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Im Namen der Freiheit












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Im Namen der Freiheit, ihrer Freiheit, verkünden viele Leute, sie akzeptierten keinerlei Beeinflussung! Aber was diese Unwissenden nicht ahnen ist, dass Beeinflussung ein Gesetz des Lebens ist. Alles, was sie essen, einatmen, berühren, kosten, hören, anschauen und lesen beeinflusst sie unablässig. Und wenn sie sich oft für so frei halten, dann ganz einfach deshalb, weil sie nicht wissen, unter welchem Einfluss sie gerade handeln.
Ohne es zu bemerken, unterliegen manche also günstigen Einflüssen und das ist ihr Glück! Denn wenn sie sich dessen bewusst würden, brächten sie es in ihrem lächerlichen Wunsch nach Unabhängigkeit sogar fertig, diese günstigen Einflüsse abzulehnen.
Wie kommt es, dass die Menschen zwar Frieden, Freiheit und Glück für sich selbst und für die anderen wünschen, aber dass sie trotzdem doch meistens daran vorbeigehen und es auch den anderen vorenthalten? Das kommt, weil sie noch nicht begriffen haben, dass sie diese kostbaren Güter erst an dem Tag finden werden, an dem sie sich entschließen, dem spirituellen Leben den Vorrang vor allen materiellen Errungenschaften, gesellschaftlichem Erfolg usw., zu geben.
Viele werden sagen: »Aber wir haben doch verstanden, dass materieller Besitz und Berühmtheit unsere tiefen Sehnsüchte nicht befriedigen können.« Und warum verhalten sie sich dann, als wüssten sie es nicht? Man sieht ständig wie sie dabei sind, sich häuslich in der Materie einzurichten. Aus diesem Grund werden sie sich erstens selbst nie wirklich frei, glücklich und im Frieden fühlen, auch wenn sie Erfolg haben und zweitens hören sie nicht auf, das Leben der anderen zu stören. Könnten sie an manchem Morgen beim Erwachen, sich nicht entschließen, wenigstens an diesem Tag zu versuchen, die spirituellen Werte an die erste Stelle zu setzen?



Omraam Mikhaël Aïvanhov
Ob es sich um Individuen oder um Länder handelt, all jene, die auf Kosten der anderen Erfolg oder Reichtum erlangt haben, können nicht wirklich davon profitieren und es kommt immer der Moment, wo sie sogar auf der materiellen Ebene Stück für Stück all das loslassen müssen, was sie sich genommen haben.
Ein wahrer Spiritualist hingegen bemüht sich nicht nur, die anderen nie bei irgendetwas zu benachteiligen, sondern er fragt sich immer, wie er ihnen etwas geben kann. Selbst wenn er sie grüßt, wenn er sie anschaut, ihnen zulächelt, die Hand gibt oder mit ihnen spricht, will er ihnen immer etwas Gutes, Lichtvolles geben. Indem er dies tut, entfaltet er sich, er wächst, schreitet voran, er erhebt sich immer mehr, weil er dem Gesetz der Liebe folgt, und das wahre Gesetz der Liebe bedeutet Geben. Gleichzeitig wie er gibt, empfängt er aber auch, weil das Licht der Sonne wie ein heller Fluss zu ihm herabströmt.


Omraam Mikhaël Aïvanhov
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