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http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/bruderschaft/behaupt.htm
Bruderschaft, das Sittengesetz des neuen Zeitalters
Worauf gründet sich die Behauptung, dass ein neues Zeitalter kommt?
Alle Entwicklung geschieht gesetzmässig nach dem Weltenbauplan.
Es ist der allgemeine Glaube der Gebildeten, dass die Menschheit unseres Planeten in der Gegenwart an der Wende zweier Zeitalter steht, wenn auch die grosse Menge des Volkes dieser wichtigen Tatsache zur Zeit noch wenig Interesse und Verständnis entgegenbringt.
Die Entwicklungsgeschichte der gesamten Natur, insbesondere der Menschheit, zeigt, dass das Leben in grossen und kleinen Zyklen verläuft. Die Entwicklung schreitet nicht geradlinig fort, sondern in Wellenbewegung; auf einen Wellenberg folgt ein Wellental, auf die Ebbe die Flut, auf den Tag die Nacht, auf die Kindheit das Mannes- und das Greisenalter, auf Geburt folgen Wachstum, Alter und Tod. Dieses Gesetz gilt in allen Reichen der Natur in bezug auf alle Erscheinungen. Es ist das Gesetz der Form.
Die uralte Geheimlehre teilt mit, dass die Menschheit gegenwärtig in einem Zeitalter geistiger Dunkelheit lebe, im schwarzen Zeitalter, von dem im Jahre 1898 die ersten 5000 Jahre abgelaufen waren. Zu dieser Zeit ist die Menschheit in einen neuen Zyklus ihrer Entwicklung eingetreten.
Innerhalb eines grossen Zyklus gibt es zahlreiche kleinere Zyklen, ähnlich wie ein Tag in Stunden und eine Stunde in Minuten eingeteilt wird. Die Länge einiger Zyklen, die besonders für das menschliche Leben von Bedeutung sind, wird an dem Umlauf der Planeten um die Sonne oder nach dem Umlauf der Sonne durch den Tierkreis gemessen.
Astrologisch betrachtet lebten die arischen Völker des Westens während der letzten 2160 Jahre im Fischzeitalter, das um das Jahr 200 v. Chr. begann und dieses Jahrhundert zu Ende geht, wie von Astrologen mitgeteilt wird. Die Menschheit tritt um diese Zeit in das Wassermannzeitalter ein.
Der Charakter des Tierkreiszeichens bestimmt im allgemeinen auch den Charakter des Zeitalters. Das kommende Wassermannzeitalter soll, wie gesagt wird, ein lichtes Zeitalter sein, das im Vergleich mit dem vergangenen in allem das Gegenteil sein wird.
Der Fortschritt der Menschheit wird dadurch herbeigeführt, dass die Kultur durch das Eingreifen der höheren, die Menschheit leitenden Mächte, der Meister der Weisheit, um eine Stufe höher gehoben wird, wenn im Kreislauf des Lebens ein Zyklus sich schliesst, wodurch der Kreis zur Spirale sich gestaltet. Die Entwicklung windet sich in Spiralen vorwärts und aufwärts.
Diesen Vorgang erlebt die Menschheit in diesem Jahrhundert. Die Völker der Gegenwart stehen auf der zweiten und der dritten Stufe der Menschheitsentwicklung, auf der Stufe des Leidenschaftsmenschen, der sogenannten Radschasstufe, von welcher wir einen unteren und einen oberen Grad unterscheiden; auf dem niederen Grad stehen die unzivilisierten Völker (Wilden) und auf dem höheren die zivilisierten. Es ist die Aufgabe der zivilisierten Völker, zur vierten Stufe, zur Stufe des Edelmenschentums,und die unzivilisierten Völker zu helfen d. i. der wahren Kultur, also von der Stufe des nur gesitteten Menschen zur Stufe des sittlichen sich zu erheben.
Dass in der Gegenwart auf allen Gebieten des Lebens und bei allen Völkern der Erde, selbst bei den Naturvölkern und den unzivilisierten Wilden, ein Wandel stattfindet, ist eine allgemein beobachtete Tatsache. Nicht bloss im politischen, sondern auch auf dem Gebiet des sozialen und wirtschaftlichen, des wissenschaftlichen, religiösen und sittlichen Lebens herrscht eine Gärung, ein Umsturz, eine Zerstörung alter Formen und Anschauungen, sowie das Streben, neue, bessere Formen aufzubauen.
Alle diese Umstände beweisen, dass ein Zeitalter zu Ende geht und ein neues seinen Anfang nimmt, mit dem neue Völker, eine neue Religion und eine neue Kultur in der Geschichte der Menschheit erscheinen werden.
Und diese Entwicklung vollzieht sich gesetzmässig auf Grund des Weltenbauplanes, der allem Geschehen in unserem Sonnensystem zugrunde liegt, nach welchem dasselbe aufgebaut wurde und höheren Stufen der Entwicklung entgegengeführt wird.
Worauf gründet sich die Behauptung, dass das neue Zeitalter eine neue Sittlichkeit bringen wird?
Es gibt Ein universales Sittengesetz.
Wir beobachten, dass in den verschiedenen Zeitaltern und Entwicklungsperioden der Menschheit bei den verschiedenen Völkern und Rassen, je nach deren Entwicklungsstufe, eine andere Sittlichkeit herrscht. Die Naturvölker der Kindheitsstufe, die unzivilisierten Wilden, sowie die zivilisierten Völker haben eine von einander verschiedene Sittlichkeit bzw. Gesittung. Was in dem einen Volk und auf der einen Entwicklungsstufe als sittlich und gesittet erlaubt und geboten ist, wird von anderen Völkern, soweit sie eine andere Entwicklungsstufe einnehmen, als unsittlich und ungebildet verboten und bestraft.
Wir erleben in der Gegenwart, dass in allen zivilisierten Völkern die alten sittlichen und religiösen Ideale von einem grossen Teile des Volkes verworfen werden. Dies ist nicht nur bei den westlichen Völkern im Glaubensgebiet des Christentums der Fall, sondern geschieht in gleicher Weise auch bei den Völkern der übrigen Bekenntnisreligionen.
Zwar gibt es im ganzen Weltall, insbesondere in der Menschheit nur Eine Sittlichkeit, Ein Sittengesetz, das, auf der Einheit des Universums beruhend, der gesamten Natur zugrunde liegt und auf dem Wege der Entwicklung den Wesen immer bewusster wird.
Nicht die Sittlichkeit an sich verändert und entwickelt sich, sondern nur ihre Offenbarung in der Form, ihr Bewusstwerden und ihre Verwirklichung von Seiten der Menschen in einem erweiterten Lebenskreise unterliegen der Entwicklung. Es liegt allen Entwicklungsstufen der Menschheit dasselbe Sittengesetz zugrunde, nur der Grad und der Umfang der Erkenntnis und der Betätigung sind verschieden. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass, wenn ein Volk eine höhere Entwicklungsstufe erreicht, auch seine sittliche und religiöse Anschauung sich ändern muss. Die Stufe und der Umfang der Gemeinschaft, in der der Mensch seine Sittlichkeit und Religion betätigt und verwirklicht, bestimmen die Stufe seiner Entwicklung.
Da nun, wie bereits erwähnt wurde, die Völker der Gegenwart vor einem Aufstieg zu höherer Entwicklung stehen, muss sich auch ihre sittliche Anschauung ändern; darum wird das neue Zeitalter eine neue Sittlichkeit, d. i. eine höhere Einsicht in das universale Sittengesetz und auf Grund derselben eine höhere Stufe des sittlichen und religiösen Lebens, bringen. Die Menschheit steht vor einer sittlichen und religiösen Reform, wie sie in gleichem Umfange in den letzten 5000 Jahren nicht startgefunden hat. Die kommende Zeit ist nur zu vergleichen mit der Blütezeit der Atlantier, wie sie einst vor mehr als hunderttausend Jahren auf dem Erdteil Atlantis herrschte. Das neue Zeitalter bringt die Blüte der arischen Rasse, insbesondere die Blüte ihrer fünften Unterrasse.
Das sittliche und religiöse Bewusstsein der Menschen des neuen Zeitalters wird ein anderes sein als das der zivilisierten Völker der Gegenwart.
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