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Guten Abend,
Ich bin 14 Jahre alt und werde den Gedanken nicht los , das ich an meinem
Tod nichts ändern kann. Ich hab bis zu meinem 12 Lebensjahr nicht wirklich über den Tod nachgedacht und jetzt plötzlich leb ich mein Leben nicht mehr
mit der Freude mit der ich mal gelebt habe.
Jeden Abend aufs neue versuche ich den Tod zu realisieren und es endlich zu begreifen aber es will nicht rein. Früher hab gedacht ... hoffentlich bin ich endlich 12 und jetzt will ich jeden Tag vollkommen durchgenießen und am liebsten nie Schlafen. Ich weiß nicht warum das bei mir so früh anfängt und
darum hab ich nur wenige Freunde mit denen ich über das Thema reden kann.
Am liebsten würde ich an ein Leben nach dem Tod glauben. Aber wenn ich mir das so überlege. Das die Ströme im Gehirn meine Seele ist und nicht ein art Geist sondern ich bin Material...wenn es kaputt ist gibt es mich auch nicht mehr. Alles was ich gemacht habe, alles was ich erreichen will, alle ängste und gefühle erlöschen beim Tod. Es gibt nichts mehr!
Wie kommt ihr damit klar? Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?
Habt ihr keine Angst vor dem Tod? Kann man mein Glaube überzeugend
ändern? Kann ich es schaffen das diese Angst endlich bis es soweit ist verfliegt?
mfg
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Hallo BLooDy!
Erst einmal möcht ich dich hier begrüßen und Willkommen heißen!
Du schreibst:
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Ich bin 14 Jahre alt und werde den Gedanken nicht los , das ich an meinem
Tod nichts ändern kann |
Niemand kann an seinem Tod etwas ändern. Das Sterben beginnt eigentlich genau an dem Tag, an dem dein leben beginnt. Denn schon im Moment der Geburt steht fest, dass man einmal sterben wird.
Was wir nicht wissen (und das ist auch gut so) ist, wann es sein wird. Man kann ganz alt werden, oder ganz jung sterben. Das wissen wir nicht und liegt nicht in unsrere Hand. Das liegt allein in Gottes Hand.
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Ich hab bis zu meinem 12 Lebensjahr nicht wirklich über den Tod nachgedacht und jetzt plötzlich leb ich mein Leben nicht mehr
mit der Freude mit der ich mal gelebt habe. |
Wenn man älter wird und seine Kindheit langsam hinter sich lässt macht man sich mehr Gedanken. Besonders in deinem Alter, wenn man in die Pupertät kommt, oder vielleict schon ist.
Man verliert oft das kindliche Vertrauen. Man macht sich Gedanken über das Leben, das Sterben, über Gott und die Welt.
Im Grunde ist es auch gut sich Gedanken zu machen, damit man auch seinen Lebenssinn erkennt. Viele Menschen leben leider gedankenlos vor sich hin und kümmern sich nur um sich selbst.
Allerdings muss man aufpassen, dass man nicht zu sehr ins Grübeln kommt, das wäre auch nicht gut.
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Ich weiß nicht warum das bei mir so früh anfängt und
darum hab ich nur wenige Freunde mit denen ich über das Thema reden kann. |
Sieh es als Gnade an, dass du dir schon weitreichende Gedanken machst denn dadurch kannst du deinem Leben auch einen Sinn verleihen. Was ist wichtig, was ist unwichtig ...
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| Am liebsten würde ich an ein Leben nach dem Tod glauben. Aber wenn ich mir das so überlege. Das die Ströme im Gehirn meine Seele ist und nicht ein art Geist sondern ich bin Material.. |
Ich denke nicht, dass die Gehirnströme deine Seele sind. Wo sitzt die Seele? Das ist nicht so einfach ... manche sagen im Gehirn, andere sagen in den Augen. in dem Herz, im Solar Plexus .... vielleicht sitzt sie überall.
Ich denke das ist auch nicht so wichtig.
Wenn dein Körper stirbt, heißt das nicht automatisch, dass es dich nicht mehr gibt. Vielleicht fängt da dein Leben erst richtig an, oder ein neues Leben, vielleicht ist der Tod nichts anderes als eine Geburt.
Angst vor dem Tod direkt habe ich nicht mehr, eher vielleicht vor dem Sterben selbst, den Umständen.
Ich habe deshalb keine Angst mehr, weil ich erkannt habe, dass sowieso nichts am Tod vorbeiführt und weil ich glaube, dass das nicht das Ende ist. Ich weiß nicht, ob du an Gott glaubst. Ich glaube an Gott und hoffe ihm nach dem Tode nahe zu sein, einzugehen zu Gott.
Wie es letztendlich sein wird nach dem Tod, wissen wir nicht und werden es hier wohl auch nie erfahren.
Deshalb mache dir nicht so viele Gedanken, was danach kommt.
Lebe einfach in dem Wissen, dass jeder Augenblick dein letzter sein könnte. Lebe so, dass du dann nichts zu bereuen hättest. Richte dein Leben nach dem Guten aus und lebe in der Nächstenliebe.
Habe keine Angst vor dem Tod. Für manche, wenn sie sehr krank oder sehr alt sind, kann der Tod auch ein Freund sein. Er ist also nicht immer nur negativ zu bewerten.
Genieße dein Leben und versuche ihm einen Sinn zu verleihen. ich denke jeder hat eine Aufgabe. Versuche durch dein Leben die Welt in deinem Umkreis zum Besseren zu verändern.
Also grüble nicht so viel was nach dem Tod sein wird, sondern lebe hier und jetzt. Suche deinen Sinn - deinen Lebenssinn!
Liebe Grüße
Kiki
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Hallo BLooDY
Auch ich heisse dich hier willkommen, ich bin selber ziemlich neu in diesem Forum. Bevor ich dir meine eigenen Gedanken mitteile, will ich Kiki für ihre Antwort danken.
Kiki, du sprichst mir aus dem Herzen, deine Worte haben mich tief berührt, ich kann allem nur zustimmen.
BLooDY, wie gut ich dich verstehe! Ich war mit 14 genau in der gleichen Situation wie du, hatte meinen (kindlichen) christlichen Glauben verloren und hatte Angst vor dem Tod. Und ich suchte auch nach einem Sinn im Leben, ich sagte mir immer, das kann es doch nicht sein, Schule, Freunde, Familie, ein bisschen Spass und ein bisschen Traurigkeit... das soll jetzt noch 60 oder 70 Jahre so weitergehen... und das wars?
Ich weiss heute, dass meine damalige Angst vor dem Tod eigentlich Angst vor dem Leben war: Davor, dass mein Leben keinen Sinn hat und ich irgendwann sterbe, ohne einen Sinn gefunden zu haben oder ihm selber einen Sinn gegeben zu haben. Die Länge des Lebens spielt keine grosse Rolle mehr, wenn man einen Sinn darin gefunden hat.
Doch all das wusste ich damals nicht.
Deshalb machte ich mich auf die Suche nach "Beweisen", dass es nach dem Tod ein Leben gibt und dass es "drüben" schön ist und nichts Schreckliches einen erwartet. Damals gab es Internet noch nicht (das ist jetzt bald 30 Jahre her!), darum kaufte ich mir Bücher über Kontakte mit den Seelen Verstorbener, später auch über Wiedergeburt. Mir hat das geholfen. Ich bin ziemlich schnell zur Überzeugung gelangt, dass es nach dem Tod weitergeht, und von da an hatte ich keine Angst mehr vor dem Tod. Ich habe einen Text zu diesem Thema geschrieben, genau für Menschen wie dich, die vor dieser Frage nach dem Tod und dem Leben nach dem Tod stehen. Ich will ihn hier nicht zitieren, er ist zu lang, du findest ihn aber im Internet unter
www.sonnwandeln.eu/leseraum/lebennachdemtod.html
Und nun möchte ich dir noch etwas ganz Wichtiges sagen. Ich habe zwar damals, mit 14, meine Angst vor dem Tod verloren, aber nicht die Angst vor dem Leben. Das wusste ich damals nicht, das habe ich erst viele Jahre später verstanden. Und darin sehe ich heute unsere Lebensaufgabe als Menschen: Das diesseitige Leben annehmen, mit seinen Herausforderungen, Chancen und Krisen, mit all seinen wunderbaren und seinen traurigen Seiten. Dazu verhilft einem das Urvertrauen, dieses Vertrauen in eine Höhere Macht, die unser Leben lenkt und uns führt. Und der Glaube, dass alles was uns geschieht, im Endeffekt gut für uns ist, weil es uns weiterbringt.
Doch mach dir keine Gedanken, wenn du im Moment nicht an diese Höhere Macht glauben kannst (ich selbst war über 10 Jahre lang Buddhistin, "gottlos"). Das Göttliche wird dir begegnen, wenn für dich die richtige Zeit gekommen ist.
Und zum Schluss kann ich mich nur Kiki anschliessen:
| Zitat: |
| Also grüble nicht so viel was nach dem Tod sein wird, sondern lebe hier und jetzt. |
Herzlichst,
Ibnatulbadia
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Hallo BlooDY,
zu erst einmal, Glückwunsch zu deinen Gedanken und das du nach Antworten suchst, die meisten verdrängen diese Fragen (und trotzdem bleibt die Angst im Unterbewusstsein)!
Eine wahre Geschichte:
Einst gab es einen grossen mächtigen Prinzen, der wie kein anderer mit Pfeil und Bogen umzugehen vermochte, sein Name war Arjuna. Er war jung, schön, reich und mächtig. Aber durch die Macht des Schicksals wurde er dazu gezwungen gegen seine eigenen Verwandten in den Krieg zu ziehen.
Bevor die Schlacht begann, bat er seinen besten Freund und Wagenlenker, Krishna, den Streitwagen in die Mitte des Schlachtfeldes zu lenken. Dort angekommen, sah er all seine Verwandten und Bekannten auf beiden Seiten wartend auf den Kampf.
In dieser Situation nun, brach der überaus mutige und tapfere Arjuna in sich zusammen - eine Flut von Zweifeln überkam ihn. Er war wild entschlossen das Schlachtfeld zu verlassen und all seine Verwandten, seine Stellung als Prinz, seinen Ruhm und seinen Reichtum aufzugeben - alles erschien ihm sinnlos.
In dieser verzweifelten Situation, bat er seinen überaus weisen und erhabenen Freund Krishna, um Rat und Beistand.
Das ist die Ausgangslage in der Shri Krishna die Bhagavad-Gita, die Heilige Schrift Indiens sprach.
Der verzweifelte Arjuna steht stellvertretend für all jene Menschen die nach höherem Wissen über die Seele und den Sinn des Lebens suchen.
Als erstes sprach Shri Krishna zu Seinem Freund Arjuna in der Mitte des Schlachtfeldes, also dort wo Ihn alle hören konnten, die folgenden Worte:
"Während du gelehrte Worte sprichst, betrauerst du, was des Kummers nicht wert ist. Die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten."
(BG 2.11)
"Niemals gab es eine Zeit, als Ich oder du oder all diese Könige und Soldaten nicht existierten, und ebenso wird niemals in der Zukunft einer von uns aufhören zu sein."
(BG 2.12)
"So wie die verkörperte Seele in diesem Körper fortgesetzt von Knabenzeit zu Jugend und zu Alter wandert, so geht die Seele beim Tod in ähnlicher Weise in einen anderen Körper ein. Ein besonnener Mensch wird durch einen solchen Wechsel nicht verwirrt."
BG 2.13)
Jeder von uns ist eine individuelle Persönlichkeit und obwohl wir unseren Körper bereits in diesem Leben, vom Kleinkind zum Kind, vom Kind zum Jugendlichen, vom Jugendlichen zum Erwachsenen, bis hin zum Greis ständig wechseln, bleiben wir doch immer die eine individuelle Persönlichkeit. Das was da ICH sagt in dir, ist unsterblich. Dieses Ich ist nicht vom Körper abhängig, genauso wenig wie der Autofahrer vom Auto. Das Auto „lebt“ nur wenn ein Fahrer drin sitzt.
Denk darüber nach wie es war als du ganz klein warst und wie es sein wird wenn du ganz alt bist. Der Körper wechselt und wird alt, aber das Ich kennt kein Alter.
Liebe Grüsse
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Hallo Jivatma
Wie berührend und beglückend es ist, die Worte aus der Bhagavadgita zu lesen, immer wieder, und immer von Neuem! Sie sind mein Lebenselixier, die Nahrung meiner Seele, mein Wegweiser... Danke, dass du sie für uns zitiert hast!
Herzlichst,
Ibnalbadia
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