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Im Sinne der Religion












Engeljani hat folgendes geschrieben:
Ich bin Christ!
Ich bin auch ein Christ, im Sinne Jesu. Aber nicht in dem Sinne der Religion, der äußeren Kirche, die die Menschen damals aus Jesus Lehre gebastelt hat, weil sie IHN nicht verstanden hatten. Und diese Christen dieser äußeren Kirche meinen, daß diese die einzig wahre sei. Das stimmt aber nicht, weil alle Menschen in den Himmel kommen können. Denn die Taten (im Sinne Jesu) zählen und nicht der Glaube.

Zitat:
Was machte die Kath. Kirche mit dem Wort und Willen Gottes? Welche Hauptursachen schaffen ihr nun Probleme?

Die katholische Kirche kennt das Wort Gottes. Sie besitzt nicht nur das Evangelium, sondern hat durch die Apostel und die apostolischen Väter noch manches zusätzlich - was heute in der Neuoffenbarung kundgegeben wird - von Anfang an durch die Geheimtradition in Erfahrung gebracht. Sie hat aber das Wort des Herrn in der langen Kette der Jahrhunderte mehr und mehr mißbraucht. Ihr System des Zwanges und des "dogmatischen Imperialismus" hat sie auf dem starren statischen Prinzip aufgebaut und verankert. Da diesem Prinzip das Element der Erstarrung immanent ist, ist ihr jegliche Flexibilität abhanden gekommen, und jetzt, da in der modernen Welt alles in dynamische Bewegung gekommen ist, wird ihr die Starrheit und die Rechthaberei zum Verhängnis. Sie ist unwahrhaftig geworden und hat das Vertrauen der denkenden Menschen erschüttert. Dadurch ist sie unglaubwürdig geworden. "Jetzt sieht man deutlich", schreibt Hans Urs von Balthasar, "die Risse in den tragenden Pfeilern einer verfehlten Statik".
Auf der römischen Bischofssynode im Oktober 1974 erklärten die Kardinäle Alfrink (Utrecht) und Döpfner (München), die Kirche behindere oft den Zugang zum Glauben. Sie betonten, daß die Synode zuerst über eine größere Glaubwürdigkeit der Kirche sprechen müsse (!), bevor sie über die Schwierigkeiten, die die Welt der Kirche bereite, rede.
Die Kirche hat sich nie mehr auf ihre spirituelle Sendung und die Machtlosigkeit besonnen, mit der sie in den ersten Jahrhunderten die Lehre Jesu gegen alle Widerstände einer ihr feindlich gesinnten Umgebung verbreitete. Sie machte sich nie mehr von der Veräußerlichung des Zeremonientums frei und hat nie die Herrschgewalt aufgegeben, weil sie befürchtete, daß dadurch ihr falsches System gefährdet wurde. Und deshalb kann noch das Wort wahr werden, daß sie "zum Grab des Christentums wird". "Die Schuld von einst wirkt fort wie Gift."

Was ist in Jesu Sinn die wahre Kirche?

"Jeder, der Mich wie Petrus erkennt und liebt, ist ein rechter Fels, auf dem Ich Meine wahre Kirche, die wahre Liebe und Weisheit aus Mir, erbauen kann und auch vollernstlich erbaue." {jl.ev11.332,03}
Die (Amts)Kirche wird zerfallen, bevor Neues entstehen kann. Die neue Geistkirche wird nicht gestaltlos sein, auch sie benötigt eine organisatorische Form, aber nicht die Form einer hierarchisch gegliederten Amtskirche, die herrscht, Zwang ausübt, verdammt und sich in Zeremonientum und Aberglauben verliert. Sie wird auch das Wort des Evangeliums "Verschafft euch weder Gold noch Silber" {mt.10,09} beherzigen.
Zitat:
Halten die christl. Kirchen göttl. Neuoffenbarungen überhaupt für möglich?

Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche lehnen Offenbarungen, die eine neue bzw. zusätzliche Heilsbotschaft verkünden, ab. Die evangelische Kirche lehnt jede Offenbarung überhaupt ab. Gemäß dem Ausspruch Luthers 'Sola scriptura' ('nur die Heilige Schrift') lehrt sie, daß die Heilsoffenbarung mit dem Neuen Testament ihren Abschluß gefunden habe. Die katholische Kirche gibt {unter Bezugnahme auf lk.17,21 | joh.06,45 | joh.14,15ff.; joh.16,12-15; 1 kor.14,01 .05, 19 ff.} zu, daß nach Christus noch Offenbarungen stattfinden werden. Die katholische Kirche nennt solche Offenbarungen 'Privatoffenbarungen', die mehr an einzelne gerichtet seien, nicht an die gesamte Christenheit. Die heilsnotwendige christliche Offenbarung sei aber zur Zeit der Apostel abgeschlossen gewesen. Es sei gesagt worden, daß Gott durch seinen Sohn jetzt am Ende der Tage zu uns gesprochen habe" {hebr.01,02}. Daß ferner Paulus {1. kor.10,11} und Petrus {2 petr.03,03, vgl. 1 petr.04,07} und 1 joh.02,18 von den 'letzten Zeiten', dem 'Ende der Tage', ja von der 'letzten Stunde' gesprochen haben. Diese Aussagen der Apostel sind keine brauchbare Grundlage für die ablehnende Haltung der Kirchen, weil die Christen im ersten Jahrhundert es als ein Dogma betrachteten, daß noch zu ihren Lebzeiten der Untergang der Welt eintreten werde. Das beweist u. a. der zitierte Text des Hebraerbriefes {hebr.01,02}: "Jetzt am Ende der Tage", und des Korintherbriefes {1 kor.10,11}, "daß wir das Ende der Zeiten erleben...... Die Zeit ist kurz bemessen." {1 kor.07,29} Mit der Zeit mußte man schließlich den Irrtum der Apostel eingestehen.

Berechtigen Lehrunterschiede zur Ablehnung von Neuoffenbarungen?

Der Einwand, die Neuoffenbarung stelle manches anders dar, als es die Kirchen lehren, ist kein Argument für die Ablehnung dieser Kundgaben. Heute "besteht bei den Gelehrten, die sich mit der Exegese und der Bibelforschung befassen, die einhellige Meinung, daß manche Stellen des Neuen Testaments nicht identisch sind mit den abhandengekommenen Originalschriften. Davon sind heute auch die katholischen Wissenschaftler überzeugt, wenn das auch in Kirchenblättern dem katholischen Volk nicht so deutlich gesagt wird. Schon Paulus spricht im Brief an die Galater davon, daß "manche euch verwirren wollen und das Evangelium Christi verfälschen" {gal.01,07}

Warum wurde das Volk über Einschiebungen, Weglassungen und Textveränderungen in den Evangelien nicht aufgeklärt?

Daß das Evangelium Einschiebungen, Weglassungen und Textveränderungen erfahren hat, geben heute nach dem Konzil auch katholische Bibelgelehrte unumwunden zu. So schreibt z. B. der katholische Theologieprofessor Geiselmann: "Die heutige Fassung des Evangeliums ist sicher mehrmals redigiert worden."
Pater Norbert Lohfink S. J. berichtet, daß es bereits den gelehrten Mönchen des Mittelalters nicht entgangen sei, daß das Neue Testament unechte Texte enthalte. Aus diesem Grund durfte ja das Neue Testament jahrhundertelang von Katholiken nicht gelesen werden. Die katholischen Gelehrten wußten das alles längstens, nur durften sie vor dem Konzil es nicht wagen, darüber offen zu reden. Wie Pater Lohfink mitteilt, bildete sich deshalb unter den theologischen Fachgelehrten "eine Geheimlehre aus". (!)
Bis zum Jahre 1962 bestand die katholische Kirche gegenüber ihren Gläubigen darauf, daß sie glauben, daß die Bibel irrtumsfrei ist. Wegen der vereinzelten Abweichungen der Neuoffenbarung von den Lehren der Kirchen besteht somit kein Grund, die Neuoffenbarung nicht als göttliche Offenbarung anzuerkennen. Gott läßt sich von Kirchenmännern nichts vorschreiben. Sein Geist weht, wo er will und wann er will. Im übrigen hat das römische Ex-St.-Offizium auf Hans Küngs Unfehlbarkeitsbuch in der Erklärung 'Mysterium Ecclesiae'(1973) ausdrücklich bestätigt, daß die Dogmen 'situationsbedingt unvollkommen, verbesserungsfähig, ergänzbar, ersetzbar sind". Diese gewichtige Erklärung der Glaubenskongregation sollten sich katholische Leser dieser Schrift stets vor Augen halten.
Zitat:
Papst als Person; Titel {jl.bmar.078,12; jl.gso1.068,19; jl.him2.370,05-06}

{jl.bmar.078,12} (Protestanten im Jenseits zu einem verstorbenen Katholiken:) »... Im Evangelium des Herrn aber steht nirgends etwas von einer alleinseligmachenden römisch-katholischen Kirche, nichts vom Papste, nichts von den Jesuiten und nichts von den Herz-Jesu-Damen, sondern da steht ganz einfach: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst! Darin ist das Gesetz und alle Propheten!"«

{jl.gso1.068,19} »... Wer weiß solches nicht, daß Er (Jesus) sagte: "Niemand ist gut, denn Gott allein. Ihr sollet niemanden Vater nennen; denn nur Einer im Himmel ist euer Vater. Also ist auch niemand heilig, denn Gott allein." {vgl. mt.23,09} - Nun aber ist jeder Apostel heilig, und der Nachfolger Petri ist sogar ein 'Heiliger Vater'!«

{jl.him2.370,05} (Jesus:) »Was der Papst als Mensch Gutes tut im verborgenen und nicht in alle Welt ausposaunen läßt, davon wird er auch den ewigen Lohn ernten. Aber von seinem kirchlichen Wirken wird im Himmel wenig oder gar keine Notiz genommen werden, außer eine solche wie von aller Weltäußerlichkeit.
{jl.him2.370,06} Das erste Zeichen des ankommenden Gottesreiches aber ist die rechte, ewig nie eine scheinbare und noch weniger eine sogenannte Kurial- und Pontificaldemut, laut der sich ein Papst wohl einen 'Knecht der Knechte' nennt, sich aber daneben gleich wieder gegen Mein Wort und Gebot 'Heiliger Vater' titulieren läßt {vgl. mt.23,09} und dadurch ein Herrscher der Herrscher sein will - in welchem Stücke ein Papst dem andern ebenso ähnlich ist wie ein Auge dem andern.«

Worin das Papsttum die heidnische Abgötterei übertrifft {jl.him2.368,07-15}

{jl.him2.368,07} (Jesus über abzulehnende, aus dem Heidentum übernommene Praktiken der 'Gottesverehrung', die aus Gott, sofern er daran Wohlgefallen hätte, zu einen, eitlen, bestechlichen und dummen Götzen machen würden:) »Geschmückt sind die römischen Kirchen und Tempel mit Türmen und Kuppeln (symbolische Phallussymbole, die aus dem Heidentum stammen, d. Hg.), das Innere prunket mit Gold und Silber und viel Edelgesteinen. In allen den Türmen erschallen gewaltig die ehernen Glocken zu allen besonderen Zeiten der Tage, der Wochen und Jahre. Im Innern der Kirchen und Tempel ertönen die Orgeln und manchmal Posaunen, Trompeten und Pauken und Pfeifen. Und Sänger wetteifern, wer eh' sich aus ihnen die Kehle und Lunge zersprengen wohl könnte. Und Menschen bedrängen sich mächtig, wenn Messen in goldnen Gewändern und teuer bezahlt, vorgeblich zu Meiner Ehr aufgeführt werden. Denn so eine Messe wird 'Opfer' benennet und ist für die römischen Christen der allervornehmste, erhabenste, heiligste Dienst, der Mir (angeblich lt. kath. Kirche, d.Hg.) einzig allein wohlgefällt, und am meisten, wenn er so prunkvoll und teuerst bezahlt wird gegeben!
{jl.him2.368,08} O Zeiten, o Sitten, o Menschen! - Wo steht es denn geschrieben: Bethäuser mit Türmen, mit Kuppeln, mit Gold und mit Silber und Edelgesteinen zu schmücken, mit teueren Glocken zu läuten, mit Orgeln, Trompeten, Posaunen und Pauken und Pfeifen und sonstigem Geplärr voll des greulichsten Unsinns, Mich, euren Gott, zu verehren - ums Geld noch dazu!
{jl.him2.368,09} O das ist noch ärger, als was der Prophet Jesajas gesprochen, indem er da sagte: "Dies Volk Mich verehrt mit den Lippen; sein Herz doch ist ferne von Mir!" {jes.29,13} - Doch hier wäre es noch gut, so man nur das von allen römischen Christen alleinig aussagen wohl könnte. Doch hier muß man sagen: Dies Volk Mich verehrt mit gemauerten Kirchen und Türmen, mit Glockengeläute, mit Orgeln und allerlei Pfeifen, mit Klingel und Klangel, mit Büscheln und Bändern, mit Weihrauch und brennenden Kerzen, in goldnen Gewändern für Geld und für Gold und für Silber, für Wein und für Braten in allen Gestalten. Mit Lippen jedoch macht sich's dabei nicht viel zu schaffen. Es hat dafür Glocken und andere geweihte Werkzeuge! Wozu dann noch Lippen abwetzen? Das tut man zum Schein nur lateinisch ein wenig.
{jl.him2.368,10} Ums Herz darf man da nicht mehr fragen, ob's nah oder ferne Mir ist. Denn das kennet Mich nicht und hat nie Mich erkannt! - Oder haben wohl Mauern und Türme und Glocken und Orgeln und Büschel und Bänder, vergoldete Götzen und allerlei Schnitzwerk und Rauchfaß und Weihbrunn und Kerzen und Lüster und Lampen, Altäre und goldne Gewänder und allerlei andre geweihte Werkzeuge auch Herzen?
{jl.him2.369,11} O Zeiten, o Sitten, o Menschen! Wohin seid gekommen ihr Tollen, ihr Blinden, ihr Armen, ihr Toten allsamt! - Heißt denn das - Gott im Geiste und Wahrheit anbeten! - Erwachet doch einmal und machet's nicht ärger noch, als es vor Zeiten gemacht haben einzig allein nur die finstersten Heiden!
{jl.him2.369,12} Wer wagt es zu sagen: "Ich kenn' den allmächtigen Gott, den dreiein'gen, den ewig Getreuen" - und will doch nie anders als einzig allein nur ums Geld Mich lateinisch anbeten! - O das wird doch etwa die Krone der Lüge wohl sein!
{jl.him2.369,13} O seht, wer Mich kennet im Herzen als Gott und als Vater, der wird auch im Herzen alleinig durch Liebe Mich ehren und so nur in 'Wahrheit' und 'Geist' Mich anbeten - weil Ich als Gott und als Vater durch Meinen allerheiligsten Geist nur in den Herzen derjenigen wohne, die Mich als das kennen, was Ich von Ewigkeit war und als was Ich Selbst Mich auf Erden habe zu erkennen gegeben!
{jl.him2.369,14} So das aber einzig die ewige Wahrheit nur ist - was wohl wird dann das übrige sein: All' die Kirchen und Tempel und Türme und Glocken und Orgeln und Pauken, Trompeten und Pfeifen und Meßbuch und Weihrauch und Rauchfaß und Klingel und Klangel und Büschel und Bändel und aller der götzische Plunder!
{jl.him2.369,15} Ich meine, die Antwort wird jeder leicht finden ... «
Zitat:
Zusammenhang zwischen Untergang Roms und der Wiederkunft Christi {jl.ev08.162,05}

{jl.ev08.162,05} (Jesus einst zu seinen Aposteln:) »Wenn der falsche Stuhl (Vatikan in Rom, d. Hg.) wird morsch geworden sein und keinen Halt mehr haben wird, dann werde Ich wiederkommen und Mein Reich mit Mir. Dann werdet auch ihr mit Mir zur Erde kommen und Meine Zeugen vor denen sein, bei denen wir noch den wahren und reinen Glauben finden werden.
{jl.ev08.162,06} Aber in jener Zeit wird es denn auch einer großen Läuterung bedürfen, auf daß die Menschen Mich wieder erkennen und allein an Mich glauben werden. Doch was Ich euch nun im Vertrauen geoffenbart habe, davon schweiget jetzt noch! Es wird schon die Zeit kommen, in der solches laut von allen Dächern verkündet werden wird.«
Zitat:
Glaubensverlust durch Wissenschaft; abgöttischer Aberglauben vor Wiederkunft Christi {jl.ev09.089,01-12}

{jl.ev09.089,01} (Jesus:) »Was aber Meine Frage nach dem Stande des Glaubens bei den Menschen in der noch fernen Zukunft betrifft, so des Menschen Sohn wieder auf diese Erde auf die euch schon zu öfteren Malen angezeigte Art und Weise kommen wird, so sage Ich euch, daß Er im ganzen noch weniger lebendigen Glauben finden wird denn jetzt. Denn in jenen Zeiten werden es die Menschen größtenteils durch das unermüdliche Forschen und Rechnen unter den Zweigen und weit ausgebreiteten Ästen des Baumes der Erkenntnis in vielen Wissenschaften und Künsten gar sehr weit bringen und werden mit allen in der Natur der Erde jetzt den Menschen noch ganz verborgenen Kräften Wunderbares zustande bringen und werden auch sagen: "Sehet, das ist Gott, sonst gibt es keinen!"
{jl.ev09.089,02} Der Glaube dieser Menschen wird demnach so gut wie gar keiner mehr sein. Also bei diesen Menschen werde Ich in Meiner Wiederkunft keinen Glauben mehr finden!
{jl.ev09.089,03} Ein anderer, auch großer Teil der Menschen aber wird sich in einem noch um vieles dickeren und finsteren abgöttischen Aberglauben befinden, als jetzt alle Heiden auf der ganzen Erde sich befinden (Dies betrifft sowohl die vielen heidnischen und magischen Gebräuche im Katholizismus, als auch die rapide Ausbreitung der neuheidnischen New-Age-Richtungen, bei denen Spiritismus, Schamanismus, Geistheilung und alle Arten von Magie - oft unter religiösem Mantel - betrieben werden, d. Hg.). Diese werden ihre Lehrer, Vertreter und Beschützer haben in den dermaligen Großen und Mächtigen der Erde eine geraume Zeit; aber die mit allen Wissenschaften und Künsten wohlausgerüsteten Kinder der Welt werden den finstersten Aberglauben mit aller Gewalt unterdrücken und dadurch die Großen und Mächtigen der Erde in eine übergroße Verlegenheit setzen, weil durch die Wissenschaftler und Künstler aller Art und Gattung das gemeine und lange mit aller Gewalt in aller Blindheit gehaltene Volk einzusehen anfangen wird, daß es nur des Weltruhmes und Wohllebens der Großen und Mächtigen wegen, die selbst keinen Glauben hatten, in der harten Knechtschaft gehalten worden ist. Und so Ich dann kommen werde, so werde Ich auch bei diesen keinen Glauben finden. (Glaubenslosigkeit als Reaktion auf kirchl. Betrug und Ausbeutung, d. Hg.)
{jl.ev09.089,04} In der Zeit der großen Finsternis würde Ich bei ihnen keinen Glauben finden können, weil sie die dümmsten und allerblindesten Knechte ihrer Beherrscher waren, die bei sich gar wohl einsahen, wozu die gänzlich Blinden gut zu gebrauchen sind, und daß die Sehenden sich das niemals gefallen lassen würden wie die gänzlich Blinden. Sind die Blinden aber einmal durch die Wissenschaftler und Künstler auch sehend geworden, so sind sie Anhänger derer geworden, die sie zum größten Teil von der harten Knechtschaft der Großen und Mächtigen (durch den 'Rationalismus' und 'Positivismus', d.Hg.) frei gemacht haben; und so Ich da kommen würde und sagen: "Höret, ihr Völker der Erde. Ich bin nun wieder zu euch gekommen und will euch von neuem zeigen die rechten Wege zum ewigen Leben eurer Seelen!", was werden die jedes Glaubens baren Menschen dazu sagen?
{jl.ev09.089,05} Sie werden Mir zur Antwort geben: »Freund, wer du auch seist, laß ab von der alten, verbrauchten und glücklicherweise verrauchten Dummheit, für die seit den Zeiten ihrer ersten Entstehung viele Ströme oft des allerunschuldigsten Blutes geflossen sind! Ist der sogenannte gute Vater im Himmel, den wir nicht kennen und nun auch gar keine Sehnsucht mehr nach Ihm haben, gar ein so großer Blutfreund, so kann Er Sich ja leicht den großen Ozean in Blut umwandeln und sich daran höchlichst ergötzen, aber wir brauchen von solch einer Lebenslehre nichts mehr, die statt des verheißenen Gottesreiches nur die allerbarste Hölle unter die Menschen auf die ohnehin magere Erde gebracht hat. Wir halten uns nun an die Wissenschaften und Künste aller Art und Gattung und leben dabei in Frieden und Ruhe, wenn zuversichtlich auch nur zeitlich; denn uns ist nun ein gewisses zeitliches, aber friedliches und ruhiges Leben um gar vieles lieber als ein durch unzähliges Leiden und durch viele Ströme unschuldig geflossenen Blutes erkaufter und dabei doch in Zweifel gezogener Himmel mit allen seinen schönen Seligkeiten!«
{jl.ev09.089,06} Bei solcher Sprache der einstigen Menschen wird Meine Frage, ob Ich bei Meiner Wiederkunft auf die Erde einen Glauben finden werde, wohl sehr zu rechtfertigen, sein!
{jl.ev09.089,07} »Aber«, saget ihr nun in euch, »ja, wer wohl wird daran der Schuldträger sein? Etwa die Hölle? Herr, so vertilge sie! Oder etwa die falschen, eigennützigen Propheten, unter deren Deckmantel dann auch bald allerlei Große und Mächtige wie die Pilze aus der feuchten Erde zum Vorschein kommen werden und die Erde mit Krieg nach allen Richtungen überziehen und die Menschen quälen werden? Herr, so laß die falschen Propheten in Deinem Namen niemals aufkommen! Willst Du Selbst es aber also haben, so muß es Dir auch recht sein, wenn Du bei Deiner abermaligen Wiederkunft auf diese Erde unter den Menschen keinen Glauben mehr findest!«
{jl.ev09.089,08} Ich aber sage hierzu: Die kurzsichtige Menschenvernunft urteilt da freilich nach ihrer Einsicht ganz richtig, und es läßt sich von der diesweltlich-menschlichen Seite eben nicht gar zu vieles dagegen einwenden; aber Gott, als der Schöpfer und ewige Erhalter aller Dinge und Wesen, hat da wieder ganz andere Ansichten und Pläne mit allem, was Er aus Sich erschaffen hat, und so weiß Er es auch am allerbesten, warum Er dies und jenes unter den Menschen auf dieser Erde zuläßt.
{jl.ev09.089,09} Am Ende erst wird aller Aberglaube mit den Waffen der Wissenschaften und der Künste vom Boden der Erde hinweggeräumt werden, wobei aber dennoch kein Mensch in seinem freien Willen nur im geringsten beirrt wird.
{jl.ev09.089,10} Dadurch wird mit der Zeit wohl eine volle Glaubensleere unter den Menschen sein; aber es wird ein solcher Zustand nur eine höchst kurze Zeit dauern (Der Kommunismus/Atheismus konnte seine volle Macht nur 70 Jahre halten, d. Hg.).
{jl.ev09.089,11} In jener Zeit erst will Ich den alten Baum der Erkenntnis (Neuoffenbarungen Jesu, d.Hg.) segnen, und es wird durch ihn der Baum des Lebens im Menschen wieder zu seiner alten Kraft gelangen, und so wird es dann nur mehr einen Hirten und eine Herde geben!
{jl.ev09.089,12} Wer das nun verstanden hat, der wird auch Meine Frage verstehen, ob Ich in jener Zeit wohl einen Glauben, wie jetzt, auf der Erde finden werde. Solch einen Glauben, wie jetzt, werde Ich in jenen künftigen Zeiten wohl sicher nimmer finden, aber einen andern! Worin er aber bestehen wird, davon könnet ihr euch jetzt wohl keine Vorstellung machen; aber dessenungeachtet wird es dereinst dennoch so kommen, wie Ich es euch nun zum voraus gesagt habe!«
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@Feuerblitz,
letztendlich gibt es aber im innersten eines jeden Menschen einen Himmel oder eine Hölle, egal welchen Glauben diese haben oder welcher Religion diese angehören.
D.h., es gibt nur einen Gott, und der herrscht über Himmel und Hölle.

Zitat:
Auch Menschen, die panische Angst vor der Rache eines Gottes haben, sind in dieser Hinsicht intoleranter und "empfindlicher".
Weil sie nicht wissen, daß es nur diesen einen Gott der Liebe gibt, und daß wer sündigt, sich selber richtet und von sonst niemanden gerichtet wird!
Aber die meißten Menschen heutzutage kümmern sich doch einen Dreck um Gott, und leben in saus und braus. Aber ihr Innerstes, das Geistige, verkümmet.
D.h. wiederrum, daß die die panische Angst vor der Rache eines Gottes haben, es im Jenseits leichter haben, und wenn sie Ihre Sünden bereut haben, feststellen, wie milde Gott doch eigendlich ist. Hingegen die ohne Gott leben, IHN auch im Jenseits leugnen, und so lange in der Hölle schmachten, bis ihnen einfällt, daß es doch einen Gott geben könnte, den sie um Hilfe anflehen könnten, und ihnen auch geholfen wird, sobald sie IHN anflehen.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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