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Das jüdische Volk und seine Geschichte












Wer ein Volk verstehen möchte, muß schon ein bißchen darüber lesen - wie alles begann, in welchen Kriegen etwas entstand und wie sich so einiges fügte - über Sitten und Gebräuche und warum der Mensch so handelt oder handeln muß.

http://www.dhg-westmark.de/dhgjuedi.html
Zitat:

Geschichte des Judentums


Juden, im modernen Sprachgebrauch häufig wortgleich mit Hebräern und Israeliten verwendet. In historischer und ethnischer Hinsicht haben die Begriffe jedoch unterschiedliche Bedeutungen. Als allgemeiner geschichtlicher Terminus bezeichnet das Wort Hebräer alle semitischen Nomadenstämme, die um 1500 v. Chr. den östlichen Mittelmeerraum durchzogen. In der jüdischen Geschichte dient er jedoch als Bezeichnung ausschließlich jener Gruppen, die Jahwe als Gottheit anerkannten, und zwar von ihren Ursprüngen an bis zu jener Zeit, als sie das antike Palästina, Kanaan genannt, eroberten und sich – um 1020 v. Chr. – zu einer einzigen, von einem König regierten Nation zusammenschlossen. Die Israeliten gehören indes einer bestimmten ethnischen und nationalen Gruppe zu, die von den Hebräern abstammte und einen gemeinsamen Glauben teilte. Historisch exakt umfaßt der Begriff diese Gemeinschaft von der Eroberung Kanaans bis zur Zerstörung des Königreiches Israel 721 v. Chr. durch den assyrischen König Sargon II. (Regierungszeit 722-705 v. Chr.). Der Name Jude schließlich steht für die kulturellen Nachfahren der beiden erstgenannten Gruppen von der Zeit ihrer Rückkehr aus dem Babylonischen Exil bis in die Gegenwart. Das Wort selbst leitet sich von hebräisch yehudhi ab und galt ursprünglich für die Mitglieder des hebräischen Stammes Juda und später für die Zugehörigkeit zur Provinz Judäa. Das deutsche Wort Jude geht direkt auf lateinisch judaeus, Bewohner Judäas, zurück.


Wer Interesse daran hat, kann sich die ganze Geschichte selbst durchlesen.
Ich stelle die kurzen Ausschnitte hier hinein, weil ich den Bericht äußerst anregend finde.

Zitat:
Der Exodus

Einige der Stämme, die traditionell der Gruppe von Joseph zugerechnet werden, begaben sich zwischen 1694 und 1600 v. Chr. nach Ägypten, wo die Hyksoskönige, die semitischen Eroberer Ägyptens, herrschten. Bis zu deren Absetzung (um 1570 v. Chr.) lebten die Stämme friedlich zusammen, dann wurden die Hebräer als Fremde verfolgt und zu Sklaven gemacht. Viele Historiker werten den Exodus als erfolgreichen Versuch der gefangenen Hebräer, sich mit verwandten hebräischen Stämmen zu vereinigen. Selbst archäologische Funde von Inschriften in Ägypten geben keinerlei Hinweis auf den Auszug, wahrscheinlich deshalb, weil die ägyptischen Hebräer höchstens einige tausend Menschen zählten und ihr Weggang kein großes Aufsehen erregte.


Erzählt es und doch auch einiges über das Christentum.

Zitat:
Die Entstehung des Christentums



Religiöse und politische Aufstände prägten das letzte Jahrhundert des alten jüdischen Staates. Zu Beginn des christlichen Zeitalters umfaßte die gesamte jüdische Bevölkerung in der Alten Welt rund acht Millionen Menschen, die, von Judäa abgesehen, vor allem in Alexandria, Nordafrika, Babylon, Antiochien, Ephesus und Rom lebten. Neben dem Einfluß des Hellenismus war es diese breite Streuung, die verschiedene antijüdische Bewegungen hervorbrachte. Eine von ihnen richtete sich gegen alle Juden und zielte insbesondere auf die jüdische Handelstätigkeit, die religiösen Unterschiede und die politischen Privilegien, die viele Juden in hohen Ämtern für sich in Anspruch nahmen. Eine zweite Gruppierung entwickelte sich aus dem Judentum selbst, das Christentum. Die Zahl der hellenistischen Juden, die Jesus (hebräisch Yeshua oder Josua) für den verheißenen Messias hielten, überstieg bei weitem die der hebräischen Juden, die sich zu Jesus bekannten. Auch zahlreiche Heiden bekehrten sich zum neuen Glauben, als die Jünger Jesu in der Alten Welt zu missionieren begannen. Das Christentum galt zunächst als jüdische Sekte, doch als zunehmend Heidenchristen hinzukamen, konzentrierte sich ihr Glaube immer stärker auf die Person und das Wirken Jesu. Die Judenchristen blieben dagegen den wesentlichen jüdischen Inhalten und Vorschriften treu. Als Antwort auf diese Bedrohungen faßten die Juden ihre Gebote noch strenger und erlaubten keinerlei Abweichung von der Tradition.


Auch der Islam wird erwähnt.

Zitat:
Islamische Toleranz

Der aufkommende Islam stellte für die jüdischen Gemeinden Babyloniens keine größere Bedrohung dar. 637 eroberten die Muslime Mesopotamien und erhoben den Islam zur Staatsreligion. Der Kodex Omar, den Kalif Omar I. verkündete, erlegte den Juden eine Reihe formeller Beschränkungen auf. So durften sie keine politischen Ämter bekleiden und keine Muslime als Dienstboten beschäftigen. Auch war es ihnen verboten, Waffen zu tragen, Synagogen zu bauen und Gottesdienste mit lauter Stimme abzuhalten. Darüber hinaus mußten sie als Erkennungszeichen gelbe Flicken an ihren Ärmeln tragen. Die Kalifen von Bagdad fühlten sich indes nicht an das Gesetz gebunden und gestatteten den Juden, ihre Autonomie weitgehend zu bewahren.

Diese Phase der islamischen Toleranz zeichnete sich durch eine gute Kooperation zwischen Muslimen und Juden aus und begünstigte die Entwicklung einer auf griechischen, muslimischen und jüdischen Elementen basierenden Kultur zu einer Zeit, da in Europa noch das finsterste Mittelalter herrschte.

Entnommen der Quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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