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Liebe Gabriele,
hier ein paar Gedanken aus dem Heidelberger-Predigtforum.
http://www.predigtforum.de/
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Menschen töten Menschen, jeden Tag. Wie Kain töten Menschen aus rasender Eifersucht und Neid, z.B. Kolleginnen oder Kollegen, die mehr Erfolg haben, Konkurrentinnen oder Konkurrenten. Menschen werden hinterhältig einfach fertig gemacht (Mobbing).
Wir verweigern Menschen Achtung, Respekt und Würde, nur weil sie anders sind, fremd handeln, frei über ihr Leben entscheiden. Gilt der Schwester, dem Bruder der Beifall und nicht uns. gilt der Schwester, dem Bruder die Liebe und Zuwendung und nicht uns, dann verkrampft sich oft das Herz, und der Zorn wendet sich wie bei Kain gegen die falsche Person.
Mit Gott, dem „Hüter Israels“ (Psalm 121), dem „Hüter unseres Lebens“ (EG 58,6), hätte Kain hadern sollen, ihm klagen, ihm die Vorwürfe hinschleudern sollen. Wenn er mit Gott gestritten hätte, wäre die Auseinandersetzung an der richtigen Stelle gelaufen - wie viel Leid wäre erspart geblieben. In der Zwiesprache mit Gott sollten auch wir unsere Not, unsere Wut und unseren Zorn zum Ausdruck bringen, dann werden wir nicht schuldig und werden nicht über Leichen gehen. Der Kampf um Gerechtigkeit, dass wir als Menschen, die wir doch alle Schwestern und Brüder sind und Gott an uns sein Wohlgefallen hat, einander gerecht werden, bliebe uns nicht erspart. Aber unsere Herzen blieben offen füreinander, sodass ich mich auch mit dem anderen Menschen über seinen Erfolg freuen kann, offen für die Liebe zueinander, für behutsamen Umgang miteinander und für viel gegenseitiges Verständnis. |
Engeljani
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