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Die aktuelle Debatte um muslimische Frauen leidet an falschen Stereotypisierungen: Ihre Unterdrückung lässt sich nicht am Gegensatz "säkular" versus "religiös" festmachen In der Debatte über den Islam in Deutschland sind die Rolle der Frau - und speziell das muslimische Kopftuch - in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Meist wird dem Islam eine generelle Frauenfeindlichkeit, wenn nicht gar Inhumanität unterstellt.
Was ein völlig falsches Bild vom Islam ist gefördert durch die Medien und falschen Berichterstattungen, durch Familien die nicht den Islam leben sondern eher einer Tradition verfallen sind.
So sagt der Prophet s.a.w. auch "die besten unter euch sind diejenigen die am besten zu ihren Frauen sind! "
Um das Kopftuch geht es längst nicht mehr!
Das Kopftuch steht in der Debatte vielmehr stellvertretend für mehr. Nicht um das Kopftuch wird debattiert, sondern um das, wofür es zu diesem Zweck zum Symbol gemacht wurde, nämlich um die Lebensanschauung, die Lebenshaltung, die Lebensinhalte, die hinter dem Kopftuch vermutet wurden oder tatsächlich stehen. Dabei ist es völlig belanglos geworden, aus welchen Gründen das Kopftuch im konkreten Fall getragen wird.
Die vermuteten oder tatsächlichen Lebensinhalte werden in den beiden Lagern nicht einheitlich wahrgenommen. Auf der Seite der Kopftuchgegner werden sie derart geahnt, dass sie Ängste hervorrufen. Zum einen sind diese Lebensinhalte fremd und unbekannt und eben deshalb schon beängstigend. Zum anderen stellt diese Lebenshaltung liebgewonnene und bisher nicht angezweifelte Überzeugungen und Selbstverständnisse in Frage.
Da sind z.B. Feministen, die die Kopftuchträgerin befreien wollen, und die Beharrlichkeit, mit der die Kopftuchträgerin dieses Ansinnen ablehnt. Das Kopftuch zeugt hier offensichtlich von einem ganz anderen Freiheitsbild: kann es etwas geben, das noch schöner, wertvoller als die Freiheit ist, die die Feministinnen im Bilde haben?
Die Festigkeit und Gelassenheit, mit der die Kopftuchträgerin diese Überzeugung lebt, die Gleichgültigkeit und Erhabenheit, mit der sie das Befreiungsangebot nicht erwidert, sind unbegreiflich, unvereinbar mit dem Bild, das die andere Seite von der Welt und dem Menschen hat.
Da sind z.B. fast schon als missionarische Eiferer zu bezeichnende Apologeten (Vertreter,Verteidiger) der „christlich-abendländischen“ Werte, die sehen, wie eine Frau mit Kopftuch erfüllt und zufrieden sein kann, obwohl Erfüllung und Zufriedenheit nach ihrem Weltbilde nicht mit dem vereinbar sind, was sie hinter dem Kopftuch ahnen.
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