.
Alkohol, Zucker, Kaffee, Tee etc. pp. werden je nach Religion und Linie/Schule auch für Laien unterschiedlich gehandhabt.
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