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Zu erklärung: ich bin 16 Jahre alt, vor einem halben Jahr hatte ich einen Unfall. Einen Autounfall, der hat mich ziemlich ausgenockt... ich lag drei Wochen im Koma hab aber keine Folgeschäden... aber darum geht es nicht...
es geht um die Minuten nach dem Unfall. Als sie mich ins Krankenhaus einlieferten war ich klinisch tot. Mein Herz stand still. 5 Minuten und 23 Sekunden.
Das hört sich jetzt vielleicht total bescheuert an, aber ich hab das verdammte Licht gesehen und ich wusste das ich tot war und es war gut. Dort gab es nichts, keinen Schmerz, keine Angst... jemand war an meiner Seite... pures Licht, Glück...
Vielleicht würden es einige als den Himmel bezeichnen. Dann fühlte wie es mich zurückzog und jemand stieß mich zurück... ich schnappte nach Luft, wollte schreien das ich nicht gehen will... konnte nicht.
Ich will zurück an diesen Ort... ich will zurück und wenn Selbstmord der einzige Weg ist, dann werde ich ihn wählen.
Ich wäre sowieso gestorben, ohne die moderene Medizin. Nur ihre verdammten Wiederbelebungsmethoden haben mich in diese Hölle zurück gestürzt. Ich war zuhause und ich möchte zurück dahin...
ich weiß es hört sich bescheuert an, aber es ist das, was ich fühlte.
Würde mich über antworten freuen,
lg
das Mädchen mit der Rabenseele
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Liebe Raven!
Ich gehöre nicht zu dem Menschen, die eine Nahtod-Erfahrung hatten. Ich hatte diesen Zustand aber bereits durch Mediation erreicht, sowie bei einer schweren Krankheit in einer Auslandsreise als ich bereits Kilometer weit von meinem Körper entfernt war. Dieses Licht ist unendlich hell, strahlend und schön und doch nicht versengend. Das Zurückkommen war wie der Fall in einen tiefen Brunnen. (Ich stieg wirklich einmal in ein tiefen Brunnen, um dort eine ertrinkende Katze zu retten, was ich selbst fast mit dem Leben bezahlt hätte). Der Sturz nach unten war so schmerzhaft. Ich musste so vieles zurücklassen. Auch ich sehnte mich so sehr, dahin zurückzukehren. Aber je länger ich an mir arbeitete, desto besser gelang es mir, diesen Zustand willentlich wieder herzustellen. Es erfüllt mich mit tiefer Freude. Ein latentes Lächeln, gegen das ich fast nichts tun kann, hat mich allerdings schon öfters in Unannehmlichkeiten geführt, da es von anderen als „Überheblich“ interpretiert wird. Es war auch mal mit ein Grund für eine Kündigung. Macht nichts, mir geht es gut und Gott sorgt sich um das Finanzielle (sein/ihr persönliches Versprechen).
Immer wieder wolle ich dorthin zurück. Nach und nach begriff ich aber, dass das ein kleiner Vorgeschmack war von dem was da kommt. Je vorurteilsfreier ich an die Dinge gehe, desto mehr komme ich in diesen Zustand zurück. Klar – ich habe da noch immer viel zu lernen. Gewisse Verletzungen, die geschahen müssen immer noch verarbeitet werden. Das Ziel ist die ganzheitliche Liebe, die bedingungslose Liebe. Das ist das Ziel meines Lebens. Dann wird es beständig fließen.
Du kannst Dich selbst töten, aber es wird wieder etwas da sein, das Dich zurückzieht – in einen neuen Körper. Immer wieder wirst Du ein Bonbon von der Ganzheitlichkeit bekommen. Das verweilen in diesem Zustand musst Du Dir aber erarbeiten. Du kannst es Dir auf diese Weise nicht erschleichen. Suizid ist eben doch nur ein Cheat.
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Hallo Raven, Gott segne dich
Meiner Familie passieren auch viele Wunder.
Aber bist du Christ oder einer anderen Religion zugehörig?
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Ich gehöre gar keiner Religion an... christlich getauft, aber abgefallen vom Glauben
Ich glaube an Gottes Gnade, das ist alles... ich glaube an ein Leben nach dem Tod und ich glaube auch an Wiedergeburt. Keine Religion hat meine Fragen bis jetzt beantwortet oder war mir ein Fels...
Aber vielleicht hätte es ein ende finden sollen, dieses Leben und vielleicht auch die aneinanderreihung der Wiedergeburten... ich fühlte Erlösung, wie ich sie nie zuvor empfand und Wärme... ich will zurück an diesen Ort, das ist alles was ich weiß und dazu muss ich mein Leben wohl oder übel beenden.
Mein Herz war Zuhause, mein Leben hätte enden sollen, der Schmerz war verklungen... ich bin mir sicher... dieser Körper ist nur noch Last aus Fleisch und Begierde. Mein Seelenstein, mein Lapislazuli und der Weg der mich nach Hause zurück bringt...
lg
das Mädchen mit der Rabenseele
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Liebe Raven!
Mit der Reinkarnation hast Du recht! Wir haben einen freien Willen und den müssen wir auf der anderen Seite natürlich nicht abgeben. Wer glaubt, dass Reinkarnation nicht möglich ist, der glaubt an das Abgeben des freien Willens im Jenseits.
Nun hast Du einen Eindruck vom Jenseits bekommen. Natürlich ist es auch Dein freier Willen, was Du nun damit anfängst! Wie gesagt: es ist anfangs schwer im Diesseits zu leben, wenn man einen Einblick is Jenseits hatte. Als Mensch mit außerkörperlichen Erfahrungen weiß ich, wovon ich spreche. Aber es wird mit der Zeit immer leichter. Ein starkes Bewusstsein der Endlichkeit des irdischen Lebens nimmt vielen schlimmen Dingen den Schrecken. Mit der Zeit lernst Du, das Jenseits ins Diesseits zu integrieren. So kannst Du für andere zum Halt werden.
Es ist Idealismus, im Diesseits zu bleiben und andern Menschen beizustehen.
Es ist Egoismus, Dein Leben zu beenden um das Jenseits wieder zu erfahren.
Idealismus ist ein Wachstumsprozess.
Ein Regentropfen fällt vom Himmel. Durch die Vereinigung mit anderen Wassertropfen bildet er Rinnsale, er bildet Bäche, er bildet Flüsse und Seen, er bildet Ströme und Meere und am Ende einen gewaltigen Ozean.
Egoismus ist ein Schrumpfungsprozess.
Ein Regentropfen fällt vom Himmel und will sich nicht mit anderen Regentropfen vereinigen, er wird verdunsten und nichts bleibt übrig.
Natürlich nur als Analogie zu verstehen, denn eine Seele kann nicht verschwinden. Aber suchst Du die Isolation oder die Vereinigung? Gott trennte sich von sich selbst und wurde vom Einen zum Vielen um sich selbst in mannigfaltigen Formen zu erfahren. Alles was ist, ist von Gott durchdrungen. Aber das ist schwer zu erkennen!
Das Diesseits ist Unwahrheit in Unwahrheit. Wir haben vergessen wer wir sind und haben vergessen in was wir sind.
Das Jenseits ist Unwahrheit in Wahrheit. Wir wissen noch nicht wer wir sind, aber wir wissen nun in was wir sind: in Gott.
Aber selbst das Jenseits ist kein Ort des ewigen Verweilens, denn alles, was erschaffen wurde wird wieder aufgelöst.
Die Letze Stufe des Seins ist das einmünden in den Ozean: in Gott. Es ist die „Entwerdung“ des Seins! Aber diese „Entwerdung“ ist zugleich die „Alleswerdung“. Diese letzte Stufe ist Wahrheit in Wahrheit.
Du hast nun einmal hinter den Vorhang von Gottes Bühne geschaut, Glückwunsch! Alles ist eine Inszenierung! Und auch Du hast hier eine Rolle! Die hast Du Dir übrigens selbst ausgesucht, denn Gott ist ein freier Regisseur!
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