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Die Rückführung












Die Rückführung

In der Rückführung sieht sich die Frau als Mann, der allein in einem Wald lebt. Er hat einen Wolf bei sich, der offenbar gezähmt ist und ihn wie ein Hund überallhin begleitet. - Ein Mädchen kommt in den Wald, um Beeren zu pflücken. Der Mann beobachtet das Mädchen, dann läßt er den Wolf los. Der fällt das Mädchen an, packt seinen Arm, das Mädchen wehrt sich und beide stürzen in eine Schlucht. - Die Klientin hat das Gefühl, ihre Vermutung bei der Traumdeutung sei bestätigt: Das Mädchen ist ihre heutige Tochter.

Das Mädchen wurde von den Dortleuten gesucht. Sie fanden in der Schlucht -neben der Leiche des Wolfes - ihre Leiche. Der Mann wurde festgenommen , verurteilt und aufgehängt.

Die Frau erfuhr zudem in der Rückführung, daß das Mädchen nicht das erste Kind war, das im Wald vom Wolf getötet wurde. Es war allerding nicht die Absicht des Mannes, die Kinder umzubringen, er wollte sie nur aus dem Wald jagen. Er haßte Kinder.

Dies läßt aufhorchen. Kein Mensch haßt ohne einen Grund. Es war also also abzuklären, ob in der Jugendzeit des Mannes oder in einer seiner früheren Inkarnationen sich etwas ereignet hatte, das seinen Hass Kindern gegenüber erklärte. - Nun gab es aber im Leben des Mannes vorher nichts, was seinen Hass hätte verständlich machen können.

Der Leitfaden für die Fortsetzung der Rückführung ergab sich aus der Frage, weswegen der Mann Kinder haßte. - Es zeigte sich folgendes:

Die Frau sieht sich wieder als Mann, der angstvoll eine Frau beobachtete, die auf einen Bett liegt. Sie steht offenbar vor der Niederkunft, eine Hebamme versucht ihr zu helfen. Das Kind liegt offenbara quer, die Geburt will nicht einsetzen. Die Hebamme ist hilflos. Nach stundenlangem Leiden sterben Frau und Kind.

Der Mann ist verzeifelt über den Tod seiner Frau und verflucht das Kind, das "seine Frau getötet hat." - Er beginnt alle Kinder zu hassen, greift nach der Flasche und trinkt sich zu Tode.

In dieser Inkarnation war der Mann (die heutige Frau) in einer Opferrolle. Das Erleiden des Schicksalsschlages erklärt jedoch keineswegs den Hass, dafür aber wirft sie in aller Deutlichkeit die Frage auf: Was tat der Mensch, daß er sich - hier als Mann - für den Verlust von Frau und Kind disponierte ? Denn der Tod seiner Frau im Kindbett war nicht der Grund zu seinem Hass, der ihm einige Inkarnationen später noch zum Töten von Kindern veranlaßte, er ließ in ihm lediglich einen alten Hass aufleben.

Der Faden mußte also noch weiter zurückverfolgt werden, und die gleich anschließend vorgenommende Rückführung versetzte die Klientin in einen Wanderzirkus. Zogen die Zirkusleute nach den Vorstellungen in einem Dorf weiter, so nahmen sie die Kinder mit, die sie im Dorf - wie Wildtiere - eingefangen und in einen Käfig eingesperrt hatten. Die Kinder wurden äußerst notdürftig ernährt und zu schwerer Arbeit gezwungen. Die Schachen oder Arbeitsunwilligen wurden aus den Karren auf die Landstrasse geworfen.

Am Unternehmen war die ganze heutige Familie der Frau: sowohl ihre Herkunftsfamilie als auch die ihres Mannes beteiligt; ihre heutigen drei Kinder waren unter den eingesperrten Kindern.

Es war offensichtlich , daß der Mann im Wald die Kinder aus dem Grunde hasste, weil er sich ihnen gegenüber über aus schuldig fühlte. Da er noch primitiv; innerlich unreif war, projizierte er den Hass, der eigentlich Selbsthass war, aus sich hinaus: auf die Kinder, die er zwar nicht selber, sondern auf dem Umweg: durch Loslassen seines Wolfes umbrachte.


Nachspiel:

In solcheh Fällen, wenn jemand in der Rückführung mit Verschuldungen konfrontiert wird, die ihn heute betroffen machen und ihm - von seiner heutigen Gesinnung her - unglaublich erscheinen (die Frau liebt ihre Kinder über alles und liebt Kinder im allgemeinen) , ist es ratsam, die Geistigen Führer zu bitten, ihm einen Blick auch in eine Inkarnation zu gewähren, in welcher die Schuld - zumindest zum Teil - abgetragen wurde. Dies geschah auch, und die Frau sah sich in der Inkarnation als Vater von zehn Kindern. die Mutter war die damals im Kindbett gestorbene Frau. Sie waren arm, aber bedürfnislos, somit auch glücklich. Sie mußten viel arbeiten, doch ihre Arbeit trug materiell wie seelisch Früchte. Die Familie vermehrte sich, und mit diesem Bild endete die Reihe der Rückerinnerungen: Die Klientin sah sich als alten Mann, der von einer großen Schar von Enkelkindern umgeben war. Und sie fühlte, wie glücklich sie damals - in der Gestalt dieses Mannes - war.
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