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Materielle Sichtweise












Hallo Natha,

Zitat:
Zitat:
Das ist eine materielle Sichtweise, die die transzendentale Natur allen Seins ignoriert.

Falsch.
Es schliesst, wie schon einige male vorab von mir vorgetragen ( alles ) auch diese mit ein. Denn wenn dem nicht so wäre, wäre es ein leichtes für dich gewesen, meiner Bitte nachzukommen und mir ein einziges Beispiel aufzuzeigen, der aufzeigt, daß es etwas gibt, daß sich nicht verändert, sich ewig gleichbliebe.


Ich hab dir ein Beispiel gegeben!
Die Lebenskraft in allen Wesen.

"Für die Seele gibt es zu keiner Zeit Geburt oder Tod. Sie ist nicht entstanden, sie entsteht nicht, und sie wird nie entstehen. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird."
(Shri Krishna in der Bhagavad-Gita 2.20)

Mit Seele, atma, ist nicht Geist, mana und auch nicht Intelligenz, buddhi, gemeint.
mana ist die mentale Ebene, des Denkens, Fühlens und Wünschens.
buddhi ist die intellektuelle Ebene des Unterscheidungsvermögens.
Atma ist transzendental, wohingegen mana und buddhi feinstofflich materiell sind. Das Tibetanische-Totenbuch bezieht sich lediglich auf indria (Sinne) mana und buddhi die tatsächlich ständig im Wandel sind. Jedoch atma das transzendentale wahre ewige individuelle Selbst ist wie oben im Vers 2.20 beschrieben.

Zitat:
Es ist ja auch der Buddhistische Pfad und nicht der Pfad, der sich auf eine Schrift und Glaubensrichtung beruft, die mit ihr nichts zu tun hat.

Auch der buddhistische Pfad ist ein Glaube.
Der Glaube, die Vorstellung das wahres ewiges Dasein formlos ist.
Auch der buddhistische Schüler ist auf Informationen angewiesen (mündlich, schriftlich wie auch immer, er braucht In-Formation)

Zitat:
Diese 5 Aspekte (5 Skandhas) zusammen ergeben daß was wir unter Leben verstehen.


Wenn sie von Gott getrennt sind, ja. Wenn sie auf ICH und MEIN gerichtet sind, ja. Diese 5 Aspekte beziehen sich auf die illusorische Vorstellung von "Leben".
Aber wenn sie auf die transzendentale Höchste Persönlichkeit Gottes gerichtet sind - nein. Dann transzendieren wir unser Bewusstsein und somit unsere Wahrnehmung.

Die Veden erklären verschiedene Stufen der Befreiung.
Der allgemein zusammenfassende Begriff in den Veden für Befreiung ist mukti, und das was im Buddhismus als Nirvana bezeichnet wird, ist lediglich die unterste Ebene der mukti.
Die technische Bezeichnung für Nirvana in den Veden ist jedoch sayuja (das Eingehen in das Brahmajioti)
Das Brahmajioti ist die gleissende, unpersönliche Ausstrahlung des transzendentalen Körpers der Höchsten Persönlichkeit Gottes.

Die Vedanta-Philosophie gibt folgendes Beispiel:
Wenn man die Sonne verstehen will wie sie ist, wendet man sich zunächst dem Sonnenlicht zu (Buddhismus), dann dem Sonnenplaneten (Dhyana-yoga - mystischer Yoga) und schließlich wenn man im Stande ist, in diesen Planeten einzugehen, besteht die Möglichkeit, die herrschende Gottheit von Angesicht zu Angesicht zu sehen (Bhakti-yoga).

Buddha lehnte die Veden aus gutem Grund ab.
Dies ist im Bhagavata-Purana das das Erscheinen Lord Buddhas um zweitausend Jahre voraus prophezeite, nachzulesen.

Einen spirituellen Pfad zu gehen beruht am Anfang immer auf Vertrauen (Glauben), Sanskrit shraddha. Ohne ein solches erstes tiefes Vertrauen, kann man keinerlei Fortschritt machen. Darum sage ich, das Buddhismus ebenfalls ein Glaube ist. Und wenn man bei diesem Glauben stehen bleibt und keinen weiteren spirituellen Fortschritt macht, bleibt es ein blinder Glaube. Dies bezieht sich genau so auf den Buddhist wie auf alle anderen Religionen.

Zitat:
Ganz einfach. Weil ihre Lehre nicht der vollen Wahrheit entsprach.

Das kling sehr sektiererisch ...

Fragt sich; was ist Wahrheit?
Wo liegt der Beweis für die Wahrheit?

Die Veden geben 3 Arten des Beweises:

pratyaksa ---> der Beweis durch Sinneswahrnehmung

anumana ---> deduktive und induktive Logik

sabda ---> durch Wissen von höheren Quellen (Shastra-Guru-Sadhu) (heilige Schrift, spiritueller Meister, Heilige Persönlichkeiten)

Transzendentale Themen können nicht durch empirische und theoretische Methoden verstanden werden!

Und noch etwas ganz praktisches zum Schluss:
Man erkennt den wahrhaft Erwachten daran, dass er jegliches Verlangen an materiellem Genuss aufgegeben hat. Da er erkannt hat, das er nicht der Körper (Sinne), das er nicht der Geist und das er auch nicht die Intelligenz ist, gibt er jegliches Streben nach materiellem Genuss auf. ---> denn man erfährt eine ganz andere Art höchster innerer Freude
Und erreicht so die Brahma-bhuta Ebene, die im Buddhismus Nirvana genannt wird.

Gruss
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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