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Kritik vs Ermutigung













Fehlern in Mitmenschen begegnen wir mit:
Kritik, damit der andere ganz klar seine Fehler erkennt
3%
 3%  [ 1 ]
Ermutigung, wir betrachten gemeinsam etwas schönes
30%
 30%  [ 8 ]
Erst Kritisieren, Fehler aufzeigen, dann ermutigen
19%
 19%  [ 5 ]
Erst Ermutigen, dann auf die Fehler hinweisen
38%
 38%  [ 10 ]
Weder ermutigen noch kritisieren, jeder soll doch machen was er will
7%
 7%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 26

Lieber Herzlich!

Ich kenne und schätze Yojo seeeehr!
Schön dass Du das hier nochmal bekräfigst, wie sehr seine Worte berühren können.
Ich selbst habe durch den Kontakt zu Yojo und seinem Blatt Nachteule, für mich sehr tiefegendes erfassen und begreifen dürfen.
Beide waren mir bereits Meilensteine auf meinem Weg. Du siehst, ich habe wahre ELDESTEINE als Meilensteine. Das ist doch Segnung pur.
So und nun werde ich Dein Posting lesen...
Herlichst, Daniela


***********************


Lieber Herzlich!

Erst mal danke für Deine Worte. Sie gehen tief und ich fühle wie Du - bis auf einen einzigen Punkt.

Eine wirksame Methode, um den Drang zu kritisieren abzustellen, ist, sich einfach an die eigenen Fehler zu erinnern. Und wohl noch wirksamer ist es, sich selbst den sehnsüchtigen, lebenslangen Wunsch einzugestehen, von anderen nicht kritisiert, sondern gelobt und ermutigt zu werden.

Dies halte ich nur bedingt für wirksam.
Wie lange und wie oft soll man ständig nur bei sich hinschaun?
Wie viel Lebensenergie geht denn damit verloren, immer nur bei sich die Fehler zu suchen?

Sicher erkenne ich dort und da Mängel und Schwächen in meinem SEIN.
Diese zu erkennen halte ich für sehr wichtig.

Aber ist es nicht zielführender liebevoll mit sich selbst umzugehen?
Sich selbst anzulächen und zu vergeben?
Vielleicht auch mal über alles einfach nur zu lachen?
Es mit Humor zu nehmen?

Wir gehen unseren Weg - so viel ist fix.
Und weißt Du warum ich daran gar keinen Zweifel habe?
Weil aus Deinen Worten die Liebe zu Gott heraus strahlt.
Selbst wenn Du über Kritik schreibst fühle ich diese Liebe und Deinen tiefen Glauben.

Also sei unbeschwert und sorge Dich nicht.
Du hast bereits einen Antrieb im Leben, der stärker ist als alles andere.

Wir gehen unseren Weg Shritt für Schritt.
Ich kann immer nur ein so gutes ICH sein, wie ich es im Moment sein kann. Das allerdings bin ich jeden Tag ein bisschen mehr.
Das gilt für Dich genauso!

Alle(s) Liebe, Daniela
Liebe Daniela,

Danke, dass Du mein Posting so aufmerksam gelesen und Deinen Beitrag dazu geschrieben hast. Du hast schon recht, es macht wenig Sinn, immer nur die eigenen Fehler zu betrachten. Das war damit auch nicht gemeint. Es ging mir nur um einen Hinweis, was man tun kann, wenn das Nachdenken über die Fehler eines anderen Menschen einen partout nicht losläßt. Ich habe das manchmal, dass ich mich stundenlang über so etwas ärgere - und dann, wenn der Ärger endlich langsam nachläßt, feststelle, dass ich denselben Fehler ebenfalls oft genug selbst mache. Vielleicht sieht man bei anderen auch gerade die Fehler am deutlichsten, die man selbst häufig macht ... .

Jedenfalls ist es wohl im allgemeinen besser, Geduld zu haben - mit dem anderen und mit sich selbst. Das schließt nicht aus, auch mal eine "Ichbotschaft" abzugeben, dass heißt, dann wenn es schwer wird, das Verhalten eines anderen Menschen zu ertragen, einfach aber respektvoll und liebenswürdig zu sagen, wie man sich fühlt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut ankommt, wenn ich dem anderen rechtzeitig signalisiere, dass ich an die Grenze meiner Belastbarkeit komme, wenn ich es so tue, dass es für ihn nicht wie ein Vorwurf, sondern wie eine wichtige Information wirkt. Das bringt eine völlig neue Qualität in eine Beziehung.

Allerdings sollte niemand glauben, es gelänge mir, immer ruhig und geduldig zu bleiben. Auch ich fahre gelegentlich aus der Haut - und stehe hinterher oft genug tief beschämt vor einem Scherbenhaufen. Es ist eben ein lebenslanges Üben und das ist gut so, denn es erzieht zur Demut.


Liebe Grüße & nochmals Danke für Dein Posting ,

Herzlich
Lieber Herzlich!

Na, dann habe ich Dein erstes Posting nicht so aufmerksam gelesen wie Du hier dankend erwähnst.

Unter diesem Gesichtspunkt, kann ich Dir ausnahmlos in allen Punkten zustimmen.

Hilfreich ist mir auch, darauf zu achten, wie weit und wie tief ich mich einlasse - wenn ich mich über was ärgere. Dosiert geht es ja - sein lassen kann ich es nicht, so lange ich mich ärgere (möchte es doch gelöst werden) - aber schön dosiert, komm ich dann doch klar damit.
Wenn sich das nicht einrichten lässt, oder dieser Punkt von mir übersehen wird, na, dann lande ich letztlich auch in der Demut. *gg

Aber das ist ja eigentlich das selbe, was Du geschrieben hast - mit respektvoll sagen, jetzt komme ich an meine Grenzen ...


Zitat:
Das bringt eine völlig neue Qualität in eine Beziehung.


Alles Liebe und danke für Deine so klare und treffende Antwort
Daniela
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