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Aller Lobpreis, womit ich Dich verherrlichte, bedeutete schiere Lästerung. Niemand außer Dir war je fähig, Dein Geheimnis zu erfassen, noch wird je jemand dazu fähig sein. Niemand entdeckte je Dein Wesen und niemandem wird dies je gelingen.
(Der Bab, Eine Auswahl aus Seinen Schriften)
LÄSTERUNG WIDER DEN HEILIGEN GEIST
Frage: - "Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den Geist wird den Menschen nicht vergeben. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt."¹
¹ Matthäus 12:31-32 s.a. Markus 3:28-29 , Lukas 12:10
Antwort: Die heiligen Wirklichkeiten der Offenbarer Gottes haben zwei geistige Stellungen. Die eine ist, Träger der Offenbarung zu sein, was mit der Stellung des Sonnenballs verglichen werden kann, und die andere ist der blendende Glanz der Offenbarung, dem Licht und den Strahlen der Sonne vergleichbar; und das sind die göttlichen Vollkommenheiten, mit anderen Worten, der Heilige Geist. Denn der Heilige Geist bedeutet die göttlichen Gnadengaben und die Vollkommenheiten des Herrn; und diese himmlischen Vollkommenheiten sind wie die Strahlen und die Wärme der Sonne. Die leuchtenden Strahlen machen das Wesen der Sonne aus, und ohne sie wäre es nicht die Sonne. Wären die Offenbarung und die Widerspiegelung der göttlichen Vollkommenheiten nicht in Christus, so wäre Jesus nicht der Messias. Er ist ein Offenbarer, weil Er in Sich die göttliche Vollendung zurückstrahlt. Die Propheten Gottes sind Offenbarungen der Vollkommenheiten des Herrn; das heißt, der Heilige Geist erscheint in ihnen.
Wenn eine Seele dem Offenbarer fernbleibt, so mag sie dennoch erweckt werden; denn dieser Mensch erkannte den Träger der Offenbarung der göttlichen Vollkommenheit nicht. Wenn er aber die göttlichen Vollkommenheiten selbst, in anderen Worten den Heiligen Geist, verabscheut, ist es klar, daß er wie eine Fledermaus ist, die das Licht haßt.
Gegen diese Ablehnung des Lichtes gibt es kein Mittel, und sie kann nicht verziehen werden; für diesen Menschen ist es also unmöglich, Gott nahezukommen. Diese Lampe hier ist eine Lampe infolge ihres Lichtes; ohne Licht wäre sie keine Lampe. Wenn nun eine Seele eine Abneigung gegen das Licht der Lampe hat, ist sie wie blind und hat kein Verständnis für das Licht; und Blindheit ist die Ursache ewiger Verbannung von Gott.
Es ist klar, daß die Menschen von der Freigebigkeit des Heiligen Geistes, der in den göttlichen Offenbarern erscheint, Gnade empfangen, und nicht von der Persönlichkeit des Offenbarers. Wenn daher eine Seele von den Gnadengaben des Heiligen Geistes nichts annimmt, bleibt sie der göttlichen Gabe beraubt, und die Verbannung selbst stellt diesen Menschen außerhalb der Reichweite der Verzeihung.
So gab es viele Menschen, die Gegner des Offenbarers waren und Ihn nicht erkannten; wenn sie Ihn aber einmal erkannten, wurden sie zu Freunden. So wurde Feindschaft gegen den Offenbarer nicht zur Ursache ewigen Ausgeschlossenseins; denn diese Menschen waren Feinde der Lampe, ohne zu wissen, daß sie das strahlende Licht Gottes war. Sie waren keine Feinde des Lichts, und wenn sie einmal verstanden hatten, daß der Träger des Lichtes der Offenbarer des wahren Lichtes war, wurden sie zu aufrichtigen Freunden.
Zusammengefaßt: Das Fernbleiben vom Träger des Lichtes muß nicht zu ewiger Verbannung führen, denn man kann wachsam und erweckt werden; aber Feindschaft gegen das Licht ist die Ursache ewigen Ausgeschlossenseins, und dagegen gibt es kein Mittel.
(Abdu'l-Baha, BEANTWORTETE FRAGEN)
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