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Richtigkeit dieser Theorie












Hallo,

Dr. Gabriel Sawma geht sogar erheblich weiter als Luxenberg:
Zitat:
Die Sprache des Korans ist und war schon immer aramäisch und nicht arabisch.


Zitat:
An die Syrisch-sprechenden Menschen in Deutschland: Der Koran ist in einer Sprache geschrieben worden, die ihr versteht. Ihr solltet in der Lage sein, jeden einzelnen Vers des Korans zu entschlüsseln.

Wenn das stimmt, dann ist dies der allerstaerkste Beweis fuer die Richtigkeit dieser Theorie.
Wenn dies Wissen langfristig den Untergang der orthodoxen islamischen Religion, so wie wir sie heute kennen, bedeutet, so wuerde sie dann wohl durch die Theologie ist der neonestorianischen Kirche ersetzt werden. Also einer Neuauflage dieser christlichen Richtung.
In wieweit dann noch die Scharia als Derivat des Glaubens angesehen werden kann, moechte ich mal dahingestellt sein lassen.

Zitat:
Denkt daran, dass das "Garshouny" im Nahen Osten eingeführt wurde, aufgrund der Angst vor einer Verfolgung durch die Muslime. Während dem Mittelalter (Anm.: 600-1500 n.Chr.) war es den Christen nicht erlaubt, ihre Liturgie in ihrer Syrischen Sprache zu lesen.

Eine unglaublich wichtige Erkenntnis, denn wenn man sich einmal, unter Beruecksichtigung dies Satzes, die Geschichte des islamischen Glaubens vor Augen fuehrt, erkennt man gut die unumgaenglich Notwendige "Verformung" von einer nestorianischen zu einer islamischen Theologie.

Man muss sich das einmal vorstellen:
Vergleichbar dem Edikt in Europa, das die Liturgie im Mittelalter nur auf lateinisch verkuendet werden durfte, durfte hier die nestorianische Liturgie nur auf arabisch kommuniziert werden.
Das geschah mit fatalen Konsequenzen, da die Uebersetzungen und Interpretationen von einer Ulema stammen, die des syro aramaeischen nicht maechtig waren.
Das Ergebnis ist vergleichbar einer Interpretation des Hollaendischen durch einen Deutschen (der kein Hollaendisch kann):
Die Grundidee mag er noch teilweise verstehen (da gemeinsame Sprachwurzel), aber die praezisen Inhalte keinesfalls.

Im naechsten Schritt werden nun diese Interpretationen gefestigt durch die (nachtraeglich hinzugefuegte) koranische Behauptung, er waere in hocharabisch diktiert worden und nicht auf hocharabisch interpretierbare Verse waeren eine Pruefung Gottes.
(Oder es handelt sich auch hierbei um eine falsche Uebersetzung)

Was dem Islam fehlt ist eine Uebersetzung aus dem Syro-Aramaeischen ins Arabische, verleichbar der aus dem Lateinischen ins Deutsche.
Einen Martin Luther hat es im Islam nie gegeben und sollte es aus machtpolitischen Gruenden auch nie geben. (Nicht umsonst wurden Buecher und Buchdruck in Saudi Arabien fuer lange Zeit verboten)
Stattdessen verselbststaendigte sich die (falsche) arabische Interpretation und wurde durch die ersten Kalifen zum Glaubensfundament erklaert.
Wohl wissend um die Instabilitaet dieses Fundamentes wurde jedoch
- Kritik verboten
- Nur eine arabische Lesart erlaubt
- Interpretationen nur von bestimmten Personen zugelassen
- Das Lesen des Qurans in arabisch ohne deren Inhalte zu verstehen gefoerdert
- Den Glaeubigen im weiteren Verlauf moeglichst alle Entscheidungen des taeglichen Lebens abgenommen.

Die Soziologie kennt den Begriff der "Normativen Kraft des Faktischen". In der weiteren Entwicklung schlug diese Kraft erbarmungslos zu und erschuf eine Weltreligion, die bis heute die fuenf o.g. Punkte erfuellt.
Ihre nun vorhandene relative Stabilitaet verdankt sie dabei primaer einer Eigenschaft, die erheblich aelter als der Koran ist;
Dem ideologischen Charakter einer jeden Religion, Sekte oder Weltanschauung.

Zitat:
Um Verfolgung zu meiden, mussten sie ihre heiligen Bücher auf Arabisch lesen, geschrieben in der syrischen Sprache. Auf diese Weise enstand dieses "Garshouny". Lehrt was ihr wisst und lasst nicht zu, dass Ignoranz euer Wissen aufhebt. Hier steht was der Prophet des Islams über eure Sprache sagte:
In seinem Buch "Kitab Al Massahif", schrieb Ibn Abi Dawood, ein muslimischer Kommentator der frühen Jahrhunderte des Islams, folgendes:
"Der Prophet Muhammad fragte Zaid Ibn Abi Thabet: sprichst du Syrisch? Zaid antwortete-Nein! Doch ich kann es in 28 Tagen lernen. Daraufhin sagte ihm der Prophet: GEH UND LERNE ES."

In seinem Buch "Sirat Rassul Allah" von Ibn Ishaq, der im 8. Jahrhundert lebte und der erste Schreiber der Muslime war, der das Leben Muhammads aufzeichnete, sind die Offenbarungen, die von Muhammad abstammen, beschrieben. Er schreibt folgendes: "als die Heiden Mekkas versuchten, die Ka'aba zu reinigen, fanden sie zwei Bücher, die auf Syrisch geschrieben wurden. Sie wussten nicht, wie sie sie lesen sollten. Sie riefen einen jüdischen Gelehrten, die Bücher zu übersetzen" (Siehe Sirat Rassul Allah, aufgezeichnet von Ibn Hisham).

In seinem Buch "Al Itqan Fi 'Ulum Al Qur'an", Al-Suyuti, ein früher muslimischer Schreiber der Hadiths, gibt zu, dass es im Koran einen Sprachschatz von Syrischer und anderer Herkunft gibt (Siehe Jalal Al Din Alsuyuti, Itqan).


Wichtig finde ich hier zu erwaehnern, dass damit ja keineswegs die Goettlichkeit des AlQuran an und fuer sich angetastet wird. Auch der 19er Code und die "sprachliche Schoenheit" der Suren bleibt erhalten, da ja die Quelle selbst nicht angetastet wird, sondern nur reinterpretiert wird.

LG
Martin
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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