Navajo: A Sacred Way of Life


A Sacred Way of Life

Die Weltordnung der Navajo ist ein kompliziertes Gebilde und Zusammenwirken von Kräften aus der Umwelt, der Geisterwelt, bis hin zu Hexen, welche nachts in den Fellen von Wölfen, Füchsen oder Coyoten umherstreifen.
Ihr Verständnis von "Religion" zum Beispiel läßt sich kaum mit dem Christentum vergleichen. Der "Weg des Pollenpfades" ist eine Lebens- und Denkweise, die tief in dem natürlichem Ablauf des Jahres verwurzelt ist. Sie ist darüber hinaus von einem Miteinander aller Lebewesen, auch von Geistwesen geprägt.
Das Leben ist bestimmt von der Überzeugung, daß es eine harmonische Koexistenz mit dem Übernatürlichen gibt, wenn die Dinge in der richtigen Art und Weise getan werden.
Traditionelle Navajo haben ein ganz spezielles Verhältnis zum Tod und brennen sogar ihre Hütten nieder wenn darin ein Angehöriger stirbt. Zur traditionellen Religion der Navajo gehört die Anbetung von Wind, Flussläufen und einer Reihe von Göttern, von denen man glaubt, dass sie gelegentlich in das Leben der Menschen eingreifen. Diese Götter werden häufig angerufen, man opfert ihnen und führt zeremonielle Tänze auf, in denen die Götter von bemalten und maskierten Männern dargestellt werden. Zu den komplexen religiösen Riten gehören außerdem Lieder, Gesänge, Gebete und Sandbilder. Anthony Lovato dazu:
"Unsere indianische Religion ist Harmonie, Balance, Wohlergehen für die Welt und Friede."


Medizin:

Im 16. Jh. wetteiferten "weisse" und indianische Medizin auf mythologischer Ebene miteinander. In Europa wurden verweste Leichenteile, Menstruationsflüssigkeit und Exkremente zu "Medikamenten" verarbeitet. Die Navajo-Indianer mischten Taubendreck, Drachenblut und Hirschgeschlechtsteilen. Religion und Medizin waren nicht nur bei den Indianern mit der Religionen eng verbunden. In der christlichen Religion ist die Krankheit Ausdruck der Sünde, bei den Navajo-Indianern Ausdruck des gestörten Gleichgewichtes mit der Natur.

Segensgebet des Volkes der Navajo

Ich werde für immer glücklich sein
Nichts kann mich daran hindern.
Ich gehe, und Schönheit ist vor mir.
Ich gehe, und Schönheit ist hinter mir.
Ich gehe, und Schönheit ist über mir.
Ich gehe, und Schönheit ist unter mir.
Schönheit umgibt mich, wohin immer ich gehe.
Schön sind auch meine Worte.
Ich stelle mir jetzt die Schönheit des Lebens vor.
Ich fühle sie in meinem Inneren, wenn ich das Gebet spreche.
Je mehr Heil - Sein ich ausstrahle, desto stärker wird meine Heilkraft.
Jetzt gehe ich durch das Leben in Schönheit.



Schöpfung:

Die Schöpfungsgeschichte der Navajo erzählt von einer Wanderung durch drei Welten. In der finsteren "ersten Welt" hausten Begochiddi, "Erster Mann", "Erste Frau", "Salzfrau", "Feuergott" und "Kojote". Begochiddy, ein Kind der Sonne, schuf die Insekten, die Pflanzen und die fünf Berge. Als die sechs Wesen dieser Welt müde wurden, kletterten sie an einem Schilfrohr in die "zweite Welt", in der Begochiddy weitere Berge, Wolken, Pflanzen und andere Lebewesen schuf. Konflikte mit anderen Wesen veranlassten die sechs, über ein Schilfrohr in die "dritte Welt" zu klettern, in der es Licht, Flüsse, Quellen und üppiges Leben gab. Begochiddy gestaltete menschliche Wesen, böser Zauber veranlaßte die Männer und Frauen jedoch, zu kämpfen. Wieder erklomm die Gruppe das Schilfrohr, aber sie erreichte die nächste Welt nicht ganz. Erst mit Hilfe der "Heuschrecke" und der "Spinnenmenschen" kam Begochiddy in die "vierte Welt", eine Insel inmitten eines riesigen Meeres. Dort brachte er die Welt hervor, wie die Navajo sie kennen.


andere Mythen:

Die Mythologien des Dineh/Navajo erzählen von einer Zeit, als Geschlechtidentität und sexuelle Balance verloren waren. Monster waren geboren, die auf Menschen einzogen.

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Der große Geist beschloss die Welt der Tiere und der Menschen zu trennen. Er versammelte alle Lebewesen auf einer großen Ebene und zeichnete eine Linie in den Staub. Die Linie teilte sich und wurde zu einem großen, unüberwindbaren Graben. Der Hund aber sprang im allerletzten Moment über den Graben und stellte sich zum Menschen.

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(Quelle: www.indianer-scout.de & www.google.de)