Reich der Bäume


Zitat:
„Vor Zeiten, lange bevor der Mensch auf der Erde erschienen war, erhob sich ein mächtiger Baum in den Himmel.
Als Achse des Universums durchdrang er die drei Welten.
Seine Wurzeln reichen bis in die Unterwelt, sein Stamm gab zahllosen Lebewesen Nahrung und Wohnstatt, seine Äste und Blätter berührten den Himmel.
Er verband oben und unten, lockte das himmlische Feuer auf die Erde und pumpte das irdische Wasser in den Himmel.
Jahr für Jahr erneuerte er den Kosmos, reifte und vermehrte sich und wuchs.
Der Lebensbaum.“



Der Wald, Schöpfungsplatz des Lebens: wild, chaotisch, undurchdringlich und Ehrfurcht erregend einerseits, nährend, beschützend, mystisch, geheimnisvoll andererseits.
Der Baum ist der Träger des Wissens. Der Wald ist ein Ort der Ruhe, der Meditation, der Kraft aus der wir neues Leben schöpfen können, wenn wir nur wollen.

Was der Baum ausatmet, atmet der Mensch ein, die einfache Form des Energieaustausches den wir jeden Tag unbewusst erleben.

Der Ort der Ruhe, im Wald ist es nie still, du hörst den Wind, das knacken von Ästen, das Rauschen von Wasser, das Fallen der Regentropfen, die Tiere, doch diese Geräusche bringen dir eine innere Ruhe. Meditiere indem du bewusst nach diesen Tönen im Wald lauschst. Wenn du dich konzentrierst, kannst du verschiedene Töne in den verschiedenen Richtungen wahrnehmen. Du kannst völlig in den Wald eintauchen und dich darin verlieren, alles loslassen für den Moment. Einssein mit dir und dem Universum.

Die Kraft schöpfen, suche dir einen Baum der dir gefällt. Umarme diesen Baum und stell dir vor, wie seine Kraft in deinen Körper strömt, konzentriere dich nur auf diesen Augenblick. Nimm alles auf was du bekommen kannst. Sei aber vorsichtig es kann sein, dass du „zuviel“ Energie bekommst, das kann Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen, dann solltest du sofort loslassen und es an einem anderen Tag wiederholen. Hauptsache du gibst nicht auf.

Ich habe mir erlaubt aus meinem keltischen Baum Orakel eine Karte zu ziehen mit der Frage was ist die richtige Karte zu diesem Beitrag.

Es ist: Mór – Meer

Diese Karte ist ein Hinweis auf verborgenes Wissen, das zugänglich ist, wenn der Mond und die Flut ihren Höhepunkt haben. Es handelt sich um verborgene Tiefen und Quellen, besonders um jene, mit denen du geboren wurdest, die du ererbt hast. Das Meer (Wasser) ist Symbol der Lunaren, Weiblichen, und bildet eine Verbindung zwischen Geburtsort und den Landen, die vielleicht das Ziel deiner spirituellen Reise ist. Es steht auch für alles Mütterliche – und natürlich für die Reise an sich.

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Olaf - friendshipnet.org
Der Weg zu innerem Frieden und Glück
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Hallo Newemotion,

es ist sehr schön was du schreibst über den Baum und den Wald. Chaotisch, undurchdringlich und ehrfurchtgebieten, so ist der Urwald. Du gehst ein wenig hinein, und dann hast du die Orientierung verloren. Aber du fühlst dich nicht einsam, du fühlst dich mitten im Leben.
Als Kind schon mochte ich die mediterranen Pinienwälder. Die waren nicht chaotisch, alles schien so wunderbar gepflegt und aufgeräumt wie von selbst. Die Bäume schienen Licht auszustrahlen, ein unbeschreibliches Gefühl.
Nachdem Gott Adam und Eva erschaffen hatte, Menschen also, welche die Fähigkeit besaßen, Gut und Böse zu unterscheiden, betrachtete er sein Werk und sann nach. "Nicht, daß sie auch noch so werden wie Wir, und ewiges Leben erlangen!". Und Gott schützte den Baum des Lebens mit Cherubim mit blanken Schwertern. So steht es in der Bibel.
Ich mußte mich daran erinnern bei der Schilderung des Baumes des Lebens, der den Kosmos erneuert, sein Wasser gen Himmel reicht und das Feuer empfängt.
Ich denke an den brennenden Busch, wo Gott zu Moses sprach. Wieviel Liebe ist doch in all diesen Dingen verborgen. Mit welcher Hingabe brachten unsere Vorfahren diese Eigenschaften zum Ausdruck, mit welcher Beharrlichkeit ernähren uns die Pflanzen!
Wie wunderbar ist die Einheit Gottes, Seine Namen und Eigenschaften sind in allen Dingen zugegen, kein Ding welches Ihn nicht preist. Was einst geistig war, ist jetzt zum anfassen, was heute geistig ist, wird dereinst zum anfassen sein. Menschen, die genau wie wir, hier und heute, liebevoll des Baumes und des Waldes gedenken, werden dereinst in Liebe zurückdenken, an die Zeit, in der die Einheit des Planeten Erde erfüllt ward.
Vergessen in den Nebeln fruchtloser Niederungen werden die Tage liegen, in denen die Menschen miteinander zankten und sich stritten um gemeines Gut. Man wird es nicht mehr sehen, es wird nicht mehr sein, genausowenig wie wir heute sehen, was dereinst als Alternative zum Baum gesehen werden könnte,- es ist nicht mehr.
Der Baum des Lebens atmet und lebt, er erneuert unsere Welt in Zyklen, erneuert das Universum, alles von Grund auf, immer und immer wieder. Mit dem Feuer der Liebe entflammt er die Herzen ohne Feuer, und löscht unseren Durst, ohne Wasser.
Es ist schön Menschen zu treffen die sich wie du nach Freundschaft sehen, Freundschaft der Freundschaft wegen, weil wir Menschenkinder sind.

Schön daß du hier bist.

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)