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Guru-Markt












Hallo Gabriele und ibnalbadia,
grundsätzlich sind unsere Meinungen gar nicht so weit auseinander.

Ich bin ebenfalls der Meinung das es einen Missbrauch auf dem "Guru-Markt" gibt, das bedeutet jedoch nicht das dieses Prinzip falsch ist.

Ich schreibe aus der Sicht der vedischen Kultur, des alten Indien lang vergangener Tage. Das Thema ist ja die Bibel und das NT (Heilige Schriften) und Christus (der spirituelle Meister).
Yoga und Re-ligio(n) haben die gleiche Bedeutung = Rück-Verbindung.
Das jahrtausende alte Yoga-System von Pantanjali ist eigentlich dazu gedacht zu lernen wie ich meine Sinne unter Kontrolle bringe. So lange jemand seine Sinne nicht unter Kontrolle hat, kann er die Höchste Wahrheit nicht erkennen/wahrnehmen.

Die Veden handeln hauptsächlich von Karma-kanda, frommes Handeln.
Oder mit anderen Worten, was muss ich tun in diesem Leben, das ich im nächsten Leben BESSER GENIESSEN kann.

Die essenziellen Schriften der Veden wie die Bhagavad-Gita und das noch höher stehende Shrimad Bhagavatam jedoch, gehen viel tiefer.
Das Shrimad Bhagavata beispielsweise, weist bereits im zweiten Vers darauf hin, das in dieser Schrift weltliche Religion, Dharma, zurückgewiesen wird.

Zitat:
@ibnalbadia
Ich bin auch der Ansicht, dass alles Wissen in jedem von uns verborgen ist - aber wir brauchen jemanden, der den Schlüssel zu diesem Tresor besitzt und ihn für uns öffnet. Ob das ein Meister aus Fleisch und Blut sein muss oder ob Bücher genügen, darüber will ich mich nicht festlegen.


Das Shrimad Bhagavatam erklärt, das wir die Hilfe der Shastras (Heilige Schriften), des spirituellen Meisters und der Sadhus (Heiligen) haben. Diese drei sollten sich auch nie widersprechen.

Im SB las ich heute einen passenden Vers in dem Gargamuni (der Begründer des Joitish-Veda (Astronomie/Astrologie) von einem reichen Großgrundbesitzer in seinem Haus willkommengeheißen wird:
"O mein Herr, o grosser Gottgeweihter, Persönlichkeiten wie du wandern von einem Ort zum anderen, nicht um ihres eigenen Vorteils willen, sondern zum Nutzen armseliger grihastas (Haushälter wie mir). Das ist der einzige Grund, warum sie von Ort zu Ort ziehen." (SB 10.8.4)

Es ist ja auch das Thema Brahmanentum angesprochen worden. (Ob das nun Priester, Mullahs oder oben so genannte Brahmanas sind spielt keine Rolle)
Das vedische Verständnis besagt das jemand ein Brahmana (Priester/Mullha/Rabbi etc.) ist, der das Brahman erkannt hat. Was bedeutet das nun?

Srila Prabhupada erklärt dazu:
Zitat:
Jeder müht sich ab um etwas zu bekommen was ihm nicht gehört, und beklagt sich über etwas was er verlor. Aber wenn er realisiert; "ich habe nichts was mir gehört und nichts was ich verlieren kann," "ich habe nichts zu tun mit dieser materiellen Welt". DAS NENNT SICH brahma-bhutah - das ist Brahman Erkenntnis.


liebe Grüsse
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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