Kritik vs Ermutigung



Fehlern in Mitmenschen begegnen wir mit:
Kritik, damit der andere ganz klar seine Fehler erkennt
3%
 3%  [ 1 ]
Ermutigung, wir betrachten gemeinsam etwas schönes
29%
 29%  [ 8 ]
Erst Kritisieren, Fehler aufzeigen, dann ermutigen
22%
 22%  [ 6 ]
Erst Ermutigen, dann auf die Fehler hinweisen
37%
 37%  [ 10 ]
Weder ermutigen noch kritisieren, jeder soll doch machen was er will
7%
 7%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 27

Wu hat folgendes geschrieben:
Liebe Daniela!
na, dann hoffe ich nur, dass ich mit meiner Form in kein Fettnäpfchen getappt bin...

Aber in dem Punkt muss ich Dir recht geben: Wenn alle Menschen gelernt haben werden
wirklich Selbstverantwortung zu übernehmen, dann wird Kritik wohl überflüssig sein...


Lieber Wu!

Formen gibt es, so unendlich vielfältig die Schöpfung ist. In mein Fettnäpfchen zu treten ist mittlerweile Gott sei dank (und dank an mich selbst) schwer möglich. Das hast Du nicht.

Ich finde es sehr schön, dass wir uns doch noch in einem Punkt finden.
Gemeinsamkeiten zu finden ist (meiner Meinung nach) einfach erhabener und schöner als Unterschiede zu suchen.

Ich wünsch Dir alle(s) Liebe!
Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!
Lieber / liebe (?) Herzlich!

Alleine schon Dein Nickname ist sehr ansprechend.

Jeder ist versucht zu kritisieren. Sich dafür zu entscheiden es anders zu machen, ist eine Herausforderung und bedeutet, etwas für sich NEUES zu üben.

Alleine schon Deine Ausrichtung erhebt Dich im Herzen.
Du solltest Dich nicht schämen für Dein SEIN finde ich.
Wie sagtest Du?
Wir sind Bergwerke voller Edelsteine ....
In diesem WIR bist Du ebenso enthalten - denn Du postest hier auch.

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Ich glaube, dass wir durch den geistigen Impuls, den Bahá u´lláh in diese Welt gebracht hat, zu einer vollkommen neuen, heute noch gar nicht absehbaren Sichtweise auf das Thema "Kritik", bzw. auf die Ermutigung kommen werden.
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Es ist gut möglich, dass sich da ein Wandel vollzieht. Wenn dieser Wandel entritt, so ist er sehr umgreifend und tief gehend. Da kann ich Dir nachfühlen und folgen was Du meinst.

Alle(s) Liebe, Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!
@ Danielle

Danke !

Liebe Grüße,

Herzlich



P.S.: ich bin ein Mann

Sixpack hat folgendes geschrieben:
und dass du bischen mehr eier in der hose haben solltest!
meine Meinung.......


Ich hau mich nieda.......
Das wäre ja glatt so, wie wenn Du mir mehr Brüste wünschen würdest. Also ich bin mit zweien völlig ausgestattet und zufrieden.

Woher kommst Du denn ??? Spricht Dein Nickname für Deine Gattung?
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!
Hallo zusammen,

das Thema und insbesondere das Posting von Yoyo hat mich sehr angesprochen und bis in den Schlaf verfolgt. Ich habe gestern Nacht einige Gedanken notiert und schreibe sie Euch hier zur Anregung.

Liebe Grüße ,

Herzlich


Zitat:

Es ist eine gewöhnliche Erfahrung: wer nörgelt und kritisiert, stößt die Menschen ab, wer ermutigt und lobt, zieht sie an.

Wieviel Lebensenergie und Anstrengung verwendet jeder von uns jahrein, jahraus darauf, seine Fehler und Schwächen vor den Blicken der anderen Menschen zu verbergen, und wie oft fühlen wir uns zutiefst gedemütigt und verletzt, wenn uns das nicht gelingt. Und dennoch bestehen wir darauf, andere kritisieren zu dürfen, ja halten es sogar für zwingend notwendig, um die anderen auf den rechten Weg zu weisen. Und natürlich nehmen die anderen dasselbe Recht für sich ebenso in Anspruch. So schließt sich der Kreis. ... Merkwürdig, dass wir immer wieder mit solcher Energie versuchen, uns selbst zu verletzen.

Steckt nicht hinter jeder für noch so notwendig gehaltenen Kritik der Drang, uns zum Richter über andere zu machen und uns damit selbst zu erhöhen? Wie kümmerlich ist unsere Absicht, wenn wir zugeben müssen, dass es tatsächlich so ist.

Eine wirksame Methode, um den Drang zu kritisieren abzustellen, ist, sich einfach an die eigenen Fehler zu erinnern. Und wohl noch wirksamer ist es, sich selbst den sehnsüchtigen, lebenslangen Wunsch einzugestehen, von anderen nicht kritisiert, sondern gelobt und ermutigt zu werden.

Wieviel Furcht und Verzagtheit wird in die Menschenherzen gesät, weil wir von Kindesbeinen an kritisiert und entmutigt werden und wieviel Lebensenergie und Vorteil für alle geht dadurch verloren? Und dennoch glauben wir, Kritik sei notwendig und unumgänglich und müsse nun mal sein.

Das Gefährliche an der Kritik ist, dass sie das Licht im Menschenherzen auslöscht. Und Menschen tun furchtbare Dinge, wenn das Licht in ihren Herzen erloschen ist.

Wie wollen wir denn wissen, ob ein Gesellschaftssystem, in dem Kritik ganz oder zumindest weitgehend durch Lob und Ermutigung ersetzt wird, überlebensfähig ist, wenn wir es noch nicht einmal ausprobieren?

Ist nicht letztlich die eigene Eitelkeit der stärkste Motor der Kritik?

Vielleicht klammern wir uns nur deshalb so zäh an unser vermeintliches Recht zur Kritik, weil es wirkt wie unsere letzte Domäne in einer Welt, der wir ansonsten ohnmächtig gegenüberstehen.

Je stärker das Feuer der Liebe Gottes in unserem Herzen brennt, desto schwerer wird es, einen anderen Menschen zu kritisieren. Das liegt daran, dass Kritik trennt, während unser Herz doch eigentlich das Verbindende ersehnt.
Das ist auch der Grund, weshalb wir uns eine Welt ohne Kritik nicht vorstellen können. Wir können uns eben nicht ausdenken, wozu die Menschheit in der Lage ist, wenn alle Menschenherzen vom Feuer der Liebe Gottes entflammt sind.
Lieber Herzlich!

Ich kenne und schätze Yojo seeeehr!
Schön dass Du das hier nochmal bekräfigst, wie sehr seine Worte berühren können.
Ich selbst habe durch den Kontakt zu Yojo und seinem Blatt Nachteule, für mich sehr tiefegendes erfassen und begreifen dürfen.
Beide waren mir bereits Meilensteine auf meinem Weg. Du siehst, ich habe wahre ELDESTEINE als Meilensteine. Das ist doch Segnung pur.
So und nun werde ich Dein Posting lesen...
Herlichst, Daniela


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Lieber Herzlich!

Erst mal danke für Deine Worte. Sie gehen tief und ich fühle wie Du - bis auf einen einzigen Punkt.

Eine wirksame Methode, um den Drang zu kritisieren abzustellen, ist, sich einfach an die eigenen Fehler zu erinnern. Und wohl noch wirksamer ist es, sich selbst den sehnsüchtigen, lebenslangen Wunsch einzugestehen, von anderen nicht kritisiert, sondern gelobt und ermutigt zu werden.

Dies halte ich nur bedingt für wirksam.
Wie lange und wie oft soll man ständig nur bei sich hinschaun?
Wie viel Lebensenergie geht denn damit verloren, immer nur bei sich die Fehler zu suchen?

Sicher erkenne ich dort und da Mängel und Schwächen in meinem SEIN.
Diese zu erkennen halte ich für sehr wichtig.

Aber ist es nicht zielführender liebevoll mit sich selbst umzugehen?
Sich selbst anzulächen und zu vergeben?
Vielleicht auch mal über alles einfach nur zu lachen?
Es mit Humor zu nehmen?

Wir gehen unseren Weg - so viel ist fix.
Und weißt Du warum ich daran gar keinen Zweifel habe?
Weil aus Deinen Worten die Liebe zu Gott heraus strahlt.
Selbst wenn Du über Kritik schreibst fühle ich diese Liebe und Deinen tiefen Glauben.

Also sei unbeschwert und sorge Dich nicht.
Du hast bereits einen Antrieb im Leben, der stärker ist als alles andere.

Wir gehen unseren Weg Shritt für Schritt.
Ich kann immer nur ein so gutes ICH sein, wie ich es im Moment sein kann. Das allerdings bin ich jeden Tag ein bisschen mehr.
Das gilt für Dich genauso!

Alle(s) Liebe, Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!
Liebe Daniela,

Danke, dass Du mein Posting so aufmerksam gelesen und Deinen Beitrag dazu geschrieben hast. Du hast schon recht, es macht wenig Sinn, immer nur die eigenen Fehler zu betrachten. Das war damit auch nicht gemeint. Es ging mir nur um einen Hinweis, was man tun kann, wenn das Nachdenken über die Fehler eines anderen Menschen einen partout nicht losläßt. Ich habe das manchmal, dass ich mich stundenlang über so etwas ärgere - und dann, wenn der Ärger endlich langsam nachläßt, feststelle, dass ich denselben Fehler ebenfalls oft genug selbst mache. Vielleicht sieht man bei anderen auch gerade die Fehler am deutlichsten, die man selbst häufig macht ... .

Jedenfalls ist es wohl im allgemeinen besser, Geduld zu haben - mit dem anderen und mit sich selbst. Das schließt nicht aus, auch mal eine "Ichbotschaft" abzugeben, dass heißt, dann wenn es schwer wird, das Verhalten eines anderen Menschen zu ertragen, einfach aber respektvoll und liebenswürdig zu sagen, wie man sich fühlt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut ankommt, wenn ich dem anderen rechtzeitig signalisiere, dass ich an die Grenze meiner Belastbarkeit komme, wenn ich es so tue, dass es für ihn nicht wie ein Vorwurf, sondern wie eine wichtige Information wirkt. Das bringt eine völlig neue Qualität in eine Beziehung.

Allerdings sollte niemand glauben, es gelänge mir, immer ruhig und geduldig zu bleiben. Auch ich fahre gelegentlich aus der Haut - und stehe hinterher oft genug tief beschämt vor einem Scherbenhaufen. Es ist eben ein lebenslanges Üben und das ist gut so, denn es erzieht zur Demut.


Liebe Grüße & nochmals Danke für Dein Posting ,

Herzlich
Lieber Herzlich!

Na, dann habe ich Dein erstes Posting nicht so aufmerksam gelesen wie Du hier dankend erwähnst.

Unter diesem Gesichtspunkt, kann ich Dir ausnahmlos in allen Punkten zustimmen.

Hilfreich ist mir auch, darauf zu achten, wie weit und wie tief ich mich einlasse - wenn ich mich über was ärgere. Dosiert geht es ja - sein lassen kann ich es nicht, so lange ich mich ärgere (möchte es doch gelöst werden) - aber schön dosiert, komm ich dann doch klar damit.
Wenn sich das nicht einrichten lässt, oder dieser Punkt von mir übersehen wird, na, dann lande ich letztlich auch in der Demut. *gg

Aber das ist ja eigentlich das selbe, was Du geschrieben hast - mit respektvoll sagen, jetzt komme ich an meine Grenzen ...


Zitat:
Das bringt eine völlig neue Qualität in eine Beziehung.


Alles Liebe und danke für Deine so klare und treffende Antwort
Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!