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Du meinst wohl die Bibelstellen, die Du aus dem Zusammenhang gerissen hast .
Für die Leute, die die Dateien nicht runterladen können, möchte ich gern, das Vortragsmanuskript posten.
Schwert oder Frieden – was hat Jesus gebracht?
Matthäus 10, 34
Predigt Andreas Symank
Freie Evangelische Gemeinde Zürich Helvetiaplatz
Zürich, 16. Februar 2003
„Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekom-men, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!“ Das steht im Matthäus-Evangelium, Ka-pitel 10, Vers 34, und gesagt hat es Jesus Christus.
Jesus war ein Provokateur, ein Herausforderer, ein Aufrüttler. Er hat die unglaublichsten Din-ge gesagt – rätselhafte Dinge, harte Dinge (zu denen, die sich für gut hielten), liebevolle Din-ge (zu denen, die wussten und bereuten, dass sie schlecht waren), Dinge, die alle Vorstellun-gen der Leute auf den Kopf stellten, Dinge, die zu einem neuen Denken und zu einem neuen Verhalten herausforderten.
Eines dieser provozierenden Worte haben wir hier vor uns: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert!“ Damit wollen wir uns heute morgen befassen.
Wieso bin ich gerade auf diese Aussage Jesu gekommen? Das hat mit der gegenwärtigen weltpolitisch angespannten Lage zu tun, mit der Konfrontation von Christentum und Islam. Nach dem Terroranschlag auf die Zwillingstürme in New York haben Menschen in Europa und Amerika (Christen und andere) auf zahlreiche Stellen im Koran aufmerksam gemacht, die die Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen auffordern. Das ließen die islami-schen Gelehrten natürlich nicht auf sich sitzen. Sie blätterten ihrerseits in der Bibel und hiel-ten der Christenheit Verse unter die Nase, wo ebenfalls zum Kampf aufgerufen wird. Ein sol-cher Vers ist Matthäus 10,34. Von wegen Jesus, der Friedensstifter, sagen sie. Jesus, der Schwertkämpfer! Jesus bringt Krieg über die Welt, nicht Frieden. Er hat es ja selber gesagt.
Hat er das wirklich? Das wollen wir jetzt genauer untersuchen.
Haben Sie noch im Ohr, wie Jesus seine provozierende Aussage beginnt? „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen.“ Aha, das dachten die Leute also: Wenn der Messias kommt, ist Schluss mit Krieg; dann bricht der große Frieden aus. So dachten nicht nur die Ahnungslosen und die Halbgebildeten. So dachten auch die Jünger von Jesus (zu denen redet er hier ja). So dachten sogar die jüdischen Theologen. Wie kamen denn sie alle dazu, vom Messias Frieden zu erwarten? War das einfach ein Wunschtraum, fromme Phanta-sie? Ganz und gar nicht! Diese Erwartung basierte auf handfesten Ankündigungen, und zwar auf Ankündigungen, die Gott selbst gemacht hatte.
„Ein Kind ist geboren, der künftige König ist uns geschenkt! Und das sind die Ehrennamen, die ihm gegeben werden: umsichtiger Herrscher, mächtiger Held, ewiger Vater, Friedensfürst. Seine Macht wird weit reichen, und dauerhafter Frieden wird einkehren.“ Jesaja 9,5.6
„Freu dich, du Zionsstadt!
Jubelt laut, ihr Bewohner Jerusalems!
Seht, euer König kommt zu euch! …
Er schafft die Pferde und Streitwagen ab …
Auch die Kriegsbogen werden zerbrochen.
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