Kritik vs Ermutigung



Fehlern in Mitmenschen begegnen wir mit:
Kritik, damit der andere ganz klar seine Fehler erkennt
3%
 3%  [ 1 ]
Ermutigung, wir betrachten gemeinsam etwas schönes
29%
 29%  [ 8 ]
Erst Kritisieren, Fehler aufzeigen, dann ermutigen
22%
 22%  [ 6 ]
Erst Ermutigen, dann auf die Fehler hinweisen
37%
 37%  [ 10 ]
Weder ermutigen noch kritisieren, jeder soll doch machen was er will
7%
 7%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 27

Liebe Freunde

Wie Donata meint, ist es die Angst vor den eigenen Fehlern, die uns allen zu schaffen macht. Wenn wir in einer Kultur der Ermutigung leben, so können wir uns und unsere Fähigkeiten besser und leichter entwickeln. Diese Kultur will aber geschaffen und gefördert werden. In meiner Schulzeit empfand ich das Hauptaugenmerk auf das fokussiert, was ich nicht gut konnte. Meine Talente und Fähigkeiten musste ich mir im späteren Leben erst mühsam erarbeiten. Dabei sind die Dinge die man nicht kann eigentlich der uninteressantere Teil des Lebens. Z. B. bei der Berufswahl wäre es von größter Wichtigkeit über die eigenen Stärken genau bescheid zu wissen. Natürlich lernt man aus Fehlern sehr viel und wir sollten viele der Fehler die wir machen, als Negativ-Erfolge betrachten und sie zum Anlass nehmen uns zu verbessern und uns weniger davor fürchten, vor allem aber mit Kritik sehr behutsam umgehen, uns selbst und auch Anderen gegenüber. Jesus sagte ja auch „ wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“

Alles Liebe
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Hallo -

ich denke man sieht hier deutlich, daß wir da von verschiedenen Dingen sprechen -
natürlich ist in der Erziehung (im allerweitesten Sinn) Ermutigung und positive
Verstärkung vorzuziehen - aber nicht immer möglich und angebracht. Wenn jemand
'den Satan im Weißen Haus vernichten' will, oder 'die Kanaken wieder hinausschmeißen',
oder (um bei der Erziehung zu bleiben) wenn ein Kind auf die Eisenbahnschienen zuläuft
- also dort, wo konkrete Gefährdung vorliegt oder absehbar ist, dort ist Kritik notwendig,
und sie nicht anzubringen, oder gar zu ermutigen, ein Fehler.
Sehe ich genau so

liebe Grüße
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Das Thema scheint ja viele von uns brennend zu interessieren und ich denke jeder hat ein bischen Recht mit dem was er schreibt. Zum Leben gehören Fehler einfach dazu und der Mut zu seinen gemachten Fehlern zu stehen ist wohl eine besondere Fähigkeit des Menschen, die er oft schmerzvoll lernen muss. Aus großen Fehlern im Laufe der Zeit kleinere werden zu lassen .........und vielleicht sind sie auch einmal ganz weg??!!?? .... das ist wohl die Kunst des Lebens.
Es gibt nichts Gutes außer man tut es! Marion
In meiner Ausbildung gibt es Lehrer, die ermutigen und es gibt welche, die kritisieren. Bei den Kritisierenden, hat man am Ende keine Lust mehr etwas neues zu machen, bei den Ermutigenden, weiß man, was man hätte besser machen können und macht das auch.
Ich finde, Ermutigung ist kein Übersehen von Fehlern. Und eigentlich ist es sogar schön, wenn man auf Fehler aufmerksam gemacht wird. Sonst könnte man nichts ändern. Ermutigend natürlich.
Würde ein kleines Pflänchen seine Unvollkommenheiten betrachten, seine Kleinheit kritisieren und die Verletztlichkeit seiner Blätter in Betracht ziehen, was könnte dies nützen?

Schaut es aber gen Himmel, und nimmt die Schönheit des Sonnenlichtes in sich auf, wird es wachsen, voller Freude, der Sonne entgegen. Ohne daß es sich damit beschäftigt werden die Unvollkommenheiten der Kleinheit und der Verletzlichkeit verschwinden, und aus dem Winzling wird vielleicht dereinst ein stattlicher, fruchtbeladener Baum.

So ist auch das Betrachten der Sonne der Wahrheit der Weg zur Vervollkommnung, und nicht das sich-beschäftigen mit Fehlern, auch nicht mit den eigenen. Die Sonne der Wahrheit lehrt uns wie wir sein sollen, betrachten wir sie, wachsen wir ihr entgegen. Egal, welche Unvollkommenheiten derzeit in uns sichtbar sind.

Diese Sichtweise mag ich am liebsten, denn sie ist die ermutigendste, und schafft die innigst-mögliche Verbindung mit dem Schöpfer! Und der freut sich, wenn sein Geschöpf freudestrahlend auf Ihn blickt, und Seine Freude bleibt nicht unbemerkt....

Alles Liebe von Yojo
Hallo
Ich kenne den schönen Spruch: "Ein Lob ist mehr als 1000 Worte"

Tatsächlich habe ich es schon selber öfter erlebt, dass ich mir etwas wofür ich gelobt wurde, sehr lange gemerkt habe. Und immer wieder freue ich mich dann, und versuche es wieder so gut zu machen wie damals, als ich das Lob bekam.

Natürlich merkt man sich auch einen Tadel, aber dann hat man eben kein gutes Gefühl dabei, sondern man schämt sich.

tschüs - Sinje
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Man weiß nie wozu man fähig ist, bevor man aufsteht und versucht es zu machen.
Das ist ein sehr schönes Beispiel um jemanden Tore zu öffnen die ihn ihm verschlossen sind. Ich für meinen Teil werde dieses Beispiel in mir tragen, und ich werde davon leben.
Hallo
Also ich denke Kritik sowie Ermutigung , liegen beide im Blick des Betrachters.Ich kann jemandem meine wohlwollende Meinung sagen, und er fasst diesselbe als Kritik auf, oder ich kann ihm " les quatre Verite" sagen und er laechelt mich an und sagt "Danke "; In beiden Faellen werde ich wohl
etwas leicht verwirrt stehen bleiben und mich ausgiebig fragen, was war Kritik und was war Ermutigung? Die andere Situation ist genau umgekehrt, Er kann meine Meinung sehen als was sie urspruenglich gedacht war , und sagt mir seine Meinung dazu , es entsteht Dialog wenn ich die seine auch annehmen kann, oder ich verstehe nun seine Meinung nicht sinngemaess und wir bleiben in diesem Fall wieder, diesmal beide ,in Verwirrung zurueck.

Ellen
Wu hat folgendes geschrieben:
Hallo -


Fehler und Irrtümer existieren, und man kann sie nicht weg-loben oder weg-ermutigen.
Wenn jemand immer wieder auf die Treppe kotzt, werde ich ihn davon nicht abbringen,
indem ich seinen schönen Gesang lobe, wenn er vom Wirtshaus heimkommt...


Lieber Wu!

Ich versuche niemanden von irgend etwas weg zu bringen, da ich der Meinung bin, dass niemand das Recht hat, sich einzumischen.
Wenn der auf die Treppe kotzen möchte, dann soll er es doch tun.

Kommt dieser Mensch und berichtet er mir von seinem Problem - dass er immer wieder auf die Treppe kotzt und die Hausmeisterin ist ständig erbost, DANN werde ich ihm gerne helfen; mit Rat und Tat zur Seite stehen, soweit ich das eben kann.
An der Stelle ist Ehrlichkeit absolut von Bedeutung.
Ein solches Gespräch hat dann aber nichts mehr kritisierendes an sich.

Das wovon Du schreibst, ist sich unerlaubt und uneingeladen einzumischen in das Leben eines anderen. Unter diesem Hintergrund etwas zu sagen, ist das, was ich unter Kritik verstehe.

Liebe Grüße,
Daniela
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Ich wünsche allen Lebensfreude bis zum Abwinken!