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Dialog - monotheistischer Religionen - Daniel Pipes












Ist Allah Gott?
von Daniel Pipes
Aus http://de.danielpipes.org/article/2718

New York Sun
28. Juni 2005
Englischer Originaltext: Is Allah God?

Gefragt, ob Muslime denselben Allmächtigen anbeten wie Juden und Christen, antwortete Präsident Bush vor einigen Monaten: „Ich glaube, wir verehren denselben Gott." Mit anderen Worten: Die islamische Gottheit, bekannt als Allah, ist dasselbe überlegene Wesen, zu dem Juden und Christen beten.

Das Statement des Präsidenten provozierte breites Entsetzen unter Evangelikalen; eine Umfrage stellte fest, dass 79 Prozent ihrer Führung diese Ansicht nicht teilen. Pat Robertson erklärte beißend warum und führte an: „Die gesamte Welt wird von einem religiösen Kampf erschüttert... ob Hubal, der Mondgott von Mekka und bekannt als Allah, überlegen ist oder der jüdisch-christliche Jehovah-Gott der Bibel die höchste Macht ist."

Muslime stimmen derzeit zu, dass Gott und Allah unterschiedlich sind. Irshad Manji hat erzählt, wie ihre Lehrer in einer Madrassah in Kanada sie das lehrten. Aber der jüdische Gelehrte Jon D. Levenson befindet, dass Christen und Muslime denselben Gott verehren, „falls nicht aufrichtig, dann auf jeden Fall vereinfachend und einseitig".

Diese Diskussion spielt sich auf vielen Ebenen ab. In der amerikanischen Pfadfinder-Bewegung versprechen Muslime: „Ich will mein Bestes tun, um meine Pflicht gegenüber Gott zu erfüllen"; ihre britischen Kollegen dagegen tun ihre „Pflicht gegenüber Allah".

Das könnte wie eine unwichtige semantische Wortklauberei erscheinen, aber die Bedeutung von „Allah" hat eine tiefgründige Bedeutung. Man kann sich zwei alternative Übersetzungen der Eröffnungszeile der islamischen Grundsatz-Glaubenserklärung (Arabisch: la ilaha illa-la) ansehen. Die eine heißt: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt"; die andere: „Ich bezeuge, dass es keine andere Gottheit außer Gott gibt".

Die erste erklärt, dass der Islam einen bestimmten Herrn hat, der als Allah bekannt ist und schließt ein, dass Juden und Christen einen falschen Gott verehren. Die zweite erklärt, dass Allah das arabische Wort für den gemeinsamen, monotheistischen Gott ist und schließt einen Gemeinsamkeit mit Juden und Christen ein.

Die erste Übersetzung ist bei einer Google-Suche vierzigmal üblicher als die zweite. Trotzdem ist die letztere die Korrekte. Bush hatte recht. Es gibt verschiedene Gründe die Übersetzung zu benutzen, die Allah mit Gott gleich setzt.

Aus heiligen Schriften kommende: Der Koran selbst besteht an mehreren Stellen darauf, dass sein Gott derselbe wie der Gott des Judentums und der Christenheit ist. Die direkteste Stellungnahme ist eine, in der Muslime ermahnt werden, Juden und Christen zu sagen: „Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben." (Sure 29,46) Natürlich kann der Vers auch als „unser Allah und euer Allah sind eins" wiedergegeben werden (so steht es auch in der berüchtigten Übersetzung von Abdallah Yussuf Ali).

Geschichtliche: Chronologisch folgt der Islam auf das Judentum und das Christentum, aber der Koran behauptet, dass der Islam die anderen Monotheismen voraus geht. Nach der islamischen Doktrin (Sure 3,67) war Abraham der erste Muslim. Moses und Jesus führten Fehler in das Wort Gottes ein; Mohammed brachte es perfekt auf die Erde. Der Islam betrachtet Judentum und Christenheit als fehlerhafte Versionen seiner selbst, im Wesentlichen richtig, aber in den Details falsch. Diese Betrachtungsweise schließt ein, dass alle drei Glauben den Gott Abrahams teilen.

Sprachliche: So, wie „dieu" und „Gott" die französischen und deutschen Worter für „Gott" sind, so ist „Allah" die arabische Entsprechung. Teilweise kann diese Identität der Bedeutung aus verwandten Wörtern aus betrachtet sein: Das hebräische Wort für Gott, „Eloh-im", ist ein verwandtes Wort von „Allah". Die maltesische Sprache ist einzigartig, denn sie basiert auf dem Arabischen, wird aber von einem vorwiegend katholischen Volk gesprochen; dort ist Gott „Alla".

Weiterhin benutzen die meisten Arabisch sprechen Juden und Christen regelmäßig das Wort „Allah", wenn sie Gott meinen. (Kopten, die Christen Ägyptens, tun das nicht.) Das Alte und das Neue Testament in Arabisch benutzen dieses Wort. In der arabischsprachigen Bibel z.B. wird Jesus als der Sohn von „Allah" bezeichnet. Selbst Übersetzungen, die von christlichen Missionaren verfasst wurden, so die berühmte von Cornelius Van Dyke aus dem Jahr 1865, sagen Allah, genauso missionarische Diskussionen.

Die Gleichung Gott=Allah bedeutet, dass, so feindselig politische Beziehungen auch sein mögen, ein gemeinsames Band der „Kinder Abrahams" existiert und seine Erforschung kann eines Tages die Grundlage für ein gutes Einvernehmen zwischen den Religionen bieten. Der jüdisch-christlicher Dialog hat große Fortschritte gemacht und der jüdisch-christlich-muslimische Trialog könnte das auch tun.

Bevor das aber passieren kann, müssen die Muslime erst die Gültigkeit alternativer Herangehensweisen zu dem einen Gott anerkennen. Das bedeutet, dass das Überlegenheitsdenken, der Extremismus und die Gewalt der derzeitigen islamistischen Phase zurückgelassen werden muss.

Zitat:
Moses und Jesus führten Fehler in das Wort Gottes ein; Mohammed brachte es perfekt auf die Erde.


Nicht Moses (s.a.s.) und Jesus (s.a.s.) sondern die Menschen danach verfälschten Gottes Wort. Und der Koran wird von Gott beschützt vor Verfälschung.

Zitat:
„Kinder Abrahams"


Eben weil Abraham (s.a.s.) unser Religiöser Ur-Vater ist und Allah mit ihm den "Weltzeit-Bund/-Vertrag" (Beschneidung aller männlichen Nachkommen) eingegangen ist beschneiden sich ALLE Gläubigen Männer.
Alle drei Propheten (s.a.s.) haben das Wort Gottes 1:1 wiedergegeben! Die Menschen ließen vieles aus, vergaßen einiges oder drehten es um wie es ihnen gefallen hat. Schande über all die Sünder!
Sakina für alle.


Zitat:
Alle drei Propheten (s.a.s.) haben das Wort Gottes 1:1 wiedergegeben! Die Menschen ließen vieles aus, vergaßen einiges oder drehten es um wie es ihnen gefallen hat. Schande über all die Sünder!



@ Walid

Sollen wir über die die vor uns waren urteilen,verurteilen und bestrafen? oder versuchen sie wie ein gerechter Richter zu verstehen? und das Urteil und die Strafe dem Barmherzigen überlaßen.

Zum Verständnis derer die vor mir waren hat auf jeden Fall bei mir diese Seite beigetragen.
http://www.sub.uni-goettingen.de/eb.....rient/docs/quran-text.htm

Zitat:
Wichtigkeit des Gedächtnisses bei der Übermittlung des Wissens


mfG gnostik
Forum -> Judentum und Christentum


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