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Titel: Meine Vorstellung und erster Kontakt zum Forum
Hallo Leute
Ich wollte mich erst einmal als neuer kurz vorstellen.
Also mein Name ist "UWE" ich bin 47 Jahre alt, seit 15 Jahren glücklich Verheiratet und habe einen 15 Jahre alten Sohn der mir im großen und ganzen sehr viel freude macht und auf den ich sehr Stolz bin. Beruflich bin ich selbstständiger Kaufmann und mein Betrieb läuft recht gut. Meine Hobbys sind Angeln,Großcaliberschießen (Sportschütze kein Schützenverein) Archälogie- Altbergbau und U-Verlagerungen, Speetbike und Motorbootfahren. Ich habe keine unübersehbahre Schulden und wenn man das so liest, müßte man eigentlich meinen, das es mir gut geht, was leider nicht der Fall ist.
Ich bin sehr krank (nicht im Kopf ) und habe die letzte Zeit immer öffter komische Gedanken und Gefühle, ( Absolut keine Suizitgedanken oder so was Ähnliches, nicht das es mißverständnisse gibt) die ich irgendwie nicht in Worten erklären kann, und es eine Vorgeschichte gibt die ich erst einmal erklären müßte, was mir im Moment noch ein bisschen schwer fällt, aber das bekomme ich auch noch hin denn ich erhoffe mir hier in diesen Forum eventuelle Antworten, Tips, Erklärungen oder anderwertige Hilfe von Forenmitgliedern die ähnlich oder gleichbetroffen sind. Auf dieses Forum bin ich gekommen durch Google unter der Rubrik "Leben nach dem Tot" um vieleicht dort antworten zu finden. Nun bin ich hier und hoffe Antworten und vieleicht einen weg beschriben auf dem ich wieder zu mir finden und neue Perspektiven, die mich seelisch wieder aufbauen, finde. Ich mache hier erst mal schluß und und versuche im nächsten Beitrag meine Situation etwas genauer zu schildern. Am schwersten ist es für mich meine Gefühle und Gedanken im Hinterkopf die ich irgentwie bewußt aber trotzdem unterbewust erlebe,spüre, fühle oder erahne in Worte zu formulieren oder zu erklären.Ich würde mich über eine Antwort von euch oder jemanden der vieleicht jetzt schon einige schlüsse hat oder ähnlicher Situation steckt.
Vielen Dank und liebe Grüße
UWE
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Lieber Uwe
Es ist häufig so, dass der Gedanke an den Tod (zu) lange Zeit im Leben aus den vorderen Kammern des Bewusstseins verdrängt wird. Es hat sozusagen in der Bewusstseins-Rumpelkammer ein Plätzchen. Wird er zu lange Zeit nicht beachtet, so wird er dort zum Rumpelgeist. Er macht einfach auf sich aufmerksam. Holen wir ihn da wieder heraus. Schließen wir mit ihm Freundschaft. Es ist eine Freundschaft, die beflügelt. Alle „Wichtigkeiten“ des Lebens werden relativiert, es gilt das Wesentliche nicht aus dem Sinn zu verlieren. Sind wir glücklich mit uns selbst? Das ist das, was uns dereinst bleiben wird. Und wenn wir es sind, dann profitieren auch unsere Mitmenschen. Der Tod ist etwas wunderbares, was wäre, wenn es ihn nicht gäbe? Es gäbe nur Einzeller, die sich durch Teilung fortpflanzen und den natürlichen Tod nicht kennen.
Ich habe mit dem Tod Freundschaft geschlossen, mein Leben hat sich seither intensiviert. Mein Weg waren jedoch zunächst Selbsttöungsgedanken, die mit 16 begannen. Sie machten mir die Endlichkeit Meines Lebens bewusst. Dieses Bewusstsein begleitet mich immer noch ständig. Heute nicht mehr mit Verzweiflung, als Notausgang sondern mit Freude, als Chance. Schrecken hatte für mich dieser Gedanke eigentlich nie gehabt.
Gruß Martin
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Lieber Uwe
Ich kann deine Gedanken irgendwie nachfühlen - irgendwie verstehe ich aber noch nicht richtig, was du mit diesen "komischen Gedanken und Gefühlen" meinst, aber bestimmt wirst du mit der Zeit mehr darüber erzählen.
Ich selbst habe mit 14 begonnen, mich mit dem Leben nach dem Tod zu beschäftigen, soweit ich mich erinnere weil ich Angst vor dem Tod hatte, vor dieser Ungewissheit, was danach kommt; ich bin dann durch Lektüre von Büchern (damals gabs Internet noch nicht ) ziemlich bald zum Schluss gekommen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass es nichts "Böses" oder "Schreckliches" ist. Und diese Zuversicht hat mich über all die Jahre als "Ungläubige" (ich nannte mich Atheist, weiss heute aber, dass ich das nie wirklich war!) getragen und hatte nie wieder Angst vor dem Tod.
Ich habe vor wenigen Jahren einen Freund, noch keine 50, über eineinhalb Jahre bis zum Tod begleitet (von der Diagnose Krebs bis zu seinem Hinübergehen) - ich dachte die ganze Zeit, ich begleite ihn in den Tod, und habe erst nachher gemerkt, dass ich ihn eigentlich ins Leben begleitet hatte. Er hatte soviele Ängste nicht geliebt und anerkannt zu werden (von seinem Vater), soviel Angst die Liebe seiner Kinder zu verlieren, sein Selbstwertgefühl war sehr tief (obwohl er im äusseren Leben als erfolgreicher Geschäftsmann und glücklicher Familienvater galt)... Und in dieser Zeit, in der er bereits wusste, dass er sterben würde, hat er noch ganz viel gelernt über sich, und er hat sich sehr verändert. Immer wieder hat er mir gesagt, so schlimm diese Diagnose auch sei, sie hätte auch ihr Gutes, denn er erlebe jetzt Momente des Glücks, die er in seinem ganzen vorherigen Leben nie so empfunden habe. Er wurde mehr und mehr sich selbst, wagte mehr und mehr sich selbst zu leben. Ich bin sicher, dass er nach seinem Hinübergehen in die andere Welt dort auf seinem Weg weitergegangen ist...
Ich bin interessiert mehr über dich und deinen Weg zu erfahren (und andere Forenmitglieder bestimmt auch), melde dich wieder!
Herzlichst,
Ibnalbadia
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